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Technik für Mediennutzung

24.01.2013 | 09:33 Uhr | Christian Löbering,

Technik für die gemeinsame Mediennutzung im Netz
Voraussetzung für eine gemeinsame Mediennutzung ist, dass die jeweiligen Geräte im gleichen Netzwerk eingebucht sind. Die Art der Verbindung – WLAN oder kabelgebundenes Ethernet – spielt dabei keine Rolle. Geregelt wird das durch UpnP-AV („Universal Plug-and-Play Audio Video“), das die Geräte auch unterstützen müssen. Diese Technik ist dafür zuständig, dass sich in einem Heimnetzwerk sämtliche Multimedia-Geräte finden und miteinander kommunizieren können. Ein UpnP-AV-fähiges Gerät sucht im Netzwerk nach Servern, die einen entsprechenden Dienst bereitstellen und listet die gefundenen Anbieter auf. Vorteil von UpnP-AV: Das Verfahren setzt keine Anmeldung beim Server voraus und hat keine Funktionen für Zugriffsrechte. Jedes Gerät kann also auf die angebotenen Ressourcen zugreifen.

Twonkybeam ist eine kostenlose DLNA-App für Android und iOS zum direkten Wiedergeben von Youtube-, Flickr- und Webinhalten auf einem Smart-TV oder Mediaplayer.
Vergrößern Twonkybeam ist eine kostenlose DLNA-App für Android und iOS zum direkten Wiedergeben von Youtube-, Flickr- und Webinhalten auf einem Smart-TV oder Mediaplayer.

DLNA: Damit die Wiedergabe von Medieninhalten über DLNA funktioniert, müssen Sie DLNA in allen beteiligten Geräten aktivieren und am Fernseher nach DLNA-Media-Servern suchen lassen. Daraufhin werden die verfügbaren Inhalte am Bildschirm angezeigt und das Abspielen kann beginnen.

Netzwerk-Tempo: Beim Streamen von hochauflösenden Videos kommt es insbesondere auf ausreichendes Tempo bei der Datenübertragung an. Andernfalls würden Aussetzer und Ruckeln die Video- und Audiowiedergabe beeinträchtigen. Auf der sicheren Seite sind Sie mit einer Kabelverbindung: Selbst in einem Kabelnetzwerk, das nach dem älteren Fast-Ethernet-Standard mit 100 MBit/s arbeitet, lassen sich hochaufgelöste Videos in 1080p-Qualität flüssig abspielen.

WLAN & Powerline: Bei WLAN- und Powerline ist es besonders wichtig, dass die Datenübertragung unter guten Bedingungen abläuft, da diese beiden Verfahren störanfälliger als Netzwerkkabel sind. Unter optimalen Bedingungen reichen die Tempovarianten 802.11n bei WLAN und Homeplug-AV bei Powerline allerdings aus, um HD-Videos wiederzugeben.

Die abspielbaren Inhalte der im Netzwerk gefundenen DLNA-Quellen lassen sich über das Bedienmenü des Mediaplayers auswählen.
Vergrößern Die abspielbaren Inhalte der im Netzwerk gefundenen DLNA-Quellen lassen sich über das Bedienmenü des Mediaplayers auswählen.

Der richtige Medien-Server für das Heimnetzwerk
Als Quelle für Filme, Bilder und Musik bietet sich ein Multimedia-Server an. Damit wird das Gerät im Netzwerk bezeichnet, auf dem Sie die Bilder, Lieder oder Filme gespeichert haben, die Sie an das Abspielgerät übertragen wollen. Der Server kann ein Rechner oder ein Notebook sein. Für den Dauereinsatz sind Desktop-PCs wegen ihres hohen Stromverbrauchs aber weniger geeignet. Sparsamer ist etwa ein Router mit USB-Anschluss wie die AVM Fritzbox oder ein NAS-Laufwerk.

Bilder, Musik und Videos im Heimnetz

Filme und Fotos via DLNA bereitstellen
Zum Bereitstellen von Filmen, Bildern und Musik in Windows benötigen Sie ein DLNA-Medien-Server-Tool, etwa das recht umfangreiche Tversity , VLC Media Player , Serviio oder PS3 Media Server . Dabei unterstützt Tversity neben dem Medienzugriff über UpnP und DLNA auch den Abruf von Medieninhalten über Webbrowser. Der große Pluspunkt des rund 15 Euro teuren Tools und des PS3 Media Servers: Die Programme wandeln exotische Videoformate in gebräuchliche um (Transkodierung), sodass sie auch auf Geräte gestreamt werden können, die ausgefallene Video-Codecs von Haus aus gar nicht unterstützen. Alternativ ist es ebenfalls möglich, das von manchem TV-Gerätehersteller angebotene Server-Tool für Windows zu verwenden, beispielsweise bei Samsung den PC Share Manager.

Mithilfe eines solchen Tools können Sie selbst große Video- und Musiksammlungen übersichtlich sortieren und schnell durchsuchen. Es ordnet die Dateien anhand der Dateiendung automatisch in die Kategorien „Video“, „Musik“ und „Foto“ ein. Darüber hinaus wertet es zusätzliche Infos in den Dateien aus, etwa die Interpreten der Musikstücke, sodass Sie Ihre Sammlung auch danach ordnen können. Die entsprechenden Daten stehen dann am Smart-TV oder in der Oberfläche des Mediaplayers zur Verfügung.

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