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Rückfall-Risiko um 50 Prozent senken

12.06.2002 | 16:10 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

Laut Dr. Hans Kordy, dem Projektleiter der Internet-Gruppe, könne die neue Therapieform bereits erste Erfolge vorweisen: "Voraussichtlich können wir das mittelfristige Rückfallrisiko durch die Internet-Begleitung um 50 Prozent senken." Dies sei das Ergebnis bei den Patienten einer ersten Gesprächsgruppe im Vergleich zu 100 ausgewählten Patienten, die auf die übliche Weise ohne Chat behandelt wurden.

Viele der Projekt-Patienten hätten anfangs kaum Interneterfahrung gehabt, dennoch bedienen sich durchschnittlich 84 Prozent des neuen Kommunikationsmittels und machen beim wöchentlichen Online-Gespräch mit. Insgesamt soll diese Therapie zwölf bis 15 Abende dauern, immer ein Termin pro Woche.

Die Patienten gingen ebenso offen miteinander um wie in Face-to-Face-Gesprächsgruppen, berichtete Dr. med. Thomas Wangemann, der eine der Online-Gruppen therapeutisch begleitet. Und sie zeigten auch genauso viele Emotionen. Allerdings müssten die Patienten den Erfordernissen des neuen Mediums Rechnung tragen: "Man muss eben immer explizit schreiben, dass man gerade weint - daran gewöhnt man sich aber schnell", erzählte Projekt-Patientin Ute Lösch. "Ich habe viel Kraft aus der Online-Begleitung gezogen und wie die meisten anderen Chat-Teilnehmer sehr von der Alltagsunterstützung im Netz profitiert."

Die Website des Projekts finden Sie hier. Außerdem bekommem Sie hier bei der Techniker Krankenkasse Informationen.

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