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Permanent Probleme?

BEHAUPTUNG: Die Windows-Installation via Recovery-CD macht nur Probleme

So pauschal stimmt das nicht. In den meisten Fällen gibt es keine Schwierigkeiten. Zumindest nicht bei der Erstinstallation von Windows und auch dann nicht, wenn Sie die Recovery-CD nur mit dem PC nutzen, für den sie erstellt wurde. Schwierigkeiten gibt?s jedoch, wenn Sie eine Recovery-CD haben, die keine Rücksicht auf die Daten auf Ihrer Festplatten nimmt.

Diese Recovery-CDs setzen bei einer erneuten Installation von Windows den Festplatteninhalt ganz cool auf den Zustand bei Auslieferung des PCs zurück - Ihre Daten sind futsch. Haben Sie jedoch eine Recovery-CD von einem PC-Hersteller, dem Ihre Daten nicht egal sind, geht die Installation sogar sehr viel komfortabler vonstatten als bei einer herkömmlichen Windows-CD: Grundsätzlich schneidern die Hersteller ihre Recovery-CDs genau auf die PCs zu.

So müssen Sie dem Installationsprogramm nicht erst viele Fragen beantworten - etwa, welche Utilities es einrichten soll, ob eine Netz- oder Soundkarte im PC steckt und in welchem Verzeichnis das Betriebssystem abgelegt werden soll. Die Recovery-CDs wissen, wo was zu installieren ist und welche Komponenten im PC sind. Das zeigte sich bei unseren fünf Test-PCs von Compaq, Dell, Fujitsu-Siemens, Hewlett-Packard und Maxdata. Nach wenigen Fragen zu Beginn arbeiteten sie allein vor sich hin. Wir waren erst wieder gefordert, als die Setup-Programme den Product-Key haben wollten.

Ein weiterer Vorteil, der die gesamte Installation deutlich vereinfacht und beschleunigt: Recovery-CDs bringen die nötigen Treiber gleich mit und richten sie automatisch ein. Bei herkömmlichen Windows-CDs beziehungsweise den nun vertriebenen DSP-Versionen ist das anders (DSP = Delivery Service Partner): Hier müssen Sie nach der Installation des Betriebssystems die Karten einbinden, sprich: die CDs von Grafik-, ISDN- und Soundkarte sowie der Hauptplatine hervorkramen, um die Treiber einzuspielen. Schlimmstenfalls müssen Sie sogar stundenlang im Internet nach Treibern fahnden.

Bei einer Recovery-CD ist das nicht erforderlich. Daher installierten wir Windows mit einer Recovery-CD in 20 Minuten, mit einer DSP-Version dagegen in rund 50 Minuten, obwohl wir alle erforderlichen Treiber griffbereit hatten.

Fazit: Erkundigen Sie sich vor dem Kauf eines neuen PCs, wie es der Hersteller in Sachen Recovery-CD hält. Gute Recovery-CDs sind gerade für PC-Einsteiger ideal. Aber auch erfahrene Anwender, die nicht ständig ihren PC umbauen, im Fall der Fälle jedoch schnell das Betriebssystem wieder aufspielen wollen, fahren mit Recovery-CDs gut. Sie sparen damit wertvolle Arbeitszeit - vorausgesetzt natürlich immer, dass die CDs gut programmiert sind und nicht sämtliche Daten auf dem Rechner löschen.

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