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Erforschung von PostgreSQL

19.04.2012 | 11:39 Uhr |

Beginnen Sie damit, eine neue Datenbank zu erstellen. Es werden zunächst noch keine Daten darin enthalten sein. Wenn Sie die Datenbank erst mal erstellt haben, verbinden Sie diese mit dem psql-Kommando:

$ psql testdb psql (9.0.4) Type "help" for help. testdb=#

Hervorragend! Wir sitzen jetzt auf der Kommando-Eingabeaufforderung unserer neuen Datenbank. Das Doppelkreuz weist darauf hin, dass ein Superuser eingeloggt ist. (Eine geschweifte Klammer stünde für einen weniger privilegierten Nutzer). Sie würden \q (also testdb=# \q ) zum Verlassen verwenden. Mit dem Befehl man psql werden alle PostgreSQL-Kommandos angezeigt. Alle Kommandos die mit einem Backslash beginnen, sind interne psql -Kommandos.

Jetzt wollen wir alles aus unserer Datenbank auflisten.

Name

Owner

Encoding

Collation

Ctype

Acess privileges

postgres

postgres

UTF8

en_US.UTF-8

en_US.UTF-8

template0

postgres

UTF8

en_US.UTF-8

en_US.UTF-8

c/postgres + postgres=CTc/postgres

template1

postgres

UTF8

en_US.UTF-8

en_US.UTF-8

c/postgres + postgres=CTc/postgres

testdb

carla

UTF8

en_US.UTF-8

en_US.UTF-8

Ganz unten befindet sich unser testdb . Die Postgres-Datenbank enthält System-Daten. template0 und template1 sind Vorlagen für neue Datenbanken, und template1 ist die Standardeinstellung (Sie können jede Postgres-Datenbank als Vorlage verwenden). template0 kann nicht verändert werden, aber template1 können Sie anpassen. Wir wollen postgres von innen unter die Lupe nehmen.

$ psql postgres psql (9.0.4) Type "help" for help.

postgres=#

Wer sind die anderen Postgres DB-Nutzer?

postgres=# \du List of roles

Role name

Attributes

Member of

carla

Superuser, Create role, Create DB

{}

postgres

Superuser, Create role, Create DB

{}

Welchen Tablespace (Tabellenraum) haben wir?
postgres=# \db List of tablespaces

Name

Owner

Location

pg_default

postgres

pg_global

postgres

(2 rows) Was sind Tablespaces? Das ist der Name von PostgreSQL für die physikalischen Speicherorte Ihrer Datenbank-Objekte auf der Festplatte. Mit anderen Worten, das sind die einfachen alten Datenverzeichnisse in Ihrem Dateisystem. Somit können Sie Ihren Festplatten-Aufbau kontrollieren und Ihre Datenbank-Objekte dorthin speichern, wo Sie wollen. Sie können beispielsweise einen häufig verwendeten Index auf eine schnelle Festplatte legen oder Objekte auf eine andere Partition oder Festplatte verschieben, falls Ihnen der Platz ausgehen sollte. Postgres hat Abermillionen integrierter Objekte, wie Tabellen, Funktionen, Daten-Typen, Operatoren und Ansichten. Es unterstützt auch von Nutzern erstellte Objekte. Sie können diese Objekte in der postgres DB betrachten, wie dieses verkürzte Beispiel zeigt:

postgres=# \ddS Object descriptions

Schema

Name

Object

Description

pg_catalog

abbrev

function

abbreviated display of inet value

pg_catalog

abs

function

absolute value

pg_catalog

abstime

data type

absolute, limited-range date and time

pg_catalog

aclitem

data type

access control list

pg_catalog

bit_and

aggregate

bitwise-and bigint aggregate

Drücken Sie die Q-Taste, um die Objekt-Beschreibung zu verlassen. \dd bedeutet „zeige die Beschreibung von allen Objekten, die eine Beschreibung haben, an". Bei den Voreinstellungen werden die System-Objekte nicht angezeigt. Wenn Sie diese jedoch sehen wollen, fügen Sie noch ein S hinzu.

Postgres ist mehr als ein RDBMS. Es nennt sich selbst ein object-relational database management system oder ORDBMS. Es ist nicht das gleiche wie ein objekt-orientiertes Datenbank-Verwaltungssystem (OODBMS), aber eine Art Hybrid. Es ist eine traditionelle relationale Datenbank gekoppelt mit einem objekt-orientierten Datenbank-Modell. Es unterstützt Objekte, Klassen und Vererbung.

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