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Schadet Internet aus der Steckdose der Gesundheit?

12.03.2002 | 14:45 Uhr |

Tatsache ist, dass Sie sich mit PLC eine weitere elektromagnetische Strahlenquelle ins Haus holen, deren Wirkung auf den Menschen kaum bekannt ist.

Stromkabel sind elektromagnetisch offene Gebilde - das heißt: Sie strahlen aufgrund fehlender Abschirmung elektromagnetische Energie mit allen übertragenen Frequenzen ab. Natürlich gibt es gesetzliche Grenzwerte, die uns vor gesundheitlichen Schäden schützen sollen.

Die 26. Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (BImSchV 26) erlaubt bei einer Frequenz von zehn MHz eine mittlere elektrische Feldstärke von 27,5 Volt pro Meter am Menschen (maximal 880 V/m).

Doch genügen die Grenzwerte? Die Strahlenschutzkommission meint: ja - mit Einschränkungen - und verweist auf die Notwendigkeit weiterer Forschung. Auch empfiehlt sie, die Beeinflussung durch elektromagnetische Felder generell zu minimieren.

Ein ernstes Problem sieht die Kommission besonders in der möglichen Beeinflussung von elektrischen Implantaten wie Herzschrittmachern. Interessant: Die Grenzwerte der NB-30, die funkbasierte Kommunikationsdienste schützen sollen, sind laut einhelliger Meinung der Powerline-Betreiber wesentlich strenger als die Grenzwerte, zu denen sich der Gesetzgeber in der BImSchV 26 zum Schutz der Menschen durchringen konnte.

Zum Vergleich: Bei zehn MHz erlaubt die NB-30 nur 36 µV/m in drei Metern Abstand vom Leiter - 24 Millionen mal weniger als der Mensch laut BImSchV 26 ausgesetzt sein darf. Da der Mensch sich aber näher beim Leiter befinden kann, hinkt der Vergleich. Wir haben daher mit offiziellen Rechenvorschriften (Reg TP 322 MV 05 Teil 1) der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post die laut NB-30 erlaubte Feldstärke in einem Meter Abstand kalkuliert (näher kommt man mit offiziellen Rechenmethoden nicht): lächerliche 108 µV/m.

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