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Rechentempo und 3D-Leistung

01.04.2011 | 12:00 Uhr |

Sparsamer Bildschirm-PC mit Notebook-Komponenten: Dell Inspiron 2310
Vergrößern Sparsamer Bildschirm-PC mit Notebook-Komponenten: Dell Inspiron 2310
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Bei der Rechenleistung dürfen Sie nicht nur auf den Preis schauen, sondern auch auf die eingebauten Komponenten wie Prozessor und Grafikkarte: Nicht immer sind nämlich teurere All-in-One-PCs auch schneller. Denn viele Bildschirm-PCs verwenden einen Notebook-Prozessor und/oder eine Notebook-Grafikkarte, um die Wärmeentwicklung im kompakten Gehäuse im Griff zu behalten.
Die Entscheidung für einen Bildschirm-PC mit Notebook-Komponenten zahlt sich auf jeden Fall auf der Stromrechnung aus: Mit Abstand am sparsamsten arbeiten All-in-One-PCs, bei denen sowohl Prozessor wie Grafikkarte aus der Notebook-Ecke kommen. Diese Geräte verbrauchen rund 20 Watt weniger als Bildschirm-PC mit Desktop-CPU und Mobil-Grafikkarte, wenn sie wenig zu tun haben. Unter Last arbeiten sie rund 40 Watt sparsamer. Der Abstand zu Bildschirm-PCs mit Desktop-CPU und -Grafikkarte liegt bei 40 beziehungsweise 60 Watt.
Im Betriebsgeräusch schlägt sich dieser deutliche Unterschied beim Verbrauch übrigens nicht immer nieder: Es gibt Bildschirm-PCs mit Desktop-Komponenten, die mit einer klugen Lüftersteuerung so leise oder sogar leiser arbeiten als solche mit Mobil-Komponenten.

Rechentempo

Bei der Rechenleistung liegen All-in-Ones-PCs mit einer Notebook-CPU im Durchschnitt rund 15 bis 25 Prozent hinter gleich teuren Bildschirm-PCs, die eine Desktop-CPU nutzen. Denn zum gleichen Preis bekommen Sie bei den Desktop-Modellen eine höhere Taktrate. Wie sehr sich dieser Tempo-Unterschied bemerkbar macht, kommt auf die Programme an, die Sie nutzen: Arbeiten Sie zum Beispiel häufig mit Software, die nur einen Prozessorkern auslastet, kommt es vor allem auf die Taktrate an. Eine höher getaktete Dual-Core-Notebook-CPU ist dann sinnvoller als ein Quad-Core-Prozessor mit geringerer Taktrate.
 
Spiele-Tempo: Notebook-Technik reicht nicht für aktuelle Spiele

Sehr viel deutlicher kommt der Unterschied zwischen Desktop- und Notebook-Technik zum Tragen, wenn es um Spiele geht. Die sehen am besten aus, wenn man sie in der maximalen Bildschirm-Auflösung spielt. Und diese liegt bei den meisten Bildschirm-PCs deutlich höher als bei einem Notebook. Deshalb sind nur All-in-One-PCs spieletauglich, in denen wenigstens eine Desktop-Grafikkarte aus der Mittelklasse steckt – etwa eine ATI Radeon HD5770 oder eine Radeon HD5570.
In All-in-One-PCs mit Notebook-Grafik arbeiten überdies meist Einsteiger-Modelle. Das grenzt den Spaß auf ältere oder grafisch wenig aufwändige Spiele ein, die man außerdem nicht in der maximalen Auflösung spielen kann. Bildschirm-PCs mit Notebook-Grafikkarte eignen sich daher höchstens für Gelegenheitszocker, die nicht vorhaben, bald auf aktuelle Spiele umzusteigen.

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