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Schnelle Hilfe bei DSL-Ausfall: Internet über Mobilfunk im Notfall

17.08.2021 | 13:11 Uhr | Peter Stelzel-Morawietz

Internetprovider versprechen oft eine Verfügbarkeit von 98,5 Prozent. Das klingt viel, bedeutet aber, dass das Internet an gut fünf Tagen pro Jahr nicht funktionieren muss. So helfen Sie sich, wenn Ihr Anschluss offline ist.

Liegen die Probleme beim Provider, zeigt die Webseite „ Alle Störungen “ diese meist zuverlässig an. Der Netzausfall kann jedoch von einem defekten Router, von Kontakt- und Leitungsproblemen zu Hause oder einem missglückten Providerwechsel herrühren.

Wie aber hilft man sich in solchen Fällen schnell und überbrückt die Zeit, wenn man auf einen funktionierenden Internetzugang angewiesen ist? Die einfachste und sofort umsetzbare Möglichkeit ist die Hotspot-Funktion des Smartphones. Das versorgt bereits viele Geräte zu Hause per WLAN, Desktop-PCs ohne Funkmodul natürlich ausgenommen.

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Voraussetzung ist ein Mobilfunktarif mit ausreichend Datenvolumen

Voraussetzung für die Internetnutzung ist ein Mobilfunktarif mit ausreichend Datenvolumen. Während beim normalen Gebrauch des Smartphones ein paar GByte mobiler Daten meist einen ganzen Monat reichen, ist das Volumen am PC bereits nach einer längeren Videokonferenz oder einem großen Windows-Update verbraucht. Buchen Sie deshalb ein ausreichend großes Datenpaket oder einen neuen Tarif. Neue Pakete oder Tarife lassen sich bei Prepaid- und Laufzeitverträgen in aller Regel für ein paar Euro sofort hinzubuchen. Einige Provider bieten zudem unlimitierte Tages-Flatrates für fünf bis sechs Euro an. Das ist verglichen mit den Anschlussgebühren über DSL oder TV-Kabel zwar teuer, hilft bei einem Internetausfall jedoch schnell weiter.

Darüber hinaus empfiehlt es sich – außer Sie nutzen eine echte Flatrate –, die Datenübertragung für die Zeit der Festnetzstörung auf das absolut Notwendige beschränken. Um unnötige Updates zu unterbinden, aktivieren Sie dazu in der Einstellungen-App von Windows 10 entweder unter „Windows-Update“ die „Updatepause für 7 Tage“ oder alternativ unter „Netzwerk und Internet –› Eigenschaften“ die Option „Getaktete Verbindung“. Bei Mobilgeräten mit Android oder iOS deaktivieren Sie die automatischen Updates für Apps und Betriebssystem.

Die Fritzbox ermöglicht den Internetzugang über den WLAN-Hotspot des Mobiltelefons: Das macht die Heimnetznutzung bei einer Störung des Festnetzzugangs besonders bequem.
Vergrößern Die Fritzbox ermöglicht den Internetzugang über den WLAN-Hotspot des Mobiltelefons: Das macht die Heimnetznutzung bei einer Störung des Festnetzzugangs besonders bequem.

Wenn Sie im Smartphone den Hotspot genau so wie das WLAN-Netz (SSID) Ihres Festnetzrouters benennen, den gleichen Schlüsselcode wählen und dann den Router ausschalten, sind Ihre Heimgeräte automatisch im Internet. Noch komfortabler überbrücken Sie die Internetstörung im Festnetz, wenn der Router den Zugang per WLAN (WISP-Modus) erlaubt. Dann funktioniert wirklich alles im Heimnetz wie gewohnt, auch der USB- oder Netzwerkdrucker am Router.

So geht’s: Bei der Fritzbox tippen Sie „fritz.box“ in die Browser-Adresszeile und geben danach das Routerkennwort ein. Auf der Benutzeroberfläche wählen Sie bei „Internet –› Zugangsdaten“ als Internetanbieter den Eintrag „weiterer Internetanbieter“ und darunter „vorhandener Zugang über WLAN“. In der Liste aktivieren Sie den Hotspot Ihres Mobiltelefons.

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