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Parted Magic, Windows 7 PE, Fedora Design Suite, Xbmcbuntu

30.05.2013 | 17:01 Uhr |

Parted Magic: Festplatten partitionieren und verwalten

Parted Magic ist eine Live-CD, die auf das Partitionieren von Festplatten spezialisiert ist. Hauptbestandteil ist dementsprechend das beliebteste Linux-Partitionierungs-Tool Gparted. Eine der Hauptfunktionen ist dabei sicherlich das Verändern von Partitionsgrößen ohne Datenverlust. Das lässt sich mit Windows-Bordmitteln nämlich nicht bewerkstelligen. Die Funktion benötigen Sie zum Beispiel, wenn Sie eine zweite Windows-Version parallel installieren möchten. Schließlich müssen Sie zuerst eine bestehende Partition verkleinern, um für das Zweit-Windows eine neue erstellen zu können. Auf die gleiche Art und Weise können Sie Platz für eine Benutzerdaten-Partition schaffen. Denn es hat sich durchaus bewährt, Betriebssystem und Benutzerdaten auf zwei verschiedenen Partitionen liegen zu haben. Dann können Sie – zum Beispiel mit den enthaltenen Image-Programmen (siehe unten) oder mit Redo Backup & Recovery – ein Abbild Ihrer Windows-Partition erstellen und im Notfall blitzschnell zurückspielen, ohne dafür erst persönliche Daten zusammensuchen und sichern zu müssen.

Partitionsgrößen ändern ohne Datenverlust: Das ist mit dem System Parted Magic und dem darin enthaltenen Tool Gparted möglich.
Vergrößern Partitionsgrößen ändern ohne Datenverlust: Das ist mit dem System Parted Magic und dem darin enthaltenen Tool Gparted möglich.

Und so funktioniert Gparted : Sofern Sie mehrere Festplatten angeschlossen haben, wählen Sie über das Ausklappmenü rechts oben diejenige aus, an der Sie Änderungen vornehmen möchten. In der Partitionsliste klicken Sie jetzt die Partition mit der rechten Maustaste an, an der Sie Änderungen vornehmen möchten. Um deren Speicherplatz zu verringern, wählen Sie zum Beispiel „Größe ändern/Verschieben“. Verkleinern Sie nun mit der Maus den oberen Balken, bis unten die gewünschten Werte für die Partitionsgröße stehen – oder geben Sie sie direkt ein. Dadurch entsteht ein freier Bereich mit der Bezeichnung „nicht zugeteilt“. Klicken Sie ihn mit der rechten Maustaste an und wählen Sie „Neu“. Legen Sie fest, ob Sie den gesamten freien Platz für eine neue Partition verwenden möchten oder nur einen Teil davon – etwa um anschließend eine weitere zu erstellen. Entscheiden Sie sich dann für ein Dateisystem. Windows kann mit FAT32 und (vorzugsweise) NTFS umgehen. Nun klicken Sie auf „Hinzufügen“. Alle Änderungen, die Sie innerhalb von Gparted vornehmen, werden erst einmal nur virtuell in einer Art Vorschau ausgeführt. Sie können versehentlich getätigte Optionen daher über „Bearbeiten ➞ Letzte Operation rückgängig machen“ beziehungsweise „Bearbeiten ➞ Alle Operationen löschen“ verwerfen. Erst wenn Sie in der Symbolleiste auf „Anwenden“ klicken, führt Gparted die Änderungen durch. Unterbrechen sollten Sie Gparted dabei keinesfalls, sonst droht Datenverlust. Insbesondere das Verändern von Partitionsgrößen kann sehr lange dauern, durchaus auch mal mehr als eine Stunde. Dies sollten Sie bedenken, bevor Sie auf „Anwenden“ klicken.

So partitionieren Sie Ihre Festplatte richtig

Die Live-CD bietet neben Gparted einige weitere Tools zur Festplattenverwaltung. So zum Beispiel die Imaging-Programme „Ghost 4 Linux“ und „Clonezilla“, die sich jedoch nicht für Einsteiger eignen. Außerdem ist das Datenwiederherstellungsprogramm „Photorec“ enthalten, das allerdings ohne grafische Bedienerführung daherkommt. Das Tool „Erase Disk“ eignet sich hingegen, um Festplatten sicher zu löschen. Und der „System Profiler“ zeigt Ihnen detailliert an, welche Hardware im PC-Gehäuse steckt.

Hinweis: Um Parted Magic mit deutschsprachiger Bedienerführung und Tastenbelegung zu starten, wählen Sie im Parted-Magic-Bootmenü den Punkt „Language ➞ German“.

