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Rippen: Audiodaten auf die Festplatte bringen

22.05.2001 | 16:40 Uhr |

"Ripper" oder "Grabber" steuern das CD-Rom-Laufwerk Ihres PCs mit besonderen Befehlen an und wandeln den Audiostrom des Laufwerks in einen Datenstrom um. Auf Grund der Besonderheiten der Audio-CD (Fehlerkorrektur, Datenformat) ist es mit dem "Kopieren" der Audiofiles im Dateimanager nicht getan. Ein möglichst schnelles und fehlerfreies Auslesen der Musikstücke ist hier gefragt.

Das erledigen Ripper mit so klangvollen Namen wie "cdparanoia" und "cdda2wav". Beispielsweise können Sie in der Kommandozeile mit "cdparanoia -s 1-1 -w ~/wavs/song1.wav" das erste Stück einer CD einlesen und als "song1.wav" speichern. "cdparanoia" versucht beim Auslesen der CDs, je nach "Paranoia" des Benutzers, Lesefehler zu korrigieren und kommt daher selbst mit problematischen CDs zurecht.

Wenn Sie den Komfort einer grafischen Oberfläche bevorzugen, sollten Sie "Krabber" und "Grip" ausprobieren. Beide Programme benutzen "cdparanoia" zum Rippen und besitzen dabei gut ausgedachte grafische Oberflächen (wobei "Grip" etwas die Nase vorn hat). Auch einige besondere Details sind enthalten.

krabber

"Krabber" lässt sich sowohl zum Kopieren von Audio-CDs als auch zum MP3-Kodieren einsetzen. Beim Programmstart wird geprüft, ob alle notwendigen Komponenten vorhanden sind: Ripper, Encoder, Brennprogramm etc.. Dann können Sie in vier einfachen Schritten Stücke auswählen, ein Zielverzeichnis aussuchen, Songtitel eintragen und "Krabber" bei der Arbeit zusehen. Mit "Krabber" lassen sich auch bereits vorhandene Audiodateien - etwa die eigenen Musikschöpfungen - an den MP3-Encoder schicken. "Krabber" kann verschiedene Encoder einbinden.

grip

"Grip" liest ebenfalls CDs aus, schickt die Files an einen der installierten Encoder und kann, wie "Krabber", im Internet nach CD-Titeln suchen. Im Gegensatz zu den meisten Programmen, die auf dem Gimp-Toolkit (GTK) basieren, ist die Benutzeroberfläche hier sehr gekonnt konzipiert. Es gibt ein Hauptfenster mit Karteireitern. Von der CD-Wiedergabe bis zur Einstellung der Encoder-Parameter findet alles in diesem Hauptfenster auf verschiedenen Karteikarten statt. Eine Wohltat für GIMP-Entnervte. "Grip" kann (in Zusammenarbeit mit "DigitalDJ" vom selben Autor) auch gerippte und kodierte Titel in eine MySQL-Datenbank übertragen.

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