Channel Header
229890

Reichlich Verbesserungen unter der Haube

15.08.2008 | 07:42 Uhr |

Vielseitig: Windows Vista beherrscht einen Standby-Modus, der energiesparend und datensichernd zugleich ist.
Vergrößern Vielseitig: Windows Vista beherrscht einen Standby-Modus, der energiesparend und datensichernd zugleich ist.
© 2014

Vista beherrscht von Haus aus den energiesparenden S3-Standbymodus (Suspend to RAM). Dieser friert den Inhalt des Arbeitsspeichers ein, ohne ihn auf die Festplatte zu schreiben. Das Notebook erwacht so blitzschnell aus dem Standby. Windows XP kann auch nach der Installation des aktuellen Service Packs 3 mit S3 aus Kompatibilitätsgründen nichts anfangen. XP-User, die ihrem Notebook trotzdem Suspend to RAM beibringen wollen, müssen daher einen Wert in der Registry hinzufügen. Unter HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Services\USB muss ein DWORD mit dem Namen USBBIOSX und dem Wert „0“ erzeugt werden. Eine Vista-Funktion lernt XP aber auch mit allen Registry-Hacks der Welt nicht: Den Hybrid-Modus S3/S4.

Schlaflied: Klickt man auf den orange hinterlegten Button, fährt Windows Vista nicht vollständig herunter, sondern begibt sich in den hybriden Standby-Modus.
Vergrößern Schlaflied: Klickt man auf den orange hinterlegten Button, fährt Windows Vista nicht vollständig herunter, sondern begibt sich in den hybriden Standby-Modus.
© 2014

Vista speichert den Inhalt des Arbeitsspeichers zusätzlich noch auf die Festplatte (S4, Suspend to Disk), liest ihn von dort aber nur aus, wenn dem Notebook im Standby der Saft aus dem Akku ausgeht und so der Inhalt des Arbeitsspeichers verloren geht. Die Vorteile von S3 (schnelles Aufwachen) und S4 (Datensicherheit) werden so geschickt kombiniert. Um den Vista-Hybridmodus zu aktivieren, müssen Sie unter Systemsteuerung/Energieoptionen auf Energiesparplaneinstellungen ändern klicken und dann Erweiterte Einstellungen ändern anwählen. Im folgenden Fenster erweitern Sie unter Energie sparen die Option Hybriden Standbymodes zulassen und setzen die Akku- und Netzbetrieboption auf Ein .

Nachgeholfen: Erst ein neuer Registry-Eintrag bringt Windows XP den energiesparenden Standby-Modus Suspend to RAM bei.
Vergrößern Nachgeholfen: Erst ein neuer Registry-Eintrag bringt Windows XP den energiesparenden Standby-Modus Suspend to RAM bei.
© 2014

Ein Klick auf den orange hinterlegten Ein-/Ausschaltknopf im Vista-Startmenü schickt das Notebook ebenfalls in den hybriden Tiefschlaf. Nur ein Klick auf den Pfeil ganz rechts außen und dann auf Herunterfahren schaltet den Mobil-PC vollständig ab.

Ebenfalls Vista-eigen ist die Kontrolle über die Displayhelligkeit abhängig vom gewählten Energiesparplan. War dies unter XP nur mit Hilfe von Tools möglich, die manche Notebook-Hersteller ihren Geräten spendierten, herrscht Windows Vista ab Werk auch über die Strahlkraft des Flachbildschirms. Da das Display bis zu 40 Prozent des gesamten Energiebedarfs eines Notebooks ausmacht, ist durch ein Senken der Helligkeit eine deutliche Erhöhung der Akkulaufzeit möglich.

Außerdem schafft Vista einen großen XP-Nachteil aus der Welt: Unter Vista können auch Nicht-Administratoren die Energiesparpläne verändern. Unter XP ist ein Klimmzug nötig, damit herkömmliche User die Energieschemen anpassen können: Als Administrator müssen Sie mit Regedit den Schlüssel HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Controls Folder\PowerCfg suchen und per Rechtsklick auswählen. Im folgenden Kontextmenü klicken Sie Berechtigungen an und gewähren der Benutzergruppe Benutzer Vollzugriff. Nach einem Neustart haben auch normale Benutzer Kontrolle über die Energieeinstellungen.

PC-WELT Marktplatz

0 Kommentare zu diesem Artikel
229890