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Russisches Roulette bei Android-Updates

08.11.2012 | 10:09 Uhr |

In puncto Updates entpuppt sich die große Gerätevielfalt bei Android-Tablets als Nachteil: Oft warten Käufer eines Tablets auf Android-Basis Wochen und Monate, bis eine verbesserte Android-Version vom jeweiligen Hersteller veröffentlicht wird. Grund hierfür: Bislang laufen Android-Updates über die Gerätehersteller und nicht wie bei Apple über ein zentrales Update-Procedere. Das liegt insbesondere an den gerätespezifischen Anpassungen, mit denen die Gerätehersteller Android versehen. Dadurch ist kein generelles Android-Update möglich.

Für den Nutzer gibt es keine Gewähr, dass ein entsprechendes Android-Update überhaupt angeboten wird. Häufig verzichten die Hersteller nämlich aus Kostengründen ganz auf ein Update. Schließlich ist mit Updates nichts zu verdienen, sodass die Hersteller größere Sprünge bei Android als Kaufanreiz für ein neues Tablet-Modell sehen. Vor allem bei nicht aktuellen Geräten und Noname-Tablets bleibt stets das Risiko, ohne offizielles Update auskommen zu müssen. Für Android als quelloffenes Mobilbetriebssystem gibt es zumindest für die populärsten Geräte meist inoffizielle System-Updates.

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Deutlich mehr Update-Sicherheit besteht bei Apple: Über den Einstellungsdialog lassen sich iOS-Updates automatisiert einspielen. Bei den unterstützten Funktionen stuft Apple ab: Alle im Rahmen einer Betriebssystemaktualisierung bereitgestellten Funktionen gibt es auf dem iPad der neuesten Generation. Auf iPad-Tablets der Vorgeneration muss man unter Umständen auf eine Reihe weniger relevanter iOS-Funktionen verzichten. Schlechter sieht es derzeit für das iPad der ersten Generation aus, das von der neuesten iOS-Version 6 nicht unterstützt wird.

Das sind die Hürden beim OS-Wechsel

Neu: Die aufpolierte Ebay- App mit Schnellauswahl-Funktionen und neuen Bedienknöpfen gibt es bislang nur für das iPad.
Vergrößern Neu: Die aufpolierte Ebay- App mit Schnellauswahl-Funktionen und neuen Bedienknöpfen gibt es bislang nur für das iPad.

Der Wechsel vom Apple-Kosmos hin zum Tablet-Kosmos von Android oder umgekehrt bedeutet nicht nur, sich von Bedienungsgewohnheiten und angeschafftem Zubehör zu verabschieden. Die auf der jeweiligen Tablet-Plattform installierte Software gilt es dabei ebenfalls zu berücksichtigen.

Alt: Die Ebay-App für An- droid kommt funktionsärmer und unübersichtlich daher.
Vergrößern Alt: Die Ebay-App für An- droid kommt funktionsärmer und unübersichtlich daher.

Das Android-Lager hat bei der App-Auswahl in den vergangenen Monaten mächtig zugelegt. Vor allem bekannte Apps wie etwa die von Facebook, Ebay, Dropbox, Skype und so weiter sind sowohl für iOS als auch für Android erhältlich. Trotzdem gibt es jede Menge Apps, die nur für eine der beiden maßgeblichen Tablet-Plattformen angeboten werden. Bei den kostenpflichtigen Apps gilt es zu berücksichtigen, dass es keine Cross-Plattform-Lizenzen gibt, durch die man etwa als Käufer einer iOS-App das Android-Pendant vergünstigt oder gar kostenlos beziehen könnte. Deshalb müssen alle Bezahl-Apps für das gewählte Betriebssystem im App-Market neu gekauft werden.

Eine weitere Tücke steckt im Funktionsumfang von Apps, der auf den jeweiligen Mobil-Betriebssystemen oft unterschiedlich ist. Mitunter fehlt ausgerechnet die Funktion, die man oft verwendet hat. Ein gutes Beispiel dafür ist etwa die Ebay-App, die sich auf dem iPad seit Mitte des Jahres in einer vollständig überarbeiteten Version präsentiert, unter Android jedoch noch nicht aktualisiert wurde.


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