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Die besten Router-Tipps für: Vodafone Homebox 6490

28.12.2015 | 11:07 Uhr |

Die Vodafone Homebox 6490 basiert wie auch 1&1-Router auf einem AVM-Modell. Mit folgenden Tipps optimieren Sie das Gerät.

Viele Provider erkaufen sich den günstigen (oder gar kostenlosen) Preis ihrer mitgelieferten Router durch möglichst geringe Ausstattung und dadurch auch Support. Das gilt besonders für das Thema Firmware-Updates: Hier liefern die meisten Provider nur, wenn es gar nicht mehr anders geht – beispielsweise, wenn sie ein kritisches Sicherheitsloch stopfen müssen. Regelmäßige Updates gibt es dagegen nur selten – und meistens viel später als vom Hersteller. Wie Sie abseits der aufgezwungen trotzdem Optimierungen vornehmen können, erklären wir Ihnen in unserem Artikel zum Router Vodafone Homebox 6490 .

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So kommen Sie in das Routermenü

Anlaufstelle für alle Tuning-Maßnahmen ist das Routermenü. Sie erreichen es über den Webbrowser, indem Sie eine bestimmte Webadresse oder eine IP-Adresse eingeben. Welche das ist, erfahren Sie im Folgenden.

Bei allen Providerroutern, die von AVM stammen, erreichen Sie das Einstellungsmenü mit der Adresse http://fritz.box . Die Standard-IP-Adresse der Router lautet http://192.168.178.1 . Standardmäßig ist kein Kennwort für das Routermenü gesetzt. Das können Sie beim ersten Zugriff gleich erledigen. Wenn Sie das Kennwort später setzen wollen, dann erledigen Sie das unter „System -> Fritz!Box-Benutzer -> Anmeldung im Heimnetz -> Anmeldung mit dem FRITZ!Box-Kennwort“. Tragen Sie in das Feld „Fritz!Box-Kennwort“ ein von Ihnen festgelegtes Kennwort ein. Viele Einstellungen sind nur in der Expertenansicht aktiv. Diese aktivieren Sie ganz unten im Menüfenster mit einem Klick auf „Ansicht“.

Sie gelangen nicht ins Router-Menü? So klappt der Zugriff!

Wichtige Infos für den Internetzugang: Bei vielen Providern bekommen Sie Benutzername und Kennwort für DSL heute nicht mehr zugeschickt. 1&1 und Vodafone geben stattdessen einen Startcode beziehungsweise einen Modem-Installationscode heraus, mit dessen Hilfe der Router komplett am Online-Zugang eingerichtet wird. Bei manchen Routern sind die Zugangsdaten aber trotzdem im Menü hinterlegt. Außerdem hält das Menü weitere wichtige Informationen bereit, etwa die externe IP-Adresse des Routers oder Daten zum Tempo und zur Qualität des DSL-Zugangs.

Beim Kabelanschluss bekommen Sie weder Benutzername noch Passwort. Der Provider erkennt den Router beim Anschließen über seine MAC-Adresse. Die aktuelle externe IP-Adresse des Routers sehen Sie in „Übersicht -> Verbindungen“.

Basiseinstellungen für das Heimnetz

Alle Geräte im Heimnetz sind über WLAN, LAN oder Powerline mit dem Router verbunden. Damit alle miteinander sprechen können, versorgt sie der Router über DHCP mit den korrekten internen IP-Adressen. Im Routermenü können Sie diese anpassen oder auch einstellen, dass ein bestimmtes Gerät immer dieselbe IP-Adresse bekommt.

Mit dem Router kontrollieren Sie darüber hinaus, wer wann wie lange aus dem Heimnetz auf das Internet zugreifen darf: Hierfür können Sie Filterregeln und Zeitschaltungen einrichten. Schließlich kann es zudem sinnvoll sein, von außen auf den Router oder das Heimnetz zuzugreifen – beispielsweise, wenn Sie zu Hause ein NAS betreiben, auf welchem wichtige Dokumente oder Fotos gespeichert sind, die Sie auch unterwegs benötigen.

Da der Vodafone-Kabelrouter ebenfalls von AVM stammt, lassen geht man hier ähnlich wie bei 1&1-Routern vor: Die Einstellungen für die DHCP-Funktion finden Sie unter „Heimnetz -> Netzwerk -> IP-Adressen, IPv4-Adressen“. Dort legen Sie ebenfalls fest, welche IP-Adressen der Router an Geräte im Heimnetz vergeben darf. Damit ein Heimnetzgerät immer dieselbe IP-Adresse bekommt, klicken Sie unter „Heimnetz -> Netzwerk“ auf dessen Bearbeiten-Symbol und wählen im Anschluss daran „Diesem Netzwerkgerät immer die gleiche IP-Adresse zuweisen“.

