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Verschiedene Geräte als Medien-Server nutzen

24.01.2013 | 09:33 Uhr | Christian Löbering,

Die Fritzbox als Medien-Server nutzen
Die Medien-Server-Software in den meisten Routern oder in den Netzwerkspeicher-Geräten (NAS, Network Attached Storage) beherrscht ebenfalls UpnP/DLNA. Haben Sie bei Ihrer Fritzbox der 32er, 72er Reihe oder neuer eine USB-Festplatte angesteckt und als Netzwerkspeicher konfiguriert, lassen sich die darauf gespeicherten Filme, Musik und Fotos auch auf Streaming-Geräte übertragen, um sie damit auf dem Fernseher und/oder der Hi-Fi-Anlage wiederzugeben. Möglich macht dies der in die neueren Fritzbox-Modelle integrierte Medien-Server. Ältere Modelle mit „Musikbox“-Funktion können nur Musikdateien übertragen.

Medien-Server einschalten: Normalerweise sollte die Medien-Server-Funktion aktiv sein, wenn Sie den Fritzbox-Netzwerkspeicher konfiguriert haben. Das sollten Sie auf der Konfigurationsoberfläche der Fritzbox kontrollieren. Dort klicken Sie auf „Inhalt“ und daraufhin im Bereich „Heimnetz, Speicher (NAS)“ auf „Aktivierungen“. Sehen Sie im dann erscheinenden Fenster nach, ob der Haken vor „Mediaserver aktiv“ gesetzt ist. Falls nicht, holen Sie das nach und klicken auf „Übernehmen“.

Filme und Musik abspielen: Bei anderen Geräten, die nach dem UpnP-AV-Standard arbeiten, läuft die Nutzung als MedienServer ähnlich ab: Zunächst müssen Sie die Geräte in Ihr Heimnetz einbinden, am besten per Kabel. Anschließend starten Sie diese und lassen sie im Netzwerk nach Medien-Servern suchen. Nachdem der Fritz-Server gefunden wurde, können sie die über ihn angebotenen Multimedia-Dateien dann wiedergeben, sofern sowohl Medien-Server als auch Abspielgeräte das jeweilige Dateiformat kennen.

Der Mediaplayer 3DFHDL von Fantec unterstützt die Wiedergabe von 3D-Inhalten aus Bluray-ISOs in voller HD-Auflösung.
Vergrößern Der Mediaplayer 3DFHDL von Fantec unterstützt die Wiedergabe von 3D-Inhalten aus Bluray-ISOs in voller HD-Auflösung.
© Fantec

NAS als Medien-Server verwenden
Aktuellere NAS-Geräte enthalten mindestens eine UpnP-AV-Server-Option. Unter anderem kann zum Beispiel auch die Fritzbox einen integrierten UpnP-AV-Server anbieten, sofern Sie eine Festplatte mit Multimedia-Dateien an den USB-Port anschließen. Sie aktivieren diese Funktion unter „Einstellungen, Erweiterte Einstellungen, Speicher (NAS), Einstellungen, Mediaserver aktivieren“. Klassische NAS-Speicher zeigen die Funktion „UPnP AV Server“ ebenfalls unter „Erweitert“ oder „Advanced“ an. Die Auswahl der Ordner, deren Medien der Server später ausliefern soll, lässt jedoch oft noch Komfort vermissen: Vielfach ist nur die Angabe eines Ordners möglich, und das kann den Benutzer zur Neuorganisation des NAS-Servers zwingen.

Netzwerkspeicher (NAS) als Datenspeicher verwenden

Dateiformate fürs Streaming am PC umwandeln
Lässt sich eine bestimmte Videodatei nicht am Fernseher oder Mediaplayer abspielen, müssen Sie sie zuerst in ein Format umwandeln, das das Abspielgerät versteht. Besonders flexibel funktioniert dies mit Tversity: Das Tool bringt Dateien, die ein Mediaplayer abruft, in Echtzeit in ein passendes Format. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass Tversity das Abspielgerät automatisch erkennt. Welche Modelle das sind, steht auf der Internetseite des Herstellers. Alternativ lassen sich Filme auch mit vielen Gratis-Umwandlern konvertieren – eine Auswahl an geeigneten Gratis-Tools enthält die Plus-DVD.

NAS-Speichergeräte wie die Diskstation DS212+ von Synology stellen Filme, Songs und Fotos an zentraler Stelle für die Wiedergabe im gesamten Netzwerk bereit.
Vergrößern NAS-Speichergeräte wie die Diskstation DS212+ von Synology stellen Filme, Songs und Fotos an zentraler Stelle für die Wiedergabe im gesamten Netzwerk bereit.

Dazu zählt unter anderem auch die Freeware Super 2012 (Simplified Universal Player Encoder & Renderer), welche die zum Umrechnen von Bild und Ton erforderlichen Codecs in den GNU-/GPL-Versionen gleich mitbringt. Super 2012 verfügt über Voreinstellungen für alle gängigen Zielformate. Von DVDs liest Ihnen das Tool auch die Tonspur aus. Sie können die Einstellungen ganz nach Ihren Bedürfnissen vornehmen. Die Auswahl für die Konvertierung der Dateien erfolgt bei Super 2012 bequem mit der Maus.

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