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Plattendefragmentierung

22.07.2010 | 15:09 Uhr |

Bei einer Fragmentierung von mehr als 10 Prozent sollten Sie immer eine gründliche (vollständige) Defragmentierung ausführen.
Vergrößern Bei einer Fragmentierung von mehr als 10 Prozent sollten Sie immer eine gründliche (vollständige) Defragmentierung ausführen.
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Sind fragmentierte Dateien – also solche, die in verstreuten Teilstücken auf der Platte gespeichert sind – bei heutigen PCs noch eine spürbare Leistungsbremse? Um diese Frage zu klären, hat PC-WELT einen Extremtest zusammengestellt: Eine Reihe von Programmen durften sich erst auf einer unfragmentierten Plattenpartition austoben. Anschließend mussten sie dieselben Aktionen auf einer Partition mit künstlicher Fragmentierung durchlaufen. Danach kamen die Defragmentierprogramme ins Spiel: Was leistet die Windows-eigene Defragmentierung? Ist Tune Up Drive Defrag besser?
Die Werte in der Tabelle unten zeigen, dass eine fragmentierte Platte den PC tatsächlich ernsthaft bremsen kann. Bei ihr dauerte es 57 Sekunden, die Programme einfach zu kopieren. Auf einer unfragmentierten Platte waren es nur 50 Sekunden. Noch klarer war der Unterschied im zweiten Test: Statt in 121 Sekunden waren die Programme in 81 Sekunden geladen. Nach dem Defragmentieren lag das Windows-eigene Programm knapp vor Tune Up Drive Defrag: 97 zu 100 Sekunden.

Was bringt das Defragmentieren der Festplatte

Testumgebung

Zeit für Kopiervorgang

Zeit für Programmstarts

Unfragmentierte Festplatte

50 Sekunden

81 Sekunden

Fragmentierte Festplatte

57 Sekunden

121 Sekunden

Nach Windows-7-Defrag

50 Sekunden

97 Sekunden

Nach Tune-Up-Defrag

50 Sekunden

100 Sekunden


Die Defragmentierfunktion des Tune-Up-Pakets sollte für Nutzer von Windows Vista und 7 also kein Kaufargument sein. Anders sieht es bei Windows XP aus: Da das Betriebssystem kein taugliches Defragmentierprogramm besitzt, lohnt sich hier eine zusätzliche Software.
Noch eine Anmerkung zum Test: Das Tune-Up-Programm erledigte seinen Job zwar nicht besser als das Windows-Defrag, aber bis zu dreimal so schnell.

Unter der Lupe: Registrierung reinigen
Die Registrierdatenbank („Registry“) von Windows ist auf Ordnerebene sauber strukturiert, auf Datenebene aber eine chaotische Halde. Jedes Programm darf in die Datenbank schreiben, was es für nötig hält. Die nebenstehende Tabelle zeigt das Ergebnis eines Extremtests, bei dem Windows und Programme einmal mit einer schlanken und einmal mit einer durch 120 MB Datenmüll aufgepumpten Registrierdatenbank gestartet wurden. Die Zeiten unterscheiden sich nur geringfügig: Von den gemessenen fünf bis zehn Prozent Leistungseinbuße würden Sie im Betriebsalltag kaum etwas merken.

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