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Rote Netzwerkkarte für Regierungspräsident

08.04.2002 | 13:12 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

Der anwesende stellvertretende Regierungspräsident der Bezirksregierung Düsseldorf Hans Jürgen Riesenbeck sah "rot": Als Mahnung wurde ihm von den Zensurgegnern die "rote Netzwerkkarte" überreicht.

Für eine Überraschung sorgte ein Demonstrant, als der Vertreter der Bezirksregierung eine Unterschriftenliste gegen die Filterpläne entgegennehmen wollte. Im Augenblick der Übergabe des beeindruckenden Papierstapel, der über 6500 Unterschriften enthält, löste sich plötzlich ein als Ordner verkleideter Demonstrant aus der Menge und nahm dem völlig verdutzten Regierungspräsidenten Jürgen Büssow den Karton mit den Unterschriften wieder aus der Hand.

"Herr Büssow - leider können wir nicht zulassen, dass sie sich mit diesen Demonstranten näher befassen", erklärte der Demonstrant und verschwand mit der Unterschriftenliste in der Menge. Als Ersatz reichten die Organisatoren Herrn Riesenbeck ein paar Ausgaben Micky-Maus-Hefte und Werbeprospekte. Dies sei, so die Organisatoren, das was überbleibt, wenn im Netz eine heile Welt vorgespielt wird. Büssow wollte die Mickey-Maus-Realität allerdings nicht entgegennehmen.

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