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Rooten, Custom ROM aufspielen & zurück zum Original-Android

14.05.2013 | 07:35 Uhr | David Wolski

Vollzugriff: Das Gerät rooten

Das Rooting ist unter Umständen ein wenig vertrackt: Erforderlich ist für jedes Gerät eine eigene Methode oder ein Tool, das bekannte Debug-Techniken oder sogar Sicherheitslücken nutzt, um sich Root-Zugang zu verschaffen. Leider ist es nicht so, dass es eine universelle Rooting-Methode für alle Smartphones und Tablets gibt. Ein guter Startpunkt bei der Suche nach einer Rooting-Lösung für das eigene Gerät ist das Forum der XDA Developers . Eine populäre Entwicklung aus diesem Forum ist das Programm Super One Click , das viele Android-Smartphones rooten kann und beständig weiter entwickelt wird. Das englisch  sprachi  ge Tool ist gratis, läuft unter allen Windows-Versionen und benötigt das .NET-Framework.

Verbindung herstellen: Um auf dem Android-Gerät mit einem der passenden Tools den Root-Zugriff freizuschalten, müssen die USB-Treiber des Herstellers installiert sein.
Vergrößern Verbindung herstellen: Um auf dem Android-Gerät mit einem der passenden Tools den Root-Zugriff freizuschalten, müssen die USB-Treiber des Herstellers installiert sein.

Beachten Sie, dass einige Virenscanner einen Fehlalarm zu diesem Tool ausgeben, da es unter anderem Code zum Ausnutzen von Sicherheitslücken auf Android-Geräten enthält. Zur Vorbereitung muss der Developer-Modus „USB-Debugging“ auf dem Gerät aktiv sein. Die Option dazu ist unter „Einstellungen ➞ Anwendungen ➞ Entwicklung“ zu finden. Auf dem PC muss auch der USB-Treiber für das benutzte Gerät installiert sein. Beim Anschluss des Geräts sollte die Meldung erscheinen, dass der Debugging-Modus nun aktiv ist. Super One Click ist ein relativ einfaches Tool: Sie wählen das passende Gerät anhand seiner Bezeichnung in der Liste aus und klicken auf „Root“.

ROM Manager: Custom ROM aufspielen

Nach dem Rooting folgt das eigentliche Installieren der Custom-Firmware. Das Gerät sollte komplett geladen sein. Am besten ist es, wenn das Smartphone oder Tablet mit dem Ladekabel verbunden ist. Denn fatal wäre, wenn der Strom ausfällt, während das Gerät ein neues Betriebssystem einspielt. Das Resultat wäre im schlimmsten Fall ein Stück unbrauchbare Elektronik. Mittlerweile ist es jedoch ziemlich einfach, eine Custom ROM zu installieren, denn der erwähnte ROM Manager vereinfacht den Flash-Vorgang erheblich. Der ROM Manager erkennt das verwendete Gerät und installiert den modifizierten Recovery-Modus, um vollen Zugriff auf das System zu haben. Außerdem führen Sie mit dem ROM Manager die enorm wichtige Sicherung des aktuellen ROMs durch, um das originale Android wiederherstellen zu können.

Root-Zugriff erzwingen: Das Windows-Programm Super One Click sammelt bekannte Wege, um zahlreiche Smartphones unterschiedlicher Hersteller über eine USB-Verbindung zu rooten.
Vergrößern Root-Zugriff erzwingen: Das Windows-Programm Super One Click sammelt bekannte Wege, um zahlreiche Smartphones unterschiedlicher Hersteller über eine USB-Verbindung zu rooten.

Custom ROMs liegen meistens als Zip-Archiv vor. Sie brauchen im ROM Manager nur die Zip-Datei auszuwählen, die App entpackt und installiert sie ohne weiteres Zutun. Vor einer Installation fragt der ROM Manager, ob Sie mit „Wipe“ das Gerät vollständig zurücksetzen möchten. Dies ist eine wichtige Voraussetzung, um ein Custom ROM sauber zu installieren. Das Aufspielen des neuen ROMs kann bis zu zehn Minuten dauern. Währenddessen dürfen Sie das Gerät nicht ausschalten, ein unvollständiger Flash-Vorgang macht das Gerät unbrauchbar.

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Zurück zum originalen Android

Wenn das installierte Custom ROM den Erwartungen nicht entspricht oder mit der Hardware eines Geräts nicht optimal zusammenarbeitet, gibt es ein Zurück. Zumindest, wenn Sie mit dem ROM Manager zuvor eine Sicherung angelegt haben. Denn damit ist es möglich, das vorige System wiederherzustellen. Im ROM Manager gehen Sie dazu in „Verwaltung und Wiederherstellung von Backups“ und wählen das gesicherte ROM aus. Danach ist noch eine Bestätigung erforderlich. Das Zurückspielen dauert auch einige Minuten. Anschließend startet das Gerät wieder das alte System, das aber weiterhin gerootet beziehungsweise entsperrt ist.

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