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Schneller als Gigabit: Der neue Standard NBase-T im Check

21.10.2019 | 11:18 Uhr |

Selbst fürs Heimnetz reicht Gigabit-Tempo nicht mehr aus: Aktuelle WLAN-Router und Mesh-Systeme durchbrechen im Funknetz diese Tempogrenze. Doch mit dem neuen Standard NBase-T oder Multigigabit-Ethernet lassen sich auch Kabelverbindungen beschleunigen. Wir zeigen, wie Sie auf NBase-T umsteigen, was das kostet und was Sie dabei beachten sollten.

Auch im privaten Heimnetzwerk gilt Gigabit-Ethernet (GbE) inzwischen als Standard-Tempo für Verbindungen per Kabel. Das Übertragungsprotokoll – auch 802.3ab oder 1000Base-T genannt – bietet Brutto-Datenraten von bis zu 1 GBit/s beziehungsweise 125 MByte/s und ist abwärtskompatibel zum Vorgängerstandard Fast Ethernet oder 100Base-T mit seinen maximal 100 MBit/s. Selbst die meisten Internet-Router, die Sie kostenlos oder deutlich vergünstigt vom Online-Provider bekommen, bringen standardmäßig Gigabit-LAN-Ports mit.

Da der Protokoll-Overhead bei Ethernet-Verbindungen deutlich unter zehn Prozent liegt, lassen sich über diese Verbindungen im Netzwerk problemlos Nettodatenraten von 110 MByte/s und mehr erzielen: Sie sind dann notwendig, wenn Sie große Dateienmengen zwischen NAS und Heimnetz- PCs verschieben – etwa bei einem Backup. Für viele Anwender reicht dieses Übertragungstempo im Heimnetz nach wie vor aus. Selbst bei einem ultraschnellen Internetanschluss mit Downstream-Raten von bis zu 1 GBit/s wären Sie mit einem Gigabit-LAN-Router, was Internetverbindungen anbelangt, noch immer auf der sicheren Seite. Zumal aktuell sowieso nur ein Bruchteil der deutschen Haushalte überhaupt an eine entsprechende Onlineverbindung angeschlossen werden können.

Tipp: Mehr Tempo über LAN-Kabel - so geht's

Das Gigabit-Problem im vorhandenen Netzwerk

Doch für bestimmte Anwendungen sind auch innerhalb des LANs möglichst schnelle Übertragungsraten gefragt, wenn beispielsweise häufig hochauflösende Videodateien oder Image-Dateien im Netzwerk bearbeitet, verschoben oder aktualisiert werden müssen. Oder wenn Ihnen die aktuelle Gigabit-LAN-Übertragungsrate von maximal 115 MByte/s einfach nicht mehr schnell genug erscheint, weil Sie Ihr Heimnetz zukunftssicher machen wollen.

Tatsächlich gibt es bereits seit dem Jahr 2006 einen um den Faktor 10 deutlich schnelleren Ethernet-Übertragungsstandard namens 10GBase-T, der Daten mit bis zu 10 GBit/s übers Kupferkabel schaufeln kann. Dass dieser Standard sich für Privatanwender bislang nicht durchsetzen konnte, hat verschiedene Gründe: Zum einen verlangt 10GBase-T nach höherwertigen LAN-Kabeln der Kategorien Cat 6a oder Cat 7, um eine Strecke mit bis zu 100 Metern Länge überbrücken zu können. Cat-5e-Kabel, die aktuell in den meisten Netzwerkinstallationen verbaut sind, bieten nur einen Bruchteil der von 10GBase-T benötigten Übertragungsfrequenz.

