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RFID- und NFC-Blocker sinnvoll nutzen

10.07.2019 | 15:05 Uhr |

RFID-Chips sind überall dort verbaut, wo eine Datenübertragung auf kurzem Weg erfolgen soll - etwa beim Bezahlen mit einer EC-Karte an einer Kasse. Andere Geräte rundherum könnten die Daten jedoch mitlesen. Nutzen Sie daher einen RFID-Blocker.

RFID-Chips (Radio-Frequency Identification) sind bereits vielfach verbaut: Smartphones, Kredit- und EC-Karten, Ausweise, Schlüssel, Schlüsselkarten und viele andere Gegenstände sind mit diesen Chips ausgestattet. Sie ermöglichen die Datenübertragung über kurze Distanzen. Genutzt wird das zum Beispiel für das kontaktlose Bezahlen mit EC- und Kreditkarten.

Aber: RFID-Chips senden ihre Daten ohne irgendeine Sicherheitsabfrage an alle Geräte, die sich im Empfangsbereich befinden. Andere können Ihre Daten also mitlesen. Für Kriminelle, die diese Technik nutzen, um mit RFID-Lesern Daten von den Karten und Smartphones auszulesen, reicht es schon, beispielsweise neben einer Handtasche zu stehen, in der sich entsprechende Gegenstände befinden. Und einen RFID-Leser hat praktisch jeder - nämlich dann, wenn er ein Smartphone besitzt, das man mit kostenlosen Apps zum RFID-Lesegerät ausstatten kann. Es ist daher sinnvoll, dass Sie Ihre Daten mit einem RFID-Blocker schützen.

RFID-Funkchips gibt es in verschiedenen Bauarten. Hauptsächlich liegt der Unterschied in der Reichweite des Chips. Schlüsselkarten senden zum Beispiel mit 125 kHz und haben damit eine begrenzte Reichweite von etwa einem halben Meter. Geräte mit 868 MHz haben eine Reichweite von drei Metern. Hier wird auch zwischen passiven Transpondern und aktiven Transpondern unterschieden. Aktive Transponder haben eine eigene Stromquelle und senden das Signal weiter, passive Transponder senden das Signal ohne eigene Stromquelle nur eine kurze Strecke. Diese Strecke kann aber ausreichen, um Daten mit einem Smartphone oder einem Lesegerät auszulesen.

RFID-Chips werden häufig mit NFC (Near Field Communication)-Systemen genutzt, eine Übertragungstechnik, die auch für WLAN und Bluetooth eingesetzt wird. Ein einfacher RFID-Chip kann nur die Daten senden, die auf ihm gespeichert sind. NFC kann interagieren, also die Daten eines RFID-Chips nutzen, diese emulieren und versenden sowie andere Daten lesen. Auch wenn die Reichweite von RFID und NFC sehr kurz ist, gibt es Geräte, mit denen die Reichweite vergrößert werden kann. Das ermöglicht beispielsweise den Missbrauch von Keyless-Go-Systemen.

So können Sie zum Beispiel die Daten eines Keyless-Go-Autoschlüssels mit einer Smartwatch emulieren und Ihr Auto mit der Smartwatch entriegeln und starten. Autodiebe können diese Daten auch nutzen, wenn Sie nicht für genügend Schutz sorgen. Auch hier können RFID-Blocker den NFC-Datenverkehr wirksam abriegeln.

Lesegeräte für das Auslesen von RFID-Chips gibt es günstig zu kaufen. Ein Beispiel dafür ist der Cyberjack RFID-Kartenleser für knapp 30 Euro.

So sieht RFID-Schutz aus

Wenn Sie kein Geld ausgeben wollen, können Sie den RFID-Verkehr leicht selber blockieren. Sie brauchen dazu nur mehrere Schichten Alufolie, die Sie entweder in Ihre Brieftasche einlegen oder Ihre Karten damit umwickeln.

Ist Ihnen das zu umständlich oder zu unsicher, nehmen Sie fertige Hüllen, die Sie bei unterschiedlichen Anbietern im Internet oder über Amazon kaufen können. Hüllen, die die Signale blockieren, die über den RFID-Chip gesendet werden, kosten meist zwischen 10 und 20 Euro. Angeboten werden auch spezielle Brieftaschen. Der Schutz funktioniert jedoch immer nur, so lange Ihre Karten in den entsprechenden Hüllen und Brieftaschen stecken.

Die Daten des RFID-Chips sind nicht mehr geschützt, wenn Sie den Chip aus der Hülle oder der Brieftasche nehmen, etwa um kontaktlos zu bezahlen. In diesem Moment können alle Lesegeräte in Reichweite die Daten sehen. Und hier passieren die häufigsten Angriffe, weil sie relativ einfach durchgeführt werden können.

Es gibt also keinen vollständigen Schutz der Daten, die auf einem RFID-Chip gespeichert sind, nur weil Sie eine solche Hülle nutzen. Für den Schutz Ihrer Daten ist auch Ihre eigene Aufmerksamkeit gefordert.

Leider halten nicht alle Schutzhüllen was sie versprechen. Das heißt, Sie gehen davon aus, dass Ihr RFID-Chip geschützt ist, obwohl die Hülle die Funktion nur unzureichend oder gar nicht erfüllt. Selber testen können Sie das nur mit einem RFID-Chipleser - ein Test nach dem Kauf einer Schutzhülle lohnt sich.

Neben der Möglichkeit, den RFID-Datenverkehr mit Hüllen oder Alufolie zu schützen, gibt es auch spezielle Störchips, die den Datenverkehr blockieren. Allerdings sind diese eher unzuverlässig und es gibt keine nachweisbare Wirkung für günstige Chips in diesem Bereich.

RFID-Blocker kaufen

Bei Amazon gibt es Produkte, mit denen sich der RFID-Verkehr blockieren lässt. Für EC- und Kreditkarten gibt es verschiedene Hüllen, in die Sie die Karten einfach einschieben. Diese Hüllen können Sie dann im Geldbeutel aufbewahren. Sie benötigen in diesem Fall für jede Karte eine eigene Hülle. Beispiele dafür sind:

RFID-/NFC-Schutzhüllen für unterschiedliche Karten (12 Stück)

RFID-Schutzhülle Kreditkarten reißfest (14 Stück)

Wer seinen Keyless-Go-Autoschlüssel schützen will, findet ebenfalls viele passende Produkte. Einige bekannte Beispiele sind

Mini-RFID-Keyless-Go-Schutz Autoschlüssel 2 Sück

Portholic Keyless-Go-Schutz Autoschlüssel 2er Pack 

Parallel dazu gibt es Brieftaschen, die alle Karten und Geräte schützen, die sich darin befinden:

Keafols Brustbeutel mit RFID-Blockierung

Royalz Leder-Geldbörse für Damen

Vemingo Herren-Geldbörse mit Münzfach und Sichtfenster

 
 

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