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Schnüffelprogramme: Darum geht es

Der Einsatz von Ad- und Spyware ist eine Methode, mit der Anbieter kostenlose Software finanzieren oder mit Shareware zusätzliche Gewinne machen können. Bei Adware handelt es sich um die Komponente eines Programms, die dafür sorgt, dass in der Bedienerführung Werbung zu sehen ist (englisch "Ad" bedeutet "Anzeige"). Solange die Komponente keine Verbindung ins Internet aufnimmt, ist sie unproblematisch. Verbindet sie sich aber mit einem Internet-Server, etwa um Werbebanner nachzuladen, ist Vorsicht angebracht. Es ist durchaus möglich, dass dabei Infos über Ihre Nutzungsgewohnheiten, Ihre Hard- und Software-Ausstattung übertragen werden – und damit wird die Adware zur Spyware (englisch "to spy" bedeutet "spionieren").

Nur ein Teil der Werbemodule hat aber solche Spionagefunktionen. Neben kombinierter Ad-/Spyware gibt es auch reinrassige Spyware. Dabei handelt es sich um kleine Komponenten, die sich zusammen mit einem Programm installieren – meist ohne dass der Anwender davon etwas erfährt. Spyware lauert still im Hintergrund, protokolliert Benutzeraktionen mit und/oder manipuliert sogar das System zu ihren Gunsten. Eine dritte Gruppe von Spyware-Programmen sind Tools, die dazu gedacht sind, Anwender detailliert zu überwachen. Beispiele dafür gibt es viele: Software, mit der ein Arbeitgeber die Leistung seiner Angestellten verdeckt kontrolliert, gehört ebenso dazu wie Keylogger, die Angreifer in ein System einschleusen, um Passwörter auszuspionieren.

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