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Scharfe Schrift: Bessere Darstellung mit dem Cleartype Tuner

22.02.2009 | 09:13 Uhr | Hermann Apfelböck, Thorsten Eggeling, Christian Löbering

Problem: Ihr TFT-Display gibt Text verschwommen wieder, obwohl Sie die korrekte Auflösung gewählt haben. Auch die Tuning-Maßnahmen über die Monitortasten haben nicht weitergeholfen.
Lösung: Cleartype dient dazu, den Kontrast von Buchstaben auf TFT-Displays zu erhöhen. Das geht mit einem Kantenglättungsverfahren. Sie aktivieren Cleartype folgendermaßen: Hangeln Sie sich durch „Systemsteuerung, Anzeige, Darstellung, Effekte“. Setzen Sie ein Häkchen vor „Folgende Methode zum Kantenglätten von Bildschirmschriften verwenden“. Wählen Sie aus der Pulldown-Liste „ClearType“. Zum Schluss speichern Sie mit „OK“.

Übrigens: Gelegentlich kann es bei TFTs in Verbindung mit großen Schriftgrößen vorkommen, dass Cleartype die Ursache für verschwommene Zeichen ist. Sie sehen dann meist farbige Kanten an den Rändern. Stellen Sie fest, dass Cleartype bereits aktiviert ist, dann wählen Sie stattdessen „Standard“. Cleartype ist dann außer Kraft gesetzt. Microsoft bietet auf seiner Website das Zusatz-Tool Cleartype Tuner (Powertoy) , mit dem Sie Schriften bei aktiviertem Cleartype optimieren können. Alternativ speichern Sie das englischsprachige Gratis-Tool erst auf Festplatte (2,6 MB). Gleich nach der Installation erscheinen die „ClearType Settings“. Unter „Advanced“ muss „ClearType“ aktiviert sein. Per Regler können Sie in diesem Fenster zudem den Kontrast verändern. „Übernehmen“ Sie die Einstellungen. Wechseln Sie auf die Registerkarte „Introduction und klicken Sie auf „Start Wizard“. Wählen Sie in den beiden folgenden Fenstern jeweils denjenigen Schriftkasten, der Ihnen am angenehmsten erscheint. Im letzten Fenster sehen Sie Textbeispiele verschiedener Schriften. Sind Sie damit einverstanden, klicken Sie auf „Fertig stellen“.

Datei-Indizierung: Schlagwortsuche über NTFS-Streams

Problem: Sie haben immer größere Datenmengen auf Ihrer Platte. Sie suchen nach einer formatübergreifenden Methode, Dateien mit Schlagwörtern auszustatten und zielsicher aufzufinden.

Lösung: Es gibt mehrere Ansätze, um die wachsenden Dateimengen für die Suche in den Griff zu bekommen. Dazu zählen etwa ID3-Tags in Musikdateien, Exif-Header in Bilddaten, Metadaten in Office-Dokumenten und das geplante Dateisystem Win-FS. Sie haben aber den Nachteil, dass sie nur jeweils ein Dateiformat erfassen. Eine seit Jahren brachliegende Technik ist der Weg über NTFS-Streams, die der Datei als Info anhängen. Streams haben gegenüber formatspezifischen Lösungen den großen Vorteil, bei jeder beliebigen Datei zu funktionieren. Eine echte Integration dieser Streams in die normale Dateisuche nach Name, Größe und sonstigen Attributen sollte irgendwann von Microsoft kommen. Wir bieten hier mit unserem VB-Script pcwDescribe.VBS eine Lösung mit Experiment-Charakter an, die aber fix und bequem arbeitet und durchaus alltagstauglich ist.

Über den neuen Kontextmenüpunkt „Describe“ im Windows-Explorer hängen Sie an die Datei einen Stream mit dem Namen „:pcwDescription“ an, in den Sie beliebige Kommentare und Stichwörter schreiben können. Als Stream-Editor dient ein automatisch startendes Notepad-Fenster. Beim Eingeben der Stichwörter müssen Sie keine bestimmte Struktur beachten, bei späteren Suchläufen arbeitet eine einfache Volltextsuche.

Auch Groß- und Kleinschreibung spielt keine Rolle: Wenn Sie also „wichtig budget wiedervorlage“ eintragen, finden Sie die Datei später mit jedem der drei Stichwörter wieder. Eine Kombination mehrerer, durch Leerzeichen getrennter Suchwörter entspricht immer einem logischen „UND“. Das heißt: Mit „wiedervor bud“ finden Sie den oben angelegten Stream und die zugehörige Datei, mit „wiedervor bilanz“ jedoch nicht. Eine Suche starten Sie, indem Sie das Kontextmenü „Description_Find“ wählen und ein Stichwort oder eine Wortkombination eingeben.

Die Suche geht immer von der angeklickten Datei oder dem angeklickten Ordner aus und läuft dann rekursiv durch alle untergeordneten Ebenen. Wenn Sie kein Stichwort angeben, sucht das Script sämtliche Dateien mit dem Stream „:pcwDescription“. Die Treffer gibt das Script in Form von temporären Links im Ordner %windir%inkme aus. zur installation: das script benötigt die active-x-komponente pcwfman.dll, die sie am einfachsten mit doppelklick auf fman_reg.bat (beide dateien im archiv pcwdescribe) am system anmelden. danach genügt ein doppelklick auf pcwdescribe, um das script in den windows-ordner zu kopieren und seine beiden kontextmenüs in der registry einzurichten. um script und active-x-komponente zu de-installieren, gehen sie analog vor – ein doppelklick auf das script, ein weiterer auf fman_unreg.bat (im archiv pcwdescribe). übrigens: streams belegen erst dann einen eigenen cluster, wenn sie nicht mehr in den letzten cluster der hauptdatei passen. bei der hier anfallenden geringen textmenge einiger schlagwörter werden selbst tausende solcher streams gar nicht oder nur mit wenigen kb zu buche schlagen.

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