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Phishing-Mails erkennen - Tipps zur Schadenbegrenzung

12.02.2020 | 15:09 Uhr | Oliver Kunzmann

Sie haben sicher auch schon E-Mails erhalten, deren Absender oder Inhalt Ihnen spanisch vorkam. Was tun, wenn Sie die E-Mail bereits geöffnet oder sogar schon beantwortet haben? Die folgenden Tipps erleichtern Ihnen den Umgang mit Phishing-Mails.

Betrügerische E-Mails können sehr überzeugend sein – sie enthalten die offiziellen Markenlogos, die offizielle Sprache und meist auch eine glaubwürdige Mail-Adresse. Spätestens, wenn Sie aufgefordert werden, persönliche Informationen preiszugeben, sollten Alarmglocken schrillen und Sie sollten sich die Mail genauer ansehen.

Daran erkennen Sie eine Phishing-Mail

Die folgenden Merkmale weisen auf eine sogenannte Phishing-Mail hin:

  • Der Absendername ist nicht informativ genug und die E-Mail-Adresse lang oder verschachtelt.

  • Die Betreffzeile der E-Mail kommt Ihnen seltsam vor.

  • Der Inhalt der E-Mail fordert sofortige Maßnahmen jeglicher Art.

  • Es ist die Rede von Rabatten oder Gewinnen.

  • Sie werden aufgefordert, persönliche Daten oder Anmeldeinformationen preiszugeben – ohne ersichtlichen Grund.

  • Sie sollen auf einen Link zu klicken, ohne zu wissen, wohin der Link führt.

Häufig nennen Betrüger in E-Mails Angebote, die zu gut sind, um wahr zu sein. Sie versuchen, Nutzer dazu zu bringen, direkt auf Links zu klicken, die sie angeblich zu ihrem Gewinn führen.

Was tun mit einer Phishing-Mail?

Wenn Sie denken, dass Sie eine Phishing-Mail erhalten haben, gehen Sie wie folgt vor:

  • Öffnen Sie keine Anhänge, denn diese könnten schädliche Malware installieren.

  • Klicken Sie auf keine Links - insbesondere dann nicht, wenn Sie in der E-Mail dazu aufgefordert werden, eine Ihnen unbekannte Webseite aufzurufen. Geben Sie, wenn möglich, URLs immer direkt im Browser ein.

  • Antworten Sie nicht auf verdächtige E-Mails und geben Sie keine Telefonnummer oder andere persönliche Kontaktinformationen preis.

  • Schauen Sie sich die E-Mail-Adresse des Absenders und die in der Mail enthaltene Webadresse genauer an, um Ungereimtheiten hinsichtlich der Firmierung des Unternehmens oder des Absenders zu erkennen.

  • Wenn Sie Ihr berufliches E-Mail-Konto verwenden, wenden Sie sich direkt an das IT-Team.

  • Wenn Sie das Unternehmen direkt kontaktieren möchten, verwenden Sie die Kontaktdaten auf der offiziellen Webseite des Unternehmens und nicht die in einer Mail enthaltenen Informationen.

  • Nutzen Sie eine Zwei-Faktor-Authentifizierung in Ihrem E-Mail-Programm und überlegen Sie sich, ob Sie Ihr Passwort möglicherweise ändern sollten.

  • Und zu guter Letzt: Löschen Sie die E-Mail, aber leiten Sie diese bei Bedarf vorher an die Verbraucherzentrale ( phishing@verbraucherzentrale.nrw ) und den echten Anbieter bzw. das Unternehmen weiter, so dass diese andere Nutzer warnen und Schritte gegen Betrugsversuche unternehmen können. Viele Mail-Programme bieten auch die Möglichkeit, einen solchen Angriff direkt zu melden.

Um sich grundsätzlich vor Phishing-Mails zu schützen, sollten Sie Antiviren- und Antispam-Tools nutzen. Sie können helfen, Spam zu erkennen, zu entfernen und auch zu verhindern.

Mehr zum Umgang mit Phishing-Mails lesen Sie hier:

Phishing-Know-How: So entlarven Sie bösartige Mails

Virenmails und Phishing-Mails der Polizei melden

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