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RTF-Mails verschicken

Internationale E-Mail-Standards legen fest, dass es grundsätzlich zwei Formate gibt, in denen Mails verschickt werden können: Mit Mails im Nur-Text-Format kommt jedes Mailprogramm zurecht, weshalb Sie damit in jedem Fall auf Nummer sicher gehen. Das zweite Format enthalt HTML-Kodierungen und erlaubt damit wie in Webseiten die Gestaltung von Texten und das Einbinden weiterer Elemente. Auch solche Mails können noch von fast jeder Mailsoftware verarbeitet werden.

In manchen Mailprogrammen werden RTF-Mails zu einer "Winmail.dat" verwurstelt
Vergrößern In manchen Mailprogrammen werden RTF-Mails zu einer "Winmail.dat" verwurstelt
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Nur Microsoft bietet in Outlook ein drittes Format an: Das Rich Text Format. (RTF) erlaubt ebenfalls eine optische Gestaltung der Mail. Die Krux dabei: Wenn Benutzer anderer Mailprogramme eine RTF-Mail erhalten, sehen sie statt des Texts oder Anhangs oft nur eine seltsame Datei namens winmail.dat, die sich mit keinem Programm offnen lasst. Stellen Sie Outlook via Extras/Optionen/E-Mail-Format am besten so ein, dass es das reine Text-Format verwendet. Soll eine Mail ausnahmsweise bunt sein, greifen Sie zu HTML, aber niemals zu RTF.

Ungern gesehen: Mails, deren Text nur als Anhang mitgeschickt wird
Vergrößern Ungern gesehen: Mails, deren Text nur als Anhang mitgeschickt wird
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INHALT, SIEHE ANHANG
Eine Mail braucht nicht wie ein Papierbrief auszusehen, denn es kommt mehr auf den Inhalt und weniger auf die Gestaltung an. Es ist nicht nur unnötig, sondern sogar kontraproduktiv, die eigentliche Mitteilung nur als Word-Datei zu verschicken. Doch genau das passiert, wenn Sie in Word einen Brief tippen und ihn dann via Datei/Senden an/E-Mail-Empfänger übermitteln. Der Empfänger findet im Posteingang eine leere Mail mit einer Beilage im Word-Format. Word-Dateien können aber Makroviren enthalten, und der Adressat wird deswegen vor dem Offnen der Beilage zurückschrecken. Vielleicht ist er dazu nicht mal in der Lage, weil sein Mailprogramm das Offnen bestimmter Dateitypen (z.B. .doc.) unterbindet. Schreiben Sie den Text besser direkt in die Mail.

SCHERZCHEN OHNE ENDE
Per Mail erreichen Sie fast alle Ihre Bekannten ohne viel Aufwand. Und weil Mailbenutzer alle viel Humor haben (müssen), sind auch die kleinen, meist animierten Scherzdateien recht beliebt, die entweder als Power-Point-Präsentation, als ausführbares EXE-File oder als Flash-Filmchen verschickt und weitergeleitet werden. In den Dateien gibt's lustige Spruche oder kleine Zeichentrickfilme zu sehen. Doch nicht überall und nicht zu jeder Zeit kommen solche Scherzdateien gut an.

Unsere Tipps: Haben Ihre Bekannten eine geschäftliche und eine private Mailadresse, verwenden Sie am besten letztere, damit Sie niemanden von der Arbeit ablenken. Seien Sie sparsam mit dem Aussand der Scherzchen. Senden Sie solche Dateien (wenn überhaupt) nur an ausgewählte Benutzer, von denen Sie annehmen, dass diese das mögen. Sie wissen nicht, wie Ihre Bekannten darüber denken? E-Mail dient der Kommunikation: Fragen Sie im Zweifelsfall mal nach.

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