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Scanner jeder Art: Immer noch Exoten unter Linux

Bei Scannern ist die Treiberlage nicht so positiv. Die meisten Modelle sind zu Linux inkompatibel. Zudem finden sich unter den Kompatiblen viele, die nicht perfekt funktionieren. Erste Anlaufstelle vor dem Scannerkauf sollte das Sane-Projekt (Scanner Access Now Easy) sein. Auf dieser Website finden Sie vom Sane-Framework unterstützte und nicht unterstützte Scanner-Modelle verschiedener Hersteller. Dabei werden sechs verschiedene Scanner-Kategorien unterschieden: „complete“, „good“, „basic“, „minimal“, „untestet“ und „unsupportet“.

Am besten für Linux geeignet sind Scanner, die das Label „complete“ erhalten. Hier werden von den Treibern alle Features unterstützt. Etwa 160 Scanner dürfen sich mit diesem Prädikat schmücken. Ein „good“ bekommen etwa 300 Scanner. Mit ihnen lassen sich Alltagsarbeiten gut erledigen, auf exotische Features müssen Sie aber verzichten. Scanner, die ein „basic“ erhalten, bieten zumindest noch rudimentäre Scan-Features.

Exotische Scanner: Modelle wie Canon 4200F bleiben unter Linux außen vor
Vergrößern Exotische Scanner: Modelle wie Canon 4200F bleiben unter Linux außen vor
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Bei der Einrichtung der Treiber müssen Sie sich in der Regel mit den Sane-Konfigurationsdateien beschäftigen. Die Datei dll.conf listet die aktiven Scanner-Treiber, die im gleichen Verzeichnis eigene Konfigurationsdateien haben. Zum Aufbau geben die dazugehörigen man-Pages Auskunft.

Für viele aktuelle Scanner finden sich allerdings gar keine Treiber, sie sind „unsupported“. Gelegentlich lässt sich Hardware noch mit Treibern für ein anderes Gerät oder neuen Treibern aus dem Internet in Betrieb nehmen. Auch hier ist das Sane-Projekts die passende Anlaufstelle. Klappt auch das nicht, ist der letzte Ausweg der kommerzielle Treiber Vuescan von Hamrick. Er kostet 50 Dollar und arbeitet in der Version 8.4.08 mit über 700 Scannern zusammen, die Sane großteils nicht unterstützt. Die Professional-Edition kostet bei Online-Bestellung der Seriennummer 80 Dollar mit unbegrenzten Updates. Das Einjahresabo der Standardversion kostet 40 Dollar.

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