Windows 7 PE: Live-System auf Windows-7-Basis

Windows 7 als Live­-System auf einem USB­Stick: Damit nutzen Sie an jedem PC Ihre Lieblings­Tools, ohne dabei irgendwelche Spu­ren zu hinterlassen.
Vergrößern Windows 7 als Live­-System auf einem USB­Stick: Damit nutzen Sie an jedem PC Ihre Lieblings­Tools, ohne dabei irgendwelche Spu­ren zu hinterlassen.

Live-DVDs mit Windows als Betriebssystem erhalten Sie aus Lizenzgründen auf legalem Weg nicht kostenlos aus dem Web. Sie können sie sich aber selber erstellen. Und zwar mit einer Reihe vorinstallierter Windows-Tools. Wie das funktioniert, haben wir in unserem Artikel PC-WELT Multi-PE - Das neue Mini-Windows beschrieben. Das Tool PC-WELT Multi-PE , das die Erstellung des Windows-Live-Systems weitgehend automatisiert, finden Sie in unserem Downloadbereich. Es handelt sich dabei um ein experimentelles Tool. Beachten Sie daher unbedingt den Kasten „Winbuilder: Probleme und Lösungen“ im genannten Artikel.

Wenn Sie Windows 7 PE zusammen mit anderen (Linux-)Systemen auf einen Stick packen wollen, gehen Sie anhand der Anleitung in dem genannten Artikel so vor, als wollten Sie eine Live-DVD erstellen und nicht einen bootfähigen Stick. Sie erhalten dadurch eine Abbild-Datei mit der Endung ISO. Starten Sie dann Yumi, wählen Sie aus der Betriebssystemliste ziemlich weit unten „Windows Vista/7/8 Installer“, und öffnen Sie über „Browse“ die ISO-Datei.

Fedora Design Suite: Foto-, grafik- und Video-tools

Bei der Fedora Design Suite handelt es sich um eine Linux-Distribution, die sich an kreative Köpfe richtet. Im Lieferumfang sind zahlreiche Programme aus dem audiovisuellen Bereich enthalten. So zum Beispiel die Photoshop-Alternative Gimp, der Vektorgrafik-Editor Inkscape (vergleichbar mit Illustrator), das einfache Zeichenprogramm Mypaint, die umfassende 3D-Grafik-Software Blender, der Diagramm-Editor Dia, der RAW-Bildkonverter Rawtherapee und die Bildverwaltung Shotwell. Was den Videobereich angeht, so ist die Schnitt-Software Pitivi, die Grafikprofi-Software für Filme, Cinepaint, sowie die 2D-Animations-Software Synfig Studio enthalten. Das Thema DTP deckt die Fedora Design Suite mit dem Layout-Programm Scribus ab. An Zubehör bietet die Live-DVD unter anderem eine Textverarbeitung, einen Editor, eine Bildschirmaufzeichnungs-Software, einen PDF-Betrachter, eine Tabellenkalkulation, einen virtuellen Notizblock (Xournal), ein Chatprogramm (Empathy), einen Dateimanager und als Internetbrowser Firefox.

45 praktische Multimedia-Tools

Hinweis: In Yumi wählen Sie als System „Fedora 16 GNOME 32-bit“ und tippen in den Datei-Auswahl-Dialog *.*, gefolgt von der Eingabetaste. Nun wählen Sie die Datei „Fedora-17-i686-Live-Design-suite.iso“ aus. Nach dem Booten der Live-DVD klicken Sie links oben auf „Activities ➞ Applications“. Nun sehen Sie eine Übersicht aller vorinstallierten Anwendungen.

Xbmcbuntu: Schickes Media­center, über das Sie Videos, Fotos und Musik auf jedem PC wiedergeben.
Vergrößern Xbmcbuntu: Schickes Media­center, über das Sie Videos, Fotos und Musik auf jedem PC wiedergeben.

Xbmcbuntu: Schickes Mediacenter-System

Mit dem Live-System Xbmcbuntu verwandeln Sie jeden PC vorübergehend und ohne Rückstände zu hinterlassen in ein schickes und einfach zu bedienendes Mediacenter. Wenn Sie zuvor Videos, Fotos oder Audiodateien auf Ihren Multiboot-Stick oder einen anderen USB-Datenträger kopiert haben, können Sie diese damit wiedergeben, ohne dass Sie von den Abspielmöglichkeiten des auf dem Computer vorhandenen Betriebssystems abhängig sind.

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