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Punkt Eins: Offenheit

03.05.2010 | 13:21 Uhr | Benjamin Schischka

"Adobes Flash-Produkte sind 100 prozentiges Eigentum. Sie sind ausschließlich durch Adobe erhältlich und Adobe hat die alleinige Kontrolle über zukünftige Verbesserungen, Preisgestaltung, etc. Nur weil Adobes Flash-Produkte weit verbreitet sind heißt das noch lange nicht, dass sie auch offen sind. Insbesondere deswegen nicht, weil sie vollends von Adobe vertrieben und kontrolliert werden. Deswegen ist auch Flash, schon beinahe per Definition, ein geschlossenes System.

Auch Apple besitzt viele proprietäre Produkte. Auch wenn das Betriebssystem des iPhones und iPods dazu zählt, glauben wir fest daran, dass alle Standards, die das Web betreffen, offen für alle sein sollten. Anstatt Flash zu nutzen, setzt Apple nunmehr auf HTML5, CSS und JavaScript - offene Standards eben. Alle mobilen Apple-Produkte sind mit diesen Standards kompatibel, denn sie sind leistungsfähig und verbrauchen nur wenig Strom. HTML 5, der neue Web-Standard, der von Apple, Google und vielen anderen angenommen wurde, lässt Web-Entwickler fortschrittliche Grafiken, Typographien und Animationen erstellen - ganz ohne auf Browser-Plugins von Drittanbietern, wie Flash, angewiesen zu sein. HTML5 ist ein vollkommen offenes System und wird von einem Normenausschuss kontrolliert, bei dem auch Apple zu den Mitgliedern gehört.

Apple entwickelt sogar offene Standards für das Web. Zum Beispiel haben wir mit einem kleinen OpenSource-Projekt namens WebKit begonnen, eine völlig offene Open-Source HTML5-Render-Engine, die auch das Herzstück unseres Safari-Browsers ist. WebKit erfreut sich großer Beliebtheit. Google nutzt es für seinen Android-Browser, Palm, Nokia und RIM (Blackberry) haben bereits Interesse bekundet und wollen es ebenfalls nutzen. Nahezu jeder Web-Browser auf einem Smartphone, das nicht von Microsoft ist, nutzt WebKit. Indem wir die Technologie offen gelegt haben, hat Apple einen neuen Browser-Standard erschaffen."

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