Bislang gab es außerdem keine Geschwindigkeitsabstufungen zwischen 10GBase-T (10 GBit/s) und 1000-Base-T (1 GBit/s): Deshalb schalteten 10GBase-T-Komponententen, die mit schlechten Kabeln verbunden waren, direkt auf 1 GBit/s herunter. Um garantiert erfolgreich von 1000Base-T auf 10GBase-T zu wechseln, wäre es notwendig gewesen, neben den aktiven Netzwerkkomponenten wie Adapter und Switches auch die passiven Komponenten, also alle im Gebäude verlegten Netzwerkkabel, komplett zu ersetzen. Besonders für Firmen stellte sich zusätzlich das Problem, dass es bisher nicht möglich war, 10GBaseT-Ethernet und die Stromversorgung der daran angeschlossenen Netzwerkgeräte über ein Netzwerkkabel per Power-over-Ethernet (PoE) zu erledigen. Das schränkte vor allem den flexiblen Einsatz leistungsfähiger WLAN-Router und Access Points ein, weil man diese Geräte nur in der Nähe eines Stromanschlusses aufstellen konnte, was in vielen Fällen auf Kosten der WLAN-Reichweite ging. MU-Mimo-fähige Wi-Fi-5- oder Wi-Fi-6-Access-Points können bei Auslastung durch zahlreiche WLAN-Clients inzwischen nämlich deutlich mehr als 1 GBit/s übertragen.

Der neue Standard IEEE 802.3bz alias NBase-T

Mit der Fritzbox 6660 Cable hat Hersteller AVM bereits einen Router mit einem NBase-T-Anschluss angekündigt. Der Port sitzt als LAN1-Anschluss auf der Rückseite des Gehäuses.
Vergrößern Mit der Fritzbox 6660 Cable hat Hersteller AVM bereits einen Router mit einem NBase-T-Anschluss angekündigt. Der Port sitzt als LAN1-Anschluss auf der Rückseite des Gehäuses.

Diese Probleme will der neue Standard für Multigigabit-Ethernet lösen. Er entstand aus zwei Allianzen einflussreicher Netzwerkhersteller: Die NBase-T-Alliance war mit Herstellern wie Cisco und Aquantia besetzt, während die MGBase-T-Alliance von Unternehmen wie Broadcom oder Altera unterstützt wurde. Ziel beider Gruppierungen war es, die Kapazität bereits vorhandener Cat-5e- oder Cat-6-Verkabelungen besser auszunutzen, indem man die in 10GBase-T spezifizierte Übertragungsleistung an Leitungsmedien mit geringerer Übertragungsbandbreite mit entsprechend geringeren Übertragungsraten anpasst („Multi-Rate- Gigabit“). 2015 bildete sich dann die Arbeitsgruppe 802.3bz des Standardisierungs-Gremiums IEEE, in der die Vertreter der beiden ursprünglichen Allianzen an einem gemeinsamen Übertragungsstandard arbeiteten. Bereits ein Jahr später war der Übertragungsstandard IEEE 802.3bz ratifiziert, der in den Produktbezeichnungen vieler Hersteller aber auch weiterhin mit „NBase- T“ oder „Multigigabit-Ethernet“ bezeichnet wird. Den offiziellen Standardnamen 802.3bz finden Sie aber meist gleich neben diesen Bezeichnungen, sodass Sie davon ausgehen können, dass standardkonforme Komponenten unterschiedlicher Hersteller problemlos zusammenarbeiten.

Die unterschiedlichen Tempostufen von NBase-T 

Leistungsfähige WLAN-Router für den neuen Standard Wi-Fi 6 bringen meist einen NBase- T-/Multi-Gigabit-Port mit – wie der Netgear Nighthawk AX12.
Vergrößern Leistungsfähige WLAN-Router für den neuen Standard Wi-Fi 6 bringen meist einen NBase- T-/Multi-Gigabit-Port mit – wie der Netgear Nighthawk AX12.

Trotz des gemeinsamen Standards sollten Sie aber dennoch auf die technischen Details bei der Netzwerkhardware achten. Denn für NBase-T-Ports gibt es verschiedene Geschwindigkeitsklassen: Manche NBase- T-Ports übertragen nur bis maximal 2,5 GBit/s („2,5GBase-T“), andere mit bis zu 5 GBit/s („5GBase-T“) und wieder andere mit bis zu 10 GBit/s (10GBase-T). Grundsätzlich gilt, dass jeder mit „NBase-T“ bezeichnete Port mindestens ein Übertragungstempo von 2,5 GBit/s bereitstellen kann, sofern auch die verbundene Hardware wie Switch, NAS, Router oder PC-LAN-Adapter NBase-Tfähig ist. Da jeder NBase-T-Port auch 1000Base-T sowie außerdem 100Base-T unterstützt, lässt sich jeder dieser Anschlüsse auch mit einer Gegenstelle verbinden, die einen Gigabit-Ethernet(GbE)- oder Fast- Ethernet(FE-)-Port bietet – dann aber natürlich nur mit der maximalen Geschwindigkeit des langsameren Verbindungspartners. 

