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Recovery-CDs und neue Hardware

BEHAUPTUNG: Neue Hardware - Nichts geht mehr

Das stimmt nicht. Ist das Betriebssystem mit Hilfe der Recovery-CD installiert, können Sie alle PC-Komponenten nach Herzenslust austauschen - Windows funktioniert weiter. Wir haben das überprüft: Bei allen unseren Test-PCs konnten wir sowohl die Grafikkarte als auch die Festplatte problemlos auswechseln. Außerdem war es möglich, Windows trotz solcher Änderungen neu zu installieren. Zusätzliche Komponenten ließen sich ebenfalls anstandslos integrieren.

Windows beschwerte sich auch nicht, als wir die Hauptplatine gegen die eines anderen Herstellers auswechselten und/oder ein unpassendes Bios-Update vornahmen. Der PC funktionierte. Erst als wir nach diesen beiden Aktionen Windows erneut installieren wollten, tauchten unüberwindbare Schwierigkeiten auf.

Denn: Die neue Hauptplatine im PC verfügte nicht über die passende Herstellerkennung - damit ließ sich die Recovery-CD nicht einsetzen. Daher gab das Setup-Programm eine Fehlermeldung mit dem Hinweis auf "inkompatible" Hardware aus und brach die Installation ab, bevor sie richtig begonnen hatte. Nur bei wenigen PCs mit Recovery-CDs findet sich eine Markierung auf Spur 0 der Festplatte, über die bei erneuten Installationen der PC erkannt wird. In diesen Fällen lässt sich auch mit einer neuen Hauptplatine anstandslos das Betriebssystem wieder installieren.

Daher unsere Empfehlungen: Heben Sie unbedingt Ihre alte Original-Hauptplatine auf. Sie wissen nie, ob Sie sie nicht noch einmal brauchen. Und wenn Sie ein Bios-Update vornehmen müssen, dann verwenden Sie ausschließlich das vom PC-Hersteller angebotene aktuelle Bios. Denn nur dieses besitzt die korrekte Herstellerkennung.

Steckt in Ihrem PC eine Hauptplatine, die nicht der PC-Hersteller selbst gefertigt, sondern von einem Platinenhersteller gekauft hat? Dann ist Ärger programmiert, wenn Sie ein Bios-Update des Platinenherstellers aufspielen. Darin ist nämlich die Kennung des Platinenherstellers vermerkt - und die Recovery-CD erkennt die Platine nun also etwa als ein Modell von Chaintech oder MSI statt von Compaq respektive Maxdata. Die Recovery-CD erwartet aber die Kennung des PC-Herstellers. Fatale Folge: Die Recovery-CD funktioniert nicht mehr.

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