1651531

Ultrabooks und Tablet-PCs von innen

19.12.2012 | 09:39 Uhr |

Ein geöffnetes Ultrabook der Marke Dell.
Vergrößern Ein geöffnetes Ultrabook der Marke Dell.

Ultrabooks An Speicher oder Festplatte kommen Sie bei einem Ultrabook nicht so einfach heran wie bei einem Standard-Notebook. Statt nur eine Schraube für den RAM- oder Festplatten-Deckel zu lösen, müssen Sie fast immer die gesamte Unterseite des Notebooks abnehmen – wenn das überhaupt geht. Hersteller wie Apple erschweren das Öffnen zusätzlich, indem sie statt gängiger Kreuzschlitz- oder Torx-Schrauben proprietäre Schrauben nutzen – so etwa beim iPhone oder beim Macbook Air. Dafür benötigen Sie dann unbedingt Spezial-Werkzeug.

1. In allen Ultrabooks sitzt eine SSD. Sie ist meist wie eine WLAN-Karte als Steckmodul ausgeführt – zum Beispiel als PCI-Mini-Card – und dient dann ausschließlich als Puffer- und nicht als Datenspeicher.

2. Besitzt das Ultrabook nur eine Puffer-SSD, speichern Sie die Daten wie gewohnt auf einer Magnetscheiben-Festplatte.

3. Den Prozessor können Sie bei einem Ultrabook nicht austauschen: Er ist fest auf die Hauptplatine gelötet (BGA, Ball Grid Array) und sitzt nicht wie bei Standard-Notebooks in einem Sockel.

4. Häufig sind auch die Speicherchips des RAM gelötet. Bei vielen Ultrabooks sitzt aber wie im Bild wenigstens ein RAM-Riegel in einem Steckplatz und lässt sich daher problemlos austauschen und gegen einen mit höherer Kapazität austauschen.

5. Das WLAN-Modul ist eine Steckkarte im Half-Mini-Card-Format. Bei aktuellen Notebooks sitzen sowohl WLAN- wie Bluetooth-Chip auf dieser Karte. Auch Mobilfunk-Module fürs Notebooks bekommen Sie meist als Half-Mini-Card.

6. Der Akku nimmt in einem Ultrabook meist rund die Hälfte des Gehäuses ein. Die Hauptplatine muss dementsprechend nicht nur sehr klein sein, sondern auch dicht bepackt mit Komponenten. Für den Akku in einem Ultrabook kommt Lithium-Polymer-Technik zum Einsatz. Diese Batteriezellen sind teurer als herkömmliche Lithium-Ionen-Zellen: Sie bieten allerdings eine höhere Energiedichte und lassen sich formen. Der Hersteller kann das Akkupaket daher besser an die Platzverhältnisse im Notebook anpassen. Aufgrund dieser dieser Spezialformen gibt es aber kaum günstige Akkus von Drittanbietern für die Ultrabooks.

Interessant: Auch das iPhone lässt sich zerlegen

Die Innenansicht eines Tablet-PCs.
Vergrößern Die Innenansicht eines Tablet-PCs.

Tablet-PCs
Je kleiner das mobile Gerät, umso mehr Platz nimmt der Akku im Gehäuse ein. In einem aktuellen Tablet wie dem abgebildeten Google Nexus 7 nimmt der Stromspeicher rund zwei Drittel der Fläche ein. Die Hauptplatine mit den Komponenten windet sich beim Google-Tablet in einer L-Form um den Akku herum.

1. Im Gegensatz etwa zum iPad wird die Abdeckung des Nexus 7 nur von Befestigungs-Clips gehalten. Damit lässt sie sich ohne Spezial-Werkzeug vom Tablet lösen.

2. Der Akku speist die Hautplatine über ein Stromkabel. Er ist mit einem Wechselrahmen verklebt, lässt sich aber mit etwas Vorsicht lösen und ausbauen.

3. Die Lautsprecher-Leiste ist mit dem Gehäuse verschraubt.

4. Unter den Lautsprechern liegt eine Miniplatine, auf der der Kopfhörerausgang und die Micro-USB-Buchse sitzen.

5. Ein langes gelbes Flachbandkabel, das unter dem Akku verläuft, verbindet die Miniplatine mit der Hauptplatine.

6. Unter der Platine sitzt die Kamera, über ihm sehen Sie das Mikrofon.

In der heutigen Doppelklick-Folge erklärt PC-WELT-Redakteur Michael Schmelzle die Vorteile von SSDs (Speicherchip-Festplatten) und zeigt, wie Sie sie in PC oder Notebook einbauen. Durch die Sendung führt Moderatorin Alexandra Polzin.

PC-WELT Marktplatz

1651531