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Router für WoL konfigurieren - DynDNS & Portweiterleitung

11.04.2012 | 10:45 Uhr |

Das Aufwecken per Wake-on-LAN ist übers Internet etwas komplizierter als übers lokale Netz. Denn zum einen leiten Internet-Provider keine Broadcast-Pakete weiter. Sie müssen also spezifizieren, an welche (IP-)Adresse der Aufwachbefehl gerichtet sein soll. Zum anderen hängt Ihr PC zuhause vermutlich entweder an einem DSL-Modem, das offline ist, wenn der PC ausgeschaltet ist. Oder er ist mit einem Router verbunden, der eingehende Daten blockiert, die er nicht selbst angefordert hat. Router für WoL konfigurieren: DynDNS-Dienst einrichten

DynDNS-Alternative No-IP.com
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Der Router ist zwar Teil des Problems, aber auch gleichzeitig die Lösung: Denn er ist immer eingeschaltet und lässt sich so einstellen, dass er auch permanent mit dem Internet verbunden ist. Einzige Einschränkung: Die meisten Provider nehmen nach 24 Stunden eine Zwangstrennung vor. Bei der automatischen Wiedereinwahl bekommt der Router eine andere IP-Adresse zugewiesen. Welche, das lässt sich von unterwegs aus normalerweise nicht herausfinden. Die meisten Router haben aber eine Funktion, die die neue IP-Adresse an einen dynamischen DNS-Dienst meldet, wenn Sie dort ein (kostenloses) Benutzerkonto angelegt haben. Dann ist Ihr Router dauerhaft über eine Subdomain wie IhrDomainname.Betreiber.com erreichbar. Der beliebte dynamische DNS-Dienst bietet keinen Gratis-Tarif mehr an. Daher empfehlen wir No-IP.com . Weitere Alternativen finden Sie im Beitrag " Feste Adresse fürs Heimnetz ".

Router für Wake-on-LAN konfigurieren: Portweiterleitung aktivieren

WoL-Portweiterleitung im Speedport W701 einrichten
Vergrößern WoL-Portweiterleitung im Speedport W701 einrichten

Nun müssen Sie nur noch Ihren Router dazu bringen, WoL-Pakete an den PC im internen Netz weiterzuleiten. Dazu richten Sie im Konfigurationsmenü eine Portweiterleitung einrichten. Beim Telekom Speedport W701 und ähnlichen Modellen klicken Sie dazu zum Beispiel auf „Netzwerk -> NAT & Portregeln -> Neue Regel definieren“. Wählen Sie auf der Liste „Gültig für PC“ den Rechner aus, den Sie übers Internet aufwecken wollen und stellen Sie das „Protokoll“ auf „UDP“. Ins Feld „Umgeleitete Ports - Öffentlich“ tragen Sie eine möglichst lange und kryptische Nummer ein, um die Wahrscheinlichkeit zu reduzieren, dass jemand Fremdes des PC startet. Ins Feld „Umgeleitete Ports - Private Client“ tragen Sie den Wert „9“ ein - das ist der Standard-Port für WoL. Vergessen Sie nicht, unter „Netzwerk -> Dynamisches DNS“ Ihre Benutzerdaten für den von Ihnen gewählten dynamischen DNS-Dienst einzutragen.

Nun können Sie mit einem WoL-Programm wie SoftPerfect Network Scanner für Windows oder Wake on Lan für Android übers Internet ein Magic Packet an Ihren Router senden, der es dann an den entsprechenden Rechner weiterleitet. Vergessen Sie nicht, in dem Tool den gleichen Port einzustellen, wie den, den Sie im vorherigen Schritt als öffentlichen Port im Router für diesen Zweck freigegeben haben. Konfigurieren Sie außerdem als Paket-Ziel Ihre dynamische DNS-Domain. Falls Ihr WoL-Tool keinen Domain-Namen, sondern nur eine IP-Adresse akzeptiert, gehen Sie auf DNSwatch.info , geben Sie in das Feld "Hostname or IP" den Domain-Namen ein und klicken Sie auf "Resolve". Auf der Ergebnisseite wird unter "Answer" die aktuelle IP-Adresse Ihres Routers angezeigt, die Sie in das "Aufweck-Tool" eintragen.

Falls Sie eine Fritzbox haben, können Sie sich das Einrichten der Portweiterleitung und die Installation eines WoL-Programms sparen. Warum? Das erfahren Sie auf der folgenden Seite.

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