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PowerShell 5.0, Multipoint Services und Windows Defender

03.12.2014 | 09:56 Uhr |

Gänzlich neu sind die Multipoint Services. Hierbei handelt es sich um die früher in Windows Multipoint Server (WMS) enthaltene Technologie, die jetzt in Windows Server Technical Preview als installierbare Rolle enthalten ist. Auf den Remotedesktopdiensten basierend, eignet sich das WMS-Verfahren beispielsweise für Schulen und Bildungseinrichtungen, die ihren Schützlingen mit geringem Budget eine eigene Umgebung auf gemeinsam genutzten Computern bereitstellen möchten. Dadurch können auf einem Monitor, den sich zwei Schüler teilen, zwei Windows-Desktops nebeneinander angezeigt werden.

Schädlingsbekämpfung serienmäßig: Das zur Malware-Abwehr dienende Windows Defender gehört zur Serienausstattung von Windows Server Technical Preview.
Vergrößern Schädlingsbekämpfung serienmäßig: Das zur Malware-Abwehr dienende Windows Defender gehört zur Serienausstattung von Windows Server Technical Preview.
© Eric Tierling

Ebenfalls an Bord der Windows Server Technical Preview befindet sich Windows Defender zum Schutz vor Viren und anderen Schädlingen. Die Echtzeit-Überwachung führt diese Software allerdings im Hintergrund durch, während das grafische Verwaltungstool standardmäßig nicht installiert wird. Zur Einspielung neuerer Viren- und Spyware-Signaturen ist die GUI aber gar nicht erforderlich, da der Windows Update-Dienst derlei Aktualisierungen gleich mit erledigt. Auf den ersten Blick mag es überraschen, dass Microsofts seine Desktop-Software zur Schädlingsbekämpfung nun auch dem Serverbetriebssystem beilegt. Andererseits sorgt Microsoft auf diese Weise für einen gewissen Grundschutz, was in jedem Fall zu begrüßen ist. Und obwohl manche Firmen lieber zu einer anderen Server-basierten Malware-Schutzlösung greifen werden, kann Windows Defender gerade für kleinere Umgebungen sinnvoll sein, die für eine entsprechende Lösung eines Drittanbieters kein zusätzliches Geld ausgeben möchten.

Installations-Repositories: Windows PowerShell 5.0 erlaubt den Bezug von Software-Paketen aus internen und externen Repository-Quellen.
Vergrößern Installations-Repositories: Windows PowerShell 5.0 erlaubt den Bezug von Software-Paketen aus internen und externen Repository-Quellen.
© Eric Tierling

Des Weiteren ist PowerShell 5.0 Bestandteil von Windows Server Technical Preview. Zu den wichtigsten Merkmalen der neuen Version zählen neben kleineren Verbesserungen wie der Möglichkeit zum Umgang mit ZIP-Archiven vor allem OneGet. Mithilfe entsprechender Cmdlets erlaubt dieses Modul die automatisierte Installation von Software-Paketen aus Web-basierten Repositories. Als Beispiel für ein solches Repository wurde in früheren Beta-Versionen der PowerShell 5.0 Chocolatey genannt. In der bei Windows Server Technical Preview mitgelieferten PowerShell 5.0-Fassung hat Microsoft diese Quelle durch die zur PowerShell Resource Gallery ersetzt, die unter msconfiggallery.cloudapp.net erreichbar ist und die das Verfahren veranschaulichen soll. Wer aufgrund von Sicherheitsbedenken derlei öffentlichen Quellen generell meiden möchte, kann aber auch sein eigenes, unternehmensinternes Repository aufbauen.

Administratoren, die sich partout nicht mit der PowerShell-Umgebung und ihrer aufwendigen Syntax anfreunden möchten oder die sich immer wieder über kryptische PowerShell-Fehlermeldungen ärgern, die den Arbeitsfluss hemmen, werden sich möglicherweise über Verbesserungen an der herkömmlichen Befehlszeile freuen. Denn die Eingabeaufforderung von Windows Server Technical Preview hält nun sogenannte "experimentelle Konsolen-Features" bereit. Diese gestatten zum Beispiel das Markieren des gesamten Fensterinhalts mit <STRG>+<A> sowie das Übernehmen dieses Inhalts in die Zwischenablage durch simples Drücken von <Enter>. Selbst das Einfügen von Befehlen in der Eingabeaufforderung mittels der Tastenkombination mit <STRG>+<V> funktioniert, sofern diese experimentellen Konsolen-Features eingeschaltet sind, was standardmäßig der Fall ist.

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