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Performance und Sicherheit

Datenaspekte

Wie groß sind die Datenmengen, die übertragen werden sollen? Mit Exchange und Outlook beispielsweise ist bei einem internen Exchange-Server die Datei binnen Sekunden aus dem Postausgang des Clients verschwunden, weil sie über die LAN-Verbindung zum Server übertragen wird, und dieser erst den längeren Upload-Vorgang ins Internet übernimmt. Wenn Sie Mails mit Anhängen von 10 MB oder mehr verschicken und einen externen Provider nutzen, dann müssen Sie beim Down- und Upload warten, bis Ihr PC fertig ist. Haben Sie mehrere Mitarbeiter, die dieses regelmäßig tun, kostet das Zeit und Bandbreite.

Gerade bei kleineren Unternehmen sind symmetrische DSL-Zugänge, wo der Upload genauso schnell ist wieder Download, noch nicht so häufig anzutreffen. Hier können schnell Engpässe auftreten. Irgendwann fängt man dann damit an, Daten doch wieder lokal abzulegen, weil das Hochladen so lange dauert – und dann muss man sich fragen, ob man die Bandbreite erhöht, oder aber von SaaS auf eine interne Lösung umsteigt. Auch Druckvorgänge kosten Bandbreite!

Ausfallsicherheit

Die Ausfallsicherheit übernimmt in der Regel der Provider – aber die Reaktionszeiten sind auch dort unterschiedlich. Prüfen sie hier in den Verträgen genau, ob und wie schnell der Provider reagiert, und testen Sie vorher vielleicht mit einem Probeanruf die Hotline. Wenn unternehmenskritische Prozesse wie CRM oder Mail-Services extern ablaufen, dann kostet die Downtime Geld und Nerven. Je günstiger ein Anbieter erscheint, desto genauer sollte man diesen prüfen.

Fazit

Vor einer Entscheidung für SaaS sollte eine grundlegende Beratung zu dem Thema mit dem Provider stattfinden. Seriöse Anbieter haben in der Regel dafür auch Mitarbeiter, die einem das System vor Ort noch einmal vorführen können. Stellen Sie für sich Checklisten und Fragen zusammen (Ausfallsicherheit, Skalierbarkeit, Datensicherheit, Support, Anpassungsmöglichkeiten), bevor es zu dem Gespräch kommt. Lassen Sie sich Beispielprozesse aus Ihrer Firma mit dieser Software vorführen.

Rechnen Sie dann die Kosten für die Vertragslaufzeit einmal durch, berücksichtigen Sie die Kosten für die benötigte Bandbreite, für einen gesunden Benutzerzuwachs, und lassen Sie sich von anderen Anbietern einen Kostenvoranschlag für eine intern genutzte Lösung geben – und treffen Sie dann Ihre Entscheidung.


Peter Lagocki ist IT-Consultant, Microsoft-Trainer und Geschäftsführer von PL Networking in Braunschweig.

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