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SSD: Bootzeit drastisch reduzieren

17.06.2011 | 10:36 Uhr | Christian Löbering, Hermann Apfelböck, Thorsten Eggeling

Schnell, aber teuer: Eine Solid State Disk verkürzt die Windows-Startzeit
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Bei herkömmlichen Festplatten muss die Laufwerkssteuerung zunächst den gewünschten Datensektor suchen, den zuständigen Schreib-/Lesekopf dorthin bewegen und warten, bis der Kopf ruhig über der Spur läuft. Im Mittel dauert das, je nach Modell, zwischen 6 und 10 Millisekunden. Eine SSD (Solid State Disk) kann hingegen jede Speicherzelle direkt ansteuern und so unmittelbar auf Daten zugreifen. Damit benötigt sie durchschnittlich nur ein Hundertstel dieser Zeitspanne. Wie aber sieht es mit der Fullstroke-Zugriffszeit aus? Das ist die Zeitspanne, die die Schreib-/Leseköpfe bei herkömmlichen mechanischen Festplatten benötigen, um von den äußersten Datenspuren auf die innersten zu wechseln. Dieser Wert spielt bei SSDs natürlich keine Rolle mehr. Die mittlere Zugriffszeit von SSDs kann bis zu 140-mal kürzer sein als die Fullstroke-Zeit herkömmlicher Platten. Der direkte Zugriff auf Speichersektoren verhilft SSDs auch zu sehr hohen sequenziellen Transferraten. Diese liegen beispielsweise bei 2,5-Zoll-SSDs zwischen 101 und 252 MB/s. Damit sind sie bis zu dreimal schneller als vergleichbare ferromagnetische Laufwerke.

Schneller booten: Im Praxistest konnten wir mit einer SSD (Intel X25-E SSDSA2SH032G1C5, 32GB) die Startzeit von Vista um gut 28 Prozent reduzieren – von 32 auf 23 Sekunden. Beim Herunterfahren oder Ruhezustand konnten wir jedoch keine Verbesserung beobachten. Die Beschleunigung hat ihren Preis: Aktuell kostet die Intel-SSD etwa 395 Euro. Es ist aber zu erwarten, dass die SSD-Preise in den nächsten Monaten deutlich sinken.

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