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Praxistest: HP Officejet Pro K5400dn

Farblaser oder Tintenstrahler – mit dem HP Officejet Pro K5400 fällt die Antwort nicht einfach. Laut Hersteller soll er günstiger drucken als vergleichbare Farblaser. Im Handel gibt es das auf den Business-Einsatz getrimmte Gerät für 142 Euro. Der Drucker hat ein schnelles Druckwerk und vier großvolumige Patronen. Das Kürzel dn steht für Duplexdruck und Netzwerkschnittstelle (duplex, network).

Getrennte Kartuschen: HP Officejet Pro K5400dn
Vergrößern Getrennte Kartuschen: HP Officejet Pro K5400dn
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Die Tintentanks sitzen nicht wie bei anderen HP-Druckern auf dem Druckkopf, sondern sind getrennt im Gerät untergebracht. Der Anwender muss zum Wechseln der Patronen einfach eine Frontklappe öffnen, um an die vier Tanks zu gelangen. Zwei Druckköpfe werden bei der Erstinstallation getrennt von den Patronen eingesetzt und gelten als Verschleißteil. Laut HP haben die Köpfe eine Lebensdauer von zirka 90.000 Seiten. Im Normalfall halten sie also ein Druckerleben lang.

Im Praxistest gab der K5400dn im Büro wortwörtlich ein gutes Bild ab, einfache Textdruckjobs werden zügig und in ansprechender Qualität abgearbeitet. Im Vergleich zum Farblaser arbeitet der K5400dn angenehm leise - Lüfter, die empfindliche Gemüter stören, gibt es nicht. Auch die erste Seite liegt in schnellen 26 Sekunden in der Ablage. Für 20 Seiten eines Schwarzweiß-Dokuments (Dr. Grauert-Brief) braucht das HP-Gerät gerade einmal 1 Minute und 43 Sekunden.

Ein typisches Tintenstrahler-Problem bleibt allerdings erkennbar: Je höher die Farbdeckung, desto länger die Druckzeit. Die Ausgabe einer 38-seitigen Präsentation dauert knapp acht Minuten. Zudem wellt sich das Papier aufgrund der flächig aufgebrachten Tinte. Die Grafikqualität auf 80 gr/m²-Office-Papier ist gut für den Hausgebrauch, Drucke aus einem Farblaser sehen aber auf Normalpapier deutlich kontraststärker und hochwertiger aus.

Fazit: HPs K5400dn ist für Textdokumente eine echte Alternative zu Farblasern. Sehr günstig in der Anschaffung, leise im Betrieb, sehr einfach in der Handhabung und günstig im Textdruck. Dieser Drucker eignet sich wie alle Tintenstrahler jedoch nicht für Präsentationen mit hohem Farbanteil oder Broschüren auf Normalpapier. Das dünne Office-Papier wellt sich, der Druck dauert im Vergleich zu einem Farblaser zu lange und die Druckkosten sind im Farbdruck zu hoch.

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