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Problem 3: Das Backup-Medium Tape wird für tot erklärt

26.07.2010 | 10:33 Uhr |

Zu den Best Practices eines Beratungs- oder Systemhauses gehört es, die Aussagen der Hersteller kritisch zu hinterfragen und sich vorrangig die individuelle Kundensituation anzusehen. Auch wenn es die Plattenhersteller gerne propagieren: Das Tape ist nicht tot! Als Ablagemedium in einer Backup-Strategie ist es wirtschaftlich sinnvoll und ermöglicht gegenüber der Plattensicherung eine komplementäre Risikostreuung.

Nur etwa ein Prozent der Kunden von Computacenter verzichtet derzeit völlig auf den Einsatz von Tapes. Pauschale Aussagen, dass Disks in jedem Fall schneller sind als Tapes, sind ebenfalls mit Vorsicht zu genießen. Wer regelmäßig umfangreiche Datenbanken sichern muss, ist mit Bändern oft schneller und wirtschaftlicher unterwegs.

Auf der anderen Seite gehören die Minidateien von File-Servern nicht direkt auf Tapes, da sie zu langsam angeliefert werden. So interessant die Datenreduktion von Backup-Daten durch Deduplizierung auch ist, für manche Sicherungsvarianten ergibt sie keinen Sinn. Nur bei ausreichend langen Aufbewahrungsfristen oder sehr redundanten Daten lohnt sich Deduplizierung. Ein Deduplizierungsansatz ist für die Datenbereiche eines Unternehmens einzeln zu bewerten. Die beste Lösung ist immer diejenige, die die Anforderung der jeweiligen Infrastruktur optimal erfüllt.

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