NAS-Kaufberatung: Die besten Netzwerkspeicher

Schneller und günstiger: Das bringt NBase-T

Der große Vorteil von NBase-T oder Multigigabit-Ethernet besteht darin, dass sich damit alle bereits verlegten Cat-5e- und Cat-6-Kabel, wie Sie sie aktuell in rund 90 Prozent aller vernetzten Gebäude vorfinden, erheblich effektiver nutzen lassen: Nämlich mit einem gut doppelt oder gar fünffach so schnellen Übertragungstempo über die gesamte Kabellänge. Diese Übertragungsraten jenseits von Gigabit-Tempo waren bereits seit der Einführung von Wi-Fi 5 (802.11ac-WLAN) empfehlenswert, sind aber spätestens mit Einführung des neuen, noch schnelleren Wi-Fi 6 dringend erforderlich, um den Engpass der Datenweiterleitung über den inzwischen zu langsamen 1000Base-T-Anschluss zu beheben. Leistungsfähige Wi-Fi-6-WLAN-Router oder -Access-Points sind daher auch die ersten Geräte, die mit mindestens einem NBase-TLAN-Port ausgestattet sind. Weitere Endgeräte im LAN, die von höheren NBase-TÜbertragungsraten profitieren, sind etwa NAS-Systeme. Hier erfolgte die Datenratensteigerung bisher vor allem durch zusätzliche Gigabit-LAN-Ports und deren Koppelung per Link-Aggregation.

Netzwerktechnik: So funktioniert NBase-T 

Als einer der ersten NAS-Hersteller hat Asustor Modelle mit NBase-T-Anschlüssen im Angebot. Das AS5202T mit zwei entsprechenden Ports kostet rund 300 Euro.
Vergrößern Als einer der ersten NAS-Hersteller hat Asustor Modelle mit NBase-T-Anschlüssen im Angebot. Das AS5202T mit zwei entsprechenden Ports kostet rund 300 Euro.

NBase-T baut auf dem ursprünglichen 10GBase-T-Verfahren auf. Der Übertragungstakt wird beim neuen Standard aber auf die Hälfte beziehungsweise ein Viertel der ursprünglichen Taktrate reduziert, also von 10 GBit/s auf 5 GBit/s beziehungsweise 2,5 GBit/s. Außerdem bringt NBase-T unter anderem eine neue Fehlerkorrektur sowie eine automatisierte Verbindungsprüfung mit. Laut 802.3bz-Standard ist so mit Cat-5e-Kabeln eine Übertragungsgeschwindigkeit mit 2,5GBase-T-Tempo auf bis zu 100 Metern Entfernung möglich. Mit besseren Cat- 6-Kabeln lassen sich über diese Distanz 5GBase-T-Datenraten erreichen. Transferraten von 10 GBit/s können über Cat-6 nur bis etwa 50 Meter Kabellänge erreicht werden. Für 10 GBit/s über 100 Meter ist dann auf jeden Fall ein Cat-6a- oder Cat-7-Kabel erforderlich.

Das müssen Sie beim Umstieg auf NBase-T beachten

Der umgekehrte Weg einer Verbindung von 10GBase-T zu einer Gegenstelle mit NBase-T funktioniert dagegen nicht immer. Falls der 10GBase-T-Port nicht NBase-T- oder 802.3bz-fähig ist, bietet er nur die Übertragungsraten 10 GBit/s oder 1 GBit/s. Nur wenn er zudem NBase-T unterstützt, kann er seine Übertragungsrate bei Bedarf auf 5 GBit/s oder 2,5 GBit/s schalten. Der Hersteller Asustor hat in den NAS-Serien AS4002 und AS4004 neben zwei Gigabit- LAN-Ports auch je einen 10GBase-T-Port eingebaut, der entweder mit 10 oder mit 1 GBit/s überträgt. Die volle 10-GBit-Übertragungsleistung gibt es aber nur in Verbindung mit einem anderen 10GBase-T-Partner. Hängen Sie das Gerät an einen 5GBase- T- oder 2,5GBase-T-Anschluss, wird die Übertragung sehr wahrscheinlich auf 1 GBit/s heruntergebremst. Immerhin lassen sich alle drei LAN-Ports durch Link-Aggregation koppeln. Das bringt die Übertragungsrate für mehrere parallele Clientzugriffe auf 3 x 1 GBit/s.

