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Projektkiller Server- und Netz-Performance

28.12.2018 | 08:19 Uhr |

Virtualisierung bedingt durch die zusätzlich eingezogene Softwareschicht prinzipiell eine verringerte Performance bei Rechenleistung und Netzwerkdurchsatz. In gut konzipierten Infrastrukturen, bei denen auch die technischen Komponenten optimal aufeinander abgestimmt sind, macht sich dies nicht oder kaum bemerkbar. Gibt es aber nur in einer der vielen Komponenten einen Ausreißer, kann dies die Leistung der gesamten Umgebung so negativ beinträchtigen, dass ein Einsatz unter produktiven Bedingungen unmöglich wird. Probleme entstehen dabei vorrangig bei der Netzwerkanbindung sowie beim Speicher-I/O. Vor allem das Storage-System muss performance-optimiert sein für die virtualisierte Umgebung. Das Zugriffsmuster der virtualisierten Umgebung auf den Speicher ist dabei ein zentraler Faktor. Zumeist handelt es sich dabei um Random I/O. Für dieses ist nicht die Übertragungsbandbreite entscheidend, sondern die Anzahl möglicher Input/Output Operations (I/O) pro Sekunde.

Zudem sind nicht alle Workloads und Server für die Virtualisierung geeignet. Virtualisierungskandidaten sollten Projektverantwortliche neben der technischen Ablauffähigkeit vor allem unter Performance-Gesichtspunkten aussuchen. Ist ein physischer Server bereits bei mehr als 50 Prozent CPU-Auslastung und verlangt nach mehr als 6 oder 8 GB RAM, scheidet er als Kandidat vermutlich aus, denn die virtuelle Umgebung kann nie schneller sein als die darunter liegende Physik. Zudem kann das Ziel der Konsolidierung nicht erfüllt werden. Gleiches gilt für eine hohe I/O-Auslastung.

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