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Music-Hub, Video-Hub und Readers-Hub

13.03.2013 | 12:13 Uhr |

Online-Musikbox: Music Hub
Eine All-in-one-App für Musikbegeisterte: Samsung Music Hub kombiniert Online-Streaming mit Webradio und einem virtuellen Plattenladen. Mit Music Hub hat Samsung einen eigenen Musikservice aus der Taufe gehoben. Er soll die Organisation der eigenen Sammlung ähnlich wie das große Vorbild iTunes zum Kinderspiel machen. Darüber hinaus dient er als Kaufplattform für Musik und als Streaming-Client für Webradio. Trotz des guten Konzepts hat sich Samsung allerdings erst einmal Spott und Häme in der Community eingefangen, da nach dem ersten Start der App ganz eindeutig auf einen „kostenlosen“ Service hingewiesen wird und erst im Folgebildschirm angezeigt wird, dass man sich für ein 7-tägiges Probeabo entschieden hat. Der Aufschrei „Abo-Falle!“, der nach Veröffentlichung der App durch die diversen Foren und Bewertungsplattformen ging, ist zwar ein wenig übertrieben (der Service lässt sich jederzeit ohne Kosten kündigen), doch solche ungeschickt formulierten, versteckten Abokonditionen erwartet man von einem Global Player wie Samsung eigentlich nicht.

Die App kombiniert Straming mit Webradio.
Vergrößern Die App kombiniert Straming mit Webradio.

Music Hub ist sowohl als App für Ihr Smartphone als auch als Web-Client für PCs auch unter musichub.com verfügbar. Sie können also Ihre Musiksammlung bequem am großen PC organisieren und beliebig viele Titel mit dem kleinen Zusatzprogramm Music Hub Uploader in die Cloud befördern. Starten Sie dann die Music Hub-App auf Ihrem Smartphone, stehen die entsprechenden Titel zur Wiedergabe als Online-Stream bereit. Auf Wunsch können Sie einzelne Titel auch direkt aus der Cloud herunterladen und im lokalen Speicher Ihres Smartphones ablegen. Aus der nüchternen Listenansicht heraus können Sie durch Antippen eines Titels zum eingebauten Music Player mit Cover-Ansicht wechseln, der das Durchforsten der Bibliothek per Wischbewegung erlaubt. Mit dem Glühbirnen-Symbol starten Sie die Suche nach ähnlichen Titeln. Die App ermöglicht auch die Weitergabe von Musik-Tipps über soziale Netze.

Über den „Katalog“ können Sie Ihre eigene Musiksammlung beliebig erweitern – sie haben die freie Wahl aus über 19 Millionen Titeln des Online-Musikanbieters mSpot – inklusive Albumgrafiken und Songtexten. Um den Dienst nach Ende der 7-tägigen Testphase zu nutzen, müssen Sie allerdings 9,99 Euro im Monat investieren. Diese Flatrate erlaubt Ihnen das Herunterladen beliebig vieler Songs und Alben. Die Cloud-Anbindung funktioniert im Katalog ähnlich komfortabel wie bei der eigenen Musik – gekaufte Songs werden zur Bibliothek hinzugefügt und lassen sich auf allen Geräten abspielen, auf denen die Music-Hub-App oder der Web-Client läuft. Zur Abrundung des musikalischen Komplettpakets hat Samsung seiner App auch noch einen Webradio-Client spendiert. Dieser kann es allerdings nicht mit vergleichbaren Radio-Apps von anderen Herstellern aufnehmen – lediglich ein Sender pro Genre ist definitiv zu wenig.

Fazit: Music Hub ist ein perfekt integrierter Musikservice von Samsung – besonders das Hochladen und Streamen der eigenen Bibliothek, die Riesenauswahl an Titeln im angeschlossenen Shop und der schicke Audio-Player können überzeugen. Negativ fallen dagegen die zunächst undurchsichtige Abopolitik und der schwache Webradio-Client auf. Darüber hinaus sind knapp 10 Euro Abogebühr im Monat zu viel.

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Hosentaschen-Kino: Video Hub
Unterwegs die neuesten Kino-Blockbuster oder angesagte TV-Sendungen gucken: Der Video Hub macht‘s möglich – in erstaunlich guter Bildqualität. Das visuelle Pendant zum Music Hub ist der Video Hub. Er ist auf dem Galaxy S3, Galaxy S3 Mini, Galaxy Note 2 und Galaxy Note 10.1 vorinstalliert. Damit können Sie aktuelle Neuveröffentlichungen, Filmklassiker oder TV-Serien auf Ihr Smartphone streamen lassen und sich damit auch unterwegs die Zeit vertreiben. Der Hauptbildschirm unter „Startseite“ präsentiert Ihnen Neuerscheinungen, Empfehlungen der Redaktion, Top-Angebote und Schnäppchen für 2,99 Euro.

Unterwegs die neuesten Filme ansehen.
Vergrößern Unterwegs die neuesten Filme ansehen.

Stichwort Schnäppchen: Diese finden sich innerhalb der uneinheitlichen Preisstruktur des Dienstes recht selten, während viele Angebote gegenüber der Konkurrenz zu teuer sind. So kommt eine 45-minütige Folge von „Two and a Half Man“ auf knapp zwei Euro, während für „How I met your Mother“ 2,50 Euro berappt werden müssen. Aktuelle Neuerscheinungen lassen sich meist für 13,99 Euro erwerben oder für rund drei bis fünf Euro ausleihen. Nach dem Kauf öffnet sich der eingebaute Videoplayer, der den Film oder die Serienfolge in beachtlicher Qualität abspielt – dem hochwertigen Display des S3 sei Dank. Besonders die in HD angebotenen Filme sind ein echter visueller Genuss. Per Fingertipp auf die Schaltfläche „Eigene Videos“ spielen Sie übrigens auch im Smartphone-Speicher abgelegte Videos im Player ab.

Fazit: Gelungene, einfach zu bedienende Online-Videothek – leider mit teilweise gesalzenen Preisen und einer uneinheitlichen Preisstruktur. Das Angebot ist gut sortiert.

Leseratten kommen voll auf Ihre Kosten.
Vergrößern Leseratten kommen voll auf Ihre Kosten.

Bücherwurm: Readers Hub
Die ideale App für Leseratten blendet ein virtuelles Bücherregal auf dem Smartphone- und Tablet-Display ein, das Zeitungen, Bücher und Magazine enthält. Der Readers Hub ist auf dem Galaxy Note 2, S3 und dem Note 10.1 bereits vorinstalliert. Die App kann auch für andere Samsung-Geräte über Samsung Apps geladen werden. Laut Samsung sollen tausende Bestseller verfügbar sein. Das Angebot zeigt sich ordentlich sortiert, kann aber mit dem Play Store oder Amazon nicht mithalten.

Fazit: Nette kleine App im Bücherregal-Design, die den Zugriff auf verschiedenste Publikationen erleichtert.

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