Wiederum Asustor bietet mit der Nimbustor-Reihe erstmals NAS-Geräte für ambitionierte Heimnetzwerker an, die bereits ab Werk mit zwei 2,5GBase-T-LAN-Ports ausgestattet sind und per Link-Aggregation sogar Datenraten bis zu 5 GBit/s bereitstellen können. Sonst sind wir bei NBase-T-fähigen NAS-Geräten nur noch bei einem Terastation- Business-Modell von Buffalo fündig geworden. Die beiden NAS-Platzhirsche Synology und Qnap bieten für einige ihrer größeren Business-Speicher mit internem PCIe-Slot immerhin NBase-T-Erweiterungskarten mit Übertragungsraten von bis zu 10 GBit/s an. Details lesen Sie in der Tabelle „NBase-T-Erweiterungen“.

Nbase-T-Erweiterungen für PC, Notebook und NAS

Geräteklasse

Hersteller

Produktname

Eigenschaften

LAN-Ports (RJ45)

Straßenpreis

PCIe-Karte für PC

Delock

89654

für PCIe-Slot (x4) auf Mainboard

1xNBase-T (10/5/2,5/1/0,1 GBit/s)

92 Euro

PCIe-Karte für PC

Delock

89531

für PCIe-Slot (x1) auf Mainboard

1xNBase-T (2,5/1/0,1 GBit/s)

42 Euro

PCIe-Karte für PC

Asus

XG-C100C

für PCIe-Slot (x4) auf Mainboard

1xNBase-T (10/5/2,5/1/0,1 GBit/s)

95 Euro

PCIe-Karte für NAS/PC

Qnap

QXG-10G1T

für Qnap-NAS mit PCIe-Slot* oder für PCs

1xNBase-T (10/5/2,5/1/0,1 GBit/s)

96 Euro

PCIe-Karte für NAS

Synology

E10G18-T1

für Synology-NAS mit PCIe-Slot*

1xNBase-T (10/5/2,5/1/0,1 GBit/s)

132 Euro

USB-Typ-C auf 2,5Base-T-Adapter

Delock

65990

für PCs und Notebooks mit USB-Typ-C-Port

1x2,5Base-T (2,5/1/0,1 GBit/s)

55 Euro

NBase-T im Heimnetz einsetzen: So gehen Sie vor 

Bestimmte NAS-Systeme von Synology, die derzeit meist für das professionelle Umfeld gedacht sind, lassen sich mit einer internen Netzwerkkarte aufrüsten, die neben 10-Gigabit-Tempo auch NBase-T unterstützt.
Vergrößern Bestimmte NAS-Systeme von Synology, die derzeit meist für das professionelle Umfeld gedacht sind, lassen sich mit einer internen Netzwerkkarte aufrüsten, die neben 10-Gigabit-Tempo auch NBase-T unterstützt.

Auch innerhalb des eigenen Heim- oder kleinen Firmennetzwerks kann eine Beschleunigung von 1 GBits/s auf 2,5, 5 oder gar 10 GBit/s über Teilstrecken bereits jetzt schon sinnvoll sein – etwa, um ein NBase-T-fähiges NAS-Gerät für den Mehrfachzugriff ausreichend schnell ins Heimnetz einzubinden oder um größere Datenmengen schneller von oder zu der NAS übertragen zu können. Neue Wi-Fi-6-Router können die rasant angestiegenen Übertragungsraten ihres WLAN-Access-Points ebenfalls effektiv über einen NBase-T-Port an einen entsprechenden Switch oder direkt an ein am Router angeschlossenes NAS weiterleiten.

Damit aber NBase-T-Übertragungsgeschwindigkeiten zwischen zwei oder mehreren Netzwerkgeräten zustandekommen können, müssen alle an der Verbindung beteiligten Netzwerkgeräte ebenfalls NBase-T-fähig sein. Die absolute Minimalvoraussetzung für eine funktionierende N-Base-TVerbindung im Heimnetz besteht somit aus mindestens zwei NBase-T-Geräten, die per Netzwerkkabel direkt verbunden sind.

