1113197

Notebook aufmachen, Speicher einbauen, zuschrauben

13.09.2011 | 09:48 Uhr |

Schritt 3: Aufschrauben des Notebooks

Ist das BIOS auf dem aktuellsten Stand, kann die eigentliche Arbeit beginnen. Sobald das Gerät abgeschalten ist, werden alle Kabel sowie der Akku entfernt (wo möglich). Anschließend montiert man die jeweiligen Schrauben ab und entfernt die Abdeckungen. Es zahlt sich aus, knifflige Schritte per Digitalkamera zu dokumentieren, so kann man diese beim Zusammenbau nachvollziehen. Außerdem gilt: Keine Gewalt. Lässt sich eine Abdeckung partout nicht lösen, ist es wahrscheinlich, dass man eine Schraube übersehen hat.

Die RAM-Bank im Netbook.
Vergrößern Die RAM-Bank im Netbook.
© Moritz Jäger

Tipp: Ein doppelseitiges Klebeband ist die ideale Ablage für die kleinen Schrauben. Sie kleben fest und können nicht vom Tisch fallen oder in unzugängliche Spalten rollen.

Schritt 4: Einbauen des RAM-Riegels und zuschrauben des Notebooks

War die Öffnung des Gerätes erfolgreich, kann man sich an den eigentlichen Austausch der Speicherriegel machen machen. Wie bei Desktop-Systemen wird auch der RAM in mobilen Geräten normalerweise durch seitliche Klammern fixiert. Entfernt man diese, springt der Riegel in eine schräge Position und lässt sich leicht entfernen. Der neue Arbeitsspeicher wird ebenso schräg eingesetzt und mit leichtem Druck nach unten gepresst.

So oder so ähnlich sieht der Platz für Arbeitsspeicher in Notebooks aus.
Vergrößern So oder so ähnlich sieht der Platz für Arbeitsspeicher in Notebooks aus.
© Moritz Jäger

Hier kann eigentlich nicht viel schief gehen, solange man nicht mit roher Gewalt vorgeht. Gibt es Probleme, sollte man überprüfen, ob der Riegel richtig eingesetzt ist und sich nicht verkantet. Sitzt der neue Arbeitsspeicher an seinem Platz, wird das Gerät wieder zusammengebaut.

Schritt 5: BIOS optimieren und ausführlicher RAM-Test

Sind alle Schrauben wieder festgezogen, kann man das Gerät starten. Normalerweise sollte man während des Selbsttestes bereits sehen, ob der Arbeitsspeicher vom Gerät erkannt wird. Im BIOS kann man dem Update anschließend über die Einstellungen den letzten Schliff verpassen. Einige Netbooks verfügen beispielsweise über fest integrierten Speicher. Diesen kann man deaktivieren, um den neuen Riegel komplett ausnutzen zu können. Die entsprechende Option findet sich meist in den erweiterten Einstellungen.

In Netbooks sollte man den fest aufgelöteten RAM über das BIOS abschalten, damit der Rechner nur den neuen Riegel nutzt.
Vergrößern In Netbooks sollte man den fest aufgelöteten RAM über das BIOS abschalten, damit der Rechner nur den neuen Riegel nutzt.
© Moritz Jäger

Leider kann man Arbeitsspeicher von außen nicht ansehen, ob er einwandfrei funktioniert oder möglicherweise defekt ist. Diese Unsicherheit kann aber ein Memory-Test lösen. Windows bietet dazu die Windows-Speicherdiagnose, die seit Vista Teil des Microsoft-Betriebssystems ist.

Eine Alternative ist Memtest86+ . Das System lässt sich von CD oder DVD booten und prüft den Arbeitsspeicher auf Herz und Nieren. Das Tool ist eine Weiterentwicklung des ursprünglichen Memtest86, dieses liegt den meisten Linux-Distributionen bei. Der Speichertest kann allerdings einige Zeit in Anspruch nehmen, am besten lässt man ihn über Nacht arbeiten.

Zeigt memtest86 so viele Speicherfehler, dann ist entweder der RAM-Riegel oder der Speichercontroller defekt.
Vergrößern Zeigt memtest86 so viele Speicherfehler, dann ist entweder der RAM-Riegel oder der Speichercontroller defekt.
© Moritz Jäger

Fazit zu Speicheraufrüstung beim Notebook

Mit der richtigen Vorbereitung sollte das RAM-Upgrade auf den wenigsten Systemen Probleme machen. Normalerweise kann man den Arbeitsspeicher in weniger als einer halben Stunde austauschen. Vor allem eine gute Vorbereitung und eine ausführliche Recherche des eigenen Gerätes im Internet vereinfachen das Upgrade deutlich. Wer mögliche Probleme kennt, kann diese meist vermeiden und das Upgrade problemlos durchführen. Die Belohnung dafür: Betriebssystem und Programme arbeiten meist merklich schneller, die Zugriffe auf die Festplatte sinken.

PC-WELT Marktplatz

1113197