Den Internetzugang für die Heimnetzgeräte kontrollieren Sie unter „Internet -> Filter, Kindersicherung“. Dort hinterlegen Sie für jedes Gerät ein Zugangsprofil, das Sie im Reiter „Zugangsprofile“ einrichten. Und im Menü „Listen“ können Sie erlaubte oder verbotene Webseiten definieren. Diese verbinden Sie mit den Profilen, indem Sie beim gewünschten Profil auf das Bearbeiten-Symbol klicken und „Filter für Internetseiten“ markieren.

Da dere Router von AVM stammt, lassen sie sich aus dem Internet erreichen, indem Sie ein Konto beim DynDNS-Dienst My Fritz von AVM anlegen. Das erledigen Sie unter „Internet -> MyFRITZ!, MyFRITZ-Konto“.

Tipp: Mehr Power für ihr Heim-Netzwerk

WLAN: Sicherheit und Tempo für das Funknetz

Die meisten Heimnetzgeräte werden auch bei Ihnen per WLAN mit dem Router verbunden sein. Deshalb sollten Sie im Routermenü die WLAN-Einstellungen prüfen. Am wichtigsten sind dabei die Optionen für die Verschlüsselung: Setzen Sie unbedingt WPA2 mit dem Verschlüsselungsalgorithmus AES beziehungsweise CCMP ein. Falls ältere WLAN-Geräte im Heimnetz damit nicht zurechtkommen, wählen Sie als Alternative WPA2/WPA. Übrigens sollten Sie selbst bei ab Werk verschlüsselten Routern das WLAN-Passwort ändern.

Einige Router bieten weitergehende Analyse-Tools für das WLAN: Sie helfen Ihnen dabei, den besten WLAN-Kanal zu finden, damit die Übertragung möglichst störungsfrei abläuft. Um Besuchern ein WLAN anzubieten, ohne dass sie in das Heimnetz kommen, ist es möglich, ein Gäste-WLAN einzurichten.

Alle Router, die von AVM stammen, sind ab Werk mit WPA2 verschlüsselt. Der WLAN-Schlüssel steht unten auf dem Routergehäuse. Wollen Sie ihn nachträglich ändern, gehen Sie zu „WLAN -> Sicherheit, WLAN-Netzwerkschlüssel“.

Möchten Sie neue WLAN-Geräte mit dem Router verbinden, können Sie WPS (WiFi Protected Setup) nutzen, anstatt den Netzwerkschlüssel einzugeben. Das WLAN-Gerät muss dieses Verfahren unterstützen: Hat es das WLAN erkannt, müssen Sie am Router die WLAN-Taste so lange drücken, bis die WLAN-LED zu blinken beginnt. Daraufhin übermittelt der Router den Netzwerkschlüssel automatisch an das Gerät. Normalerweise ist WPS in den Routern von 1&1 ab Werk aktiv: Sie finden es im Menü unter „WLAN -> Sicherheit, WPS-Schnellverbindung“. Um ein WLAN für Gäste einzurichten, gehen Sie zu „WLAN -> Gastzugang, Gastzugang aktiv“. Danach können Sie einen Namen für das WLAN vergeben und gegebenenfalls ein Passwort für die Verschlüsselung festlegen. Bestätigen Sie die Eingaben nun mit „Übernehmen“. Liefert das WLAN nicht genügend Tempo, sollten Sie überprüfen, ob Funknetzwerke in der Umgebung stören. Die passenden Infos liefert die Grafik unter „WLAN -> Funkkanal, WLAN-Umgebung“. Hier sehen Sie, ob Ihr Router auf demselben oder einem angrenzenden Kanal wie ein anderes WLAN funkt.

Nützliche und versteckte Zusatzfunktionen

Auch die Providerrouter kommen mit nützlichen Zusatzfunktionen. Manche Einstellungen sind allerdings tief in den Menüs verborgen. Sinnvoll ist es zum Beispiel, Rufnummernsperren einzurichten, um ungewollte Anrufe abzuweisen. Darüber hinaus sollten Sie wissen, wie Sie den Router durch einen Reset wieder zum Laufen bringen, wenn gar nichts mehr geht.

So stellen Sie eine Rufnummernsperre ein: „Telefonie -> Rufsperren -> Neue Rufsperre“. Außerdem können Sie einen Zeitraum festlegen, in dem das Telefon nicht klingelt, damit Sie nicht gestört werden. Das erledigen Sie unter „Telefonie -> Telefoniegeräte“. Klicken Sie beim Telefon auf das Bearbeiten-Symbol und danach auf Klingelsperre.

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