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Raubkopien im Netz

Verglichen mit Reichweiten von Kino- oder Fernsehfilmen, die selbst innerhalb von Deutschland ein Millionenpublikum erreichen, sind diese Nutzungszahlen mehr als mager. Die Anbieter hoffen auf bessere Übertragungstechnik durch Kabelmodems, Satelliten, Powerlines oder DSL, um mit ihren elektronischen Filmen mehr Kunden zu erreichen.

Cineasten eröffnet das Internet inzwischen nicht nur auf Vertriebsebene fast unbegrenzte Möglichkeiten: Mit erschwinglichen Digital-Handkameras gedreht, können Filme am heimischen Computer geschnitten und schließlich über das WWW vermarktet werden - auch das "Quantum Project" wird kostengünstig digital produziert.

Hollywood verfolgt diese Entwicklung recht nervös und beobachtet die so zahlreich entstandenen Web-Entertainment-Networks wie Always Independent Films , Broadcast.com oder ganz genau. Letztes Jahr verunsicherte die Studios zunächst der MP3-Schock der Kollegen aus der Musikindustrie. Dann stellten Filmpiraten Raubkopien von Millionen-Erfolgen wie "Star Wars" oder zuletzt "Toy Story 2" noch vor dem Kinostart zum Download ins Netz. Und schließlich wurde auch noch die mit kleinem Budget gedrehte Pseudo-Dokumentation "The Blair Witch Project" durch cleveres Web-Marketing zum Kinohit des Jahres.

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