120746

Scanauflösung einstellen: Einfacher und erweiterter Modus

Nachdem Sie einen Vorschauscan durchgeführt und den zu scannenden Bereich der Vorlage markiert haben, stellen Sie die Scanauflösung ein. In ihren Prospekten werben Scanneranbieter oft mit einer extrem hohen Auflösung des Geräts und beziehen sich dabei auf die interpolierte Auflösung. So kommen sagenhafte Werte von beispielsweise 9600 dpi zustande. Interpoliert heißt aber lediglich, dass der Scanner eine solche Auflösung dadurch erzielt, dass er das Abtastergebnis nachträglich hochrechnet - eine Aufgabe, die Sie ebenso gut nach dem Einscannen im Bildbearbeitungsprogramm durchführen können. Diese Bildinterpolation wählen Sie im Scanprogramm manuell aus, indem Sie eine extreme Auflösung einstellen. In puncto Bildqualität bringt sie nichts: Bilder werden so nicht detailreicher gescannt.

Wer nur Aufsichtsvorlagen, also Papierfotos und andere Papiere, scannt, kann ohnehin beruhigt sein: Die physikalische Abtastrate der aktuellen Scannergeneration ist mehr als ausreichend für solche Vorlagen. Welche Auflösung Sie für eine bestimmte Vorlage im Scan-Tool einstellen, hängt davon ab, wie Sie den Scan weiterverarbeiten wollen. Eine besonders hohe Auflösung wie 2400 mal 4800 dpi bringt beispielsweise bei einem anschließenden Tintenstrahlausdruck nicht mehr Qualität, dafür jedoch - aufgrund der Dateigröße - eine längere Wartezeit mit sich.

Die meisten Scanprogramme bieten deshalb zum Einstellen der Scanauflösung einen einfachen und einen erweiterten Modus an. Im einfachen Scanmodus müssen Sie sich keine Gedanken um die Auflösung machen, denn das Programm übernimmt diese Aufgabe für Sie. Sie wählen den jeweiligen Vorlagentyp - beispielsweise "Foto", "Zeitschrift", "Zeitung" oder "Dokument" - und betätigen den Scannen-Button. Anschließend erscheint das Bild automatisch in der Bildbearbeitung oder landet als Bilddatei auf der Festplatte. Und bei manchen Scannern müssen Sie noch nicht einmal den Vorlagentyp einstellen.

Beim Scanvorgang erkennt die Scan-Software die Bildgrenzen automatisch, sofern Sie die Vorlage einigermaßen gerade platziert haben. Einige Scanner können zwar automatisch korrigieren, wenn ein Bild schief eingelegt ist. Allerdings sollten Sie die Vorlage besser selbst gerade einlegen, weil die Scan-Software die Bilddaten für die Ausrichtung neu berechnen muss, was die Bildqualität verschlechtern kann.

Der einfache Scanmodus hat jedoch eine Einschränkung: Die vom Hersteller programmierte Auflösung ist nur dann die optimale, wenn Sie die Scanvorlage in derselben Größe wiedergeben wollen.

PC-WELT Marktplatz

120746