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"Rohstoff" der Zukunft: Wissen in der Cloud managen und sichern

16.06.2017 | 14:00 Uhr |

Bereits im Jahr 1996 veröffentlichte die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) einen Bericht, in dem sie die Eckpfeiler der wissensbasierten Wirtschaft skizzierte. Seitdem haben technologische Fortschritte und der kollaborative Informationskonsum die Art und Weise, wie die Wissensgesellschaft arbeitet, grundlegend verändert.

Wissen ist sprichwörtlich nicht nur Macht, Wissen ist eine eigenständige Produktivkraft. Das wirtschaftlich nutzbare Wissen ist zum wichtigsten „Rohstoff“ der Zukunft geworden. Doch es ist mehr als die Summe des Know-hows jedes einzelnen Mitarbeiters – das Potential von Wissen liegt vor allem darin, es zugänglich zu machen, zu verknüpfen und gemeinsam anzureichern.

Cloud- und Kollaborations-Tools steigern die Produktivität

Um Wissen richtig einsetzen zu können, braucht es passende Tools und Hilfsmittel, um eine schnelle und kosteneffiziente Speicherung, Strukturierung, Verarbeitung und Verbreitung einer wachsenden Datenmenge zu ermöglichen. Cloud- und Kollaborationstechnologien stellen eine immer wichtigere Quelle für Produktivitätszuwächse dar, um Wissen und Informationen von überall aus – standort- und abteilungsübergreifend – zugänglich zu machen.

Laut einer McKinsey Studie aus dem Jahr 2012 wird die Produktivität von Mitarbeitern um 20 bis 25 Prozent erhöht, wenn entsprechende Tools zum Wissenstransfer und zur Zusammenarbeit genutzt werden. Die Basis für den unternehmerischen Erfolg bilden motivierte Mitarbeiter und Führungspersönlichkeiten, die ihr Wissen und ihre Fähigkeiten für jeden zugänglich einbringen. Dabei sind Teamarbeit und der Austausch untereinander wichtig. Denn nur so werden neue Wege erschlossen und das vorhandene Wissenspotential bestmöglich ausgeschöpft.

Doch der Austausch muss effizient sein, sonst besteht die Gefahr, dass wertvolle Arbeitszeit mit eigentlich unnötigen Recherchen, der Suche nach den passenden internen Ansprechpartnern und hohem Mailverkehr verschwendet wird und Wissen – zum Beispiel aufgrund von Mitarbeiterfluktuationen – verloren geht. Laut der McKinsey-Studie verbringen interaktiv arbeitende Arbeitnehmer durchschnittlich 28 Prozent ihrer Arbeitswoche damit, E-Mails zu managen und weitere 20 Prozent damit, interne Informationen zu suchen oder Kollegen ausfindig zu machen, die bei bestimmten Themen helfen.

Einfache und nahtlose Zusammenarbeit in der Cloud

Genau hier kommt die Cloud ins Spiel: Das A und O zur Steigerung der Produktivität und zu einem effizienten Wissensmanagement ist es, Mitarbeitern den Zugang zu Wissen in Form von Daten und Informationen so einfach wie möglich zu machen. Wer Cloud-Services richtig nutzt, vermeidet, dass Informationen in Datensilos liegen, wo sie nutzlos sind. Denn Wissen entfaltet seine Innovationskraft erst dann, wenn es zur richtigen Zeit eingesetzt wird.

Daher ist eine intuitive, einfache Strukturierung der Daten in der Cloud wichtig: Welche Daten liegen wo? Wer hat Zugang zu welchen Informationen? Welche Daten sind nur für bestimmte Personen im Unternehmen einsehbar? Wie schnell sehen Mitarbeiter Anpassungen oder können sich sogar nahtlos dazu austauschen?

Auch die Verknüpfung ist ein wichtiges Thema, um Insellösungen zu vermeiden und einen Austausch im Unternehmen zu gewährleisten. Abteilungen wie beispielsweise das Marketing und der Vertrieb sollten die Möglichkeit haben, über die Aktivitäten der anderen Bescheid zu wissen, um mögliche Synergien nutzen zu können – eben ohne erst nach Ansprechpartnern zu suchen.

Sicherheit der Daten ist unabdingbar

Zu guter Letzt muss vorhandenes Wissen nachvollziehbar dokumentiert und optimal geschützt werden. Gerade in Deutschland ist das Thema Datensicherheit im Zusammenhang mit Cloud-Lösungen besonders sensibel. Im Land der Ingenieure und Innovationen hat der Schutz von Wissen einen besonders hohen Stellenwert. Zugleich ist es mit dem Fortschreiten der Digitalisierung unverzichtbar, Cloud-Services zu implementieren, denn die Digitalisierung zwingt Unternehmen, ein hohes Tempo zu fahren: Egal, ob es um die Kommunikation intern, extern mit dem Kunden oder die Entwicklung neuer Innovationen und Produkte geht. Wer nicht Schritt halten kann, wird schnell abgehängt.

Cloud-Anbieter haben daher die Aufgabe, das Thema Sicherheit offen zu adressieren und Lösungen parat zu haben. Ein zentraler Punkt ist es, den Unternehmen die Möglichkeit zu bieten, Daten lokal in ihrem Land zu speichern, um dadurch die nationalen Gesetzmäßigkeiten einzuhalten. Darüber hinaus schafft es Sicherheit und Vertrauen, die notwendigen Verschlüsselungstechnologien einzusetzen und europäische Richtlinien, beispielsweise die Einbindung der Binding Corporate Rules der EU , und Standards wie das Privacy-Shield-Abkommen zwischen den USA und der EU zu beachten.

Anbieter, die der Sicherheit einen hohen Stellenwert beimessen und das in ihren Services umsetzen, tragen dazu bei, dass Unternehmen nicht auf Kosten der Produktivität und Innovationskraft auf Cloud-Technologien verzichten.

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