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Sabayon Linux - mit XBMC-Media-Center

16.12.2012 | 07:11 Uhr |

Sabayon Linux basiert auf Gentoo und hat mit Portage ein komplett anderes Paketmanagement-System. Das System spielt hier nicht die fertigen Pakete ein, sondern kompiliert diese nach einem Herunterladen. Das hat natürlich den Vorteil, dass die Software optimal auf den jeweiligen Rechner abgestimmt ist, was sich unter anderem auch auf die Geschwindigkeit auswirkt. Der Nachteil liegt auf der Hand - das Einspielen von Software dauert länger. Mit Rigo / Entropy bringt Sabayon Linux einen zweiten Paket-Manager mit sich, der bereits vorkompilierte Applikationen mit sich bringt. Als Anwender muss man sich für einen entscheiden. Die Entwickler raten streng davon ab, Portage und Rigo zu mischen.

Sehr interessant für den Desktop-Nutzer ist das integrierte Media-Center XBMC . Diese Software ist aber nicht bei allen Ausgaben enthalten. Bei der KDE-Version ist XBMC per Standard an Bord, bei der Xfce-Variante nicht. Damit lassen sich Videos, Photos und andere Multimedia-Dateien verwalten und abspielen.

Ansonsten ist die Prominenz der Open-Source-Szene vertreten oder in den Repositories enthalten. Die Distribution bringt ohnehin eine ganze Reihe an Software mit sich. Es finden Sich zum Beispiel je nach Variante LibreOffice, Chromium, Clementine, VLC und K3b an Bord, um nur einige zu nennen.

Sabayon ist eine sehr schöne Distribution. Das Betriebssystem fühlt sich schnell an und es ist alles vorhanden, was man braucht. Das System ist eindeutig für Heimanwender gemacht. Sabayon lebt aber etwas mehr am Puls der Zeit und ist eine so genannte Rolling Distribution. Theoretisch muss man nie mehr neu installieren, sondern nur noch aktualisieren. Dass es bei Rolling-Releases dann und wann krachen kann, ist bekannt.

Aktuell ist Version 10, die Sie von einem der Spiegel-Server herunterladen können. Sabayon 10 gibt es in den Geschmacksrichtungen GNOME, KDE, Xfce und MATE.

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