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Prozessor: Die Atom-Plattform von Intel ist Standard

Das Gros der aktuellen Netbooks setzt auf Intels Atom-Plattform. Der bereits länger verfügbare C7 von VIA spielt ebenso eine Nebenrolle wie der neuere Nano dieses taiwanischen Herstellers, ganz zu schweigen von den entsprechenden U-Varianten des Sempron von AMD.

Toshiba NB200-110: Mit extrem hoher Ausdauer im Akkutest und einer ordentlichen Tastatur punktet dieses Netbook von Toshiba
Vergrößern Toshiba NB200-110: Mit extrem hoher Ausdauer im Akkutest und einer ordentlichen Tastatur punktet dieses Netbook von Toshiba
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Das Standard-Netbook hat bislang einen Intel Atom N270, der mit maximal 1,6 GHz und einem FSB von 533 MHz arbeitet. Das Leistungsniveau entspricht weitgehend dem eines Pentium M aus vergangenen Centrino-Generationen, und genauso fühlt es sich auch an. Wer Windows XP auf einem gut fünf Jahre alten Notebook mit begrenztem Arbeitsspeicher und interner Grafik betreibt, kann sich ganz gut in die Netbook-Performance hineinversetzen. Dem Atom N270 steht in der Regel Intels 945GSE-Chipsatz zur Seite; dabei handelt es sich um Technologie aus früheren Intel-Notebook-Plattformen. In den 945GSE integriert ist die Grafik GMA950.

Intel Atom N280: Seit Beginn des Jahres 2009 sind auch Netbooks mit dem Atom N280 zu finden. Diese Intel-CPU arbeitet ein wenig flinker als der weit verbreitete N270, und zwar mit 1,66 statt 1,6 GHz und einem FSB von 667 statt 533 MHz. Der TDP-Wert (Thermal Design Power) ist der Wert für die Verlustleistung eines Prozessors, auf deren Grundlage die Kühlung ausgelegt wird. Laut Intel liegt er wie beim N270 unverändert bei 2,5 Watt.

Ursprünglich sollte dem N280 einmal der GN40-Chipsatz zur Seite stehen, der insbesondere bei der Wiedergabe von hoch aufgelösten Inhalten (HD – High-Definition) Vorteile bietet. Tatsächlich findet sich der Atom N280 in Endgeräten aber in der gleichen Umgebung wieder wie der N270, sprich: in Gesellschaft des 945GSE-Chipsatzes. Von einem wirklich spürbaren Leistungsvorteil kann man in der Praxis daher kaum sprechen. Dennoch gilt: Entscheiden Sie sich gegebenenfalls wegen der höheren Taktfrequenz für ein Netbook, das auf dem Atom N280 basiert.

Die Z-Version des Atom ist sparsamer, aber selten. Obwohl zeitgleich mit dem Atom N270 eingeführt, tauchen die Z-Versionen des Atom erst in jüngerer Vergangenheit vermehrt in Netbooks auf. Diese sind zwar nicht schneller, dafür aber sparsamer beim Stromverbrauch als N-Versionen des Atoms. Wer also lange unabhängig von der Steckdose sein will, sollte eine Atom-Z-CPU in Erwägung ziehen.

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