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Parallelinstallation und Daten-Umzug

05.12.2012 | 10:01 Uhr | Thorsten Eggeling

6. Parallelinstallation: Windows 8 neben Windows 7
Windows 8 und Windows 7 lassen sich auch nebeneinander installieren. Dazu benötigen Sie eine zweite Festplatte oder Partition mit genügend Platz. Nach der Installation wählen Sie über das Boot-Menü aus, ob Sie Windows 7 oder Windows 8 starten möchten. Für diese Installationsmethode klicken Sie im Windows-8-Setup auf „Benutzerdefiniert: nur Windows installieren (für fortgeschrittene Benutzer)“. Wählen Sie dann die leere Partition aus, und folgen Sie den weiteren Anweisungen des