Netzwerk-Hardware mit Nbase-T

Geräteklasse

Hersteller

Produktname

Eigenschaften

Integrierte LAN-Ports

Straßenpreis

NAS

Asustor

Nimbustor 2

2-Bay-NAS

2xNBase-T (2,5/1/0,1 GBit/s)

325 Euro

NAS

Buffalo

TeraStation 5210DN

2-Bay-NAS

2xGbE, 1xNBase-T (10/5/2,5/1/0,1 GBit/s)

Ab 525 Euro

NAS

Asustor

AS4002T

2-Bay-NAS

2xGbE, 1x10GbE (10/1 GBit/s), ACHTUNG: KEIN Nbase-T

260 Euro

Switch

Buffalo

BS-MP2008

8-Port-Switch (managed)

8xNBase-T (10/5/2,5/1/0,1 GBit/s)

370 Euro

Switch

Netgear

XS505M

5-Port-Switch (unmanaged)

1xSFP+ (10/1 GBit/s), 4xNBase-T (10/5/2,5/1/0,1 GBit/s)

270 Euro

Switch

Netgear

GS110MX

10-Port-Switch (unmanaged)

8xGbE, 2xNBase-T (10/5/2,5/1/0,1 GBit/s)

175 Euro

Switch

Netgear

MS510TX

10-Port-Switch (managed)

4xGbE, 1xSFP+ (10/1 GBit/s), 1xNBase-T (bis 10 GBit/s), 2xNBase-T (bis 5 GBit/s), 2xNBase-T (bis 2,5 GBit/s)

250 Euro

Switch

Netgear

MS510TXPP

10-Port-Switch (managed) mit 8-Port PoE+

wie MS510TX, wobei GbE- und NBase-T-Ports mit 2,5- und 5GBase-T zusätzlich PoE+ unterstützen

320 Euro

Switch

Qnap

QSW-308-1C

10-Port-Switch (unmanaged)

8xGbE, 2xSFP+ (10/1 GBit/s), 1xSFP+/RJ45-Kombi-Port mit NBase-T (10/5/2,5/1/0,1 GBit/s)

225 Euro

WLAN-Router

AVM

Fritzbox 6660

Wi-Fi 6 Router mit integrierten DOC-SIS 3.1-Kabelmodem

4xGbE, 1xNBase-T (2,5/1/0,1 GBit/s)

k.A.

WLAN-Router

Netgear

Nighthawk AX12

Wi-Fi 6 Router

4xGbE, 1xGbE-WAN, 1xNBase-T (5/2,5/1/0,1 GBit/s)

380 Euro

Access Point

Netgear

WAC740

Wi-Fi-5 Business-Access-Point, Steuerung erfolgt über seperaten Controller

1xGbE, 1xNBase-T (2,5/1/0,1 GBit/s)

Ab 440 Euro (ohne Controller)

Switches und PC-Adapter: Aufrüsten auf NBase-T 

Um einen PC oder ein Notebook auf NBase-T aufzurüsten, greifen Sie am besten zu einem USB-Typ-C-Adapter wie dem Delock 65990.
Vergrößern Um einen PC oder ein Notebook auf NBase-T aufzurüsten, greifen Sie am besten zu einem USB-Typ-C-Adapter wie dem Delock 65990.

Wer bereits jetzt die neue Netzwerkverbindungstechnik ausprobieren möchte, kann sein Netzwerk zu relativ überschaubaren Kosten mit NBase-T-tauglicher Hardware aufrüsten. So lassen sich PCs für weniger als 100 Euro per PCIe-Karte mit NBase-T ausstatten. Wenn Ihnen eine Datenrate von 2,5GBase-T ausreicht, geben Sie sogar weniger als 50 Euro für eine passende PCIe-Karte aus. Für Notebooks oder PCs mit USBTyp- C-Ports gibt es USB-auf-NBase-T-Adapter, über die Sie den Rechner für weniger als 60 Euro mit einem 2,5-GBit/s-LAN-Anschluss ausrüsten können, ohne das Gehäuse öffnen zu müssen. Darüber hinaus lohnt sich ein Switch mit mindestens zwei NBase-TAnschlüssen – etwa der GS110MX von Netgear für rund 175 Euro. Darüber lassen sich bereits zwei NBase-T-fähige Clients mit Datenraten von 2,5 bis 10 GBit/s verbinden.

Wer die Anschaffung eines neuen NAS plant und besonderen Wert auf hohe Übertragungsgeschwindigkeiten im LAN legt, kann sich als Alternative zur klassischen Dual- Port-Lösung mit Link-Aggregation auch nach einem Gerät mit NBase-T-Unterstützung umsehen. Das gilt vor allem dann, wenn als interne Datenträger oder zur Beschleunigung schnelle SSD-Speicher in der NAS eingesetzt werden sollen. 

Zwei Wege über die Gigabit-Grenze

Während die Auswahl an Geräten mit NBase-T erst jetzt wächst, ist eine alternative Methode für mehr Tempo übers LAN-Kabel bei vielen NAS-Systemen schon Standard. Sie unterstützen Link-Aggregation: Damit können NAS-Geräte, die über zwei oder mehr LAN-Ports verfügen, mit zwei oder mehreren Netzwerkkabeln mit dem Heimnetz verbunden werden. Auf diese Weise lassen sich Ausfallsicherheit oder Übertragungsrate erhöhen, wenn mehrere Clients gleichzeitig auf den Netzwerkspeicher zugreifen. Dabei werden die beiden beide LAN-Ports des NAS-Geräts logisch zu einer sogenannten Link Aggregation Group (LAG) zusammengelegt: Das NAS-System ist dann im Netzwerk nur noch unter einer einzigen IP- beziehungsweise MAC-Adresse zu sehen. Damit das funktioniert, muss auch der Switch, mit dem die LAN-Ports verbunden sind, Link Aggregation (IEEE 802.3ad) unterstützen.

Im Gegensatz dazu erhöht NBase-T auch mit einer einzigen Kabelverbindung zwischen einer NBase-T-NAS und einem NBase-T-Client die Transferrate auf 2,5 GBit/s, 5 GBit/s oder sogar 10 GBit/s, sofern alle beteiligten Geräte die entsprechende NBase- T-Datenrate unterstützen. Im Gegenzug bietet ein einzelner NBase-T-Port am NAS-Speicher aber keine Ausfallsicherheit, außer der Netzwerkspeicher bringt einen zweiten NBase-T-Port für Link-Aggregation mit.

Die Themen in Tech-up Weekly #167:

►Intel räumt Verlust von Marktanteilen an AMD ein: www.pcwelt.de/news/Intel-raeumt-Verlust-von-Marktanteilen-an-AMD-ein-10664087.html

► K2-18b: Forscher entdecken Exoplanet, auf dem Leben möglich ist: www.pcwelt.de/news/K2-18b-Forscher-entdecken-Exoplanet-auf-dem-Leben-moeglich-ist-10665304.html

Quick-News:

► iPhone 11 (Pro, Max), Apple Watch Series 5, iPad 7: Highlights der Keynote (mit Video): www.pcwelt.de/news/Apple-Special-Event-2019-Der-Live-Ticker-der-Macwelt-10663279.html

► Geheime Botschaft von Apple in neuem Video: www.macwelt.de/news/Geheime-Botschaft-von-Apple-in-neuem-Video-10664901.html

► Umweltbelastung durch Rechenzentren nimmt zu: www.pcwelt.de/news/Umweltbelastung-durch-Rechenzentren-nimmt-zu-10665078.html

► Google kündigt eigene Spiele-Flatrate "Play Pass" an: www.pcwelt.de/news/Google-kuendigt-eigene-Spiele-Flatrate-Play-Pass-an-10664702.html

► Große Kartell-Untersuchung gegen Google gestartet: www.pcwelt.de/news/Grosse-Kartell-Untersuchung-gegen-Google-gestartet-10663885.html

► Paypal bietet Ratenzahlung an: www.pcwelt.de/news/Paypal-bietet-Ratenzahlung-an-10663749.html

Fail der Woche:

► Kreditkartenbetrüger merkte sich 1.300 Kartennummern - und wird erwischt: www.pcwelt.de/news/Kreditkartenbetrueger-merkte-sich-1.300-Kartennummern-10663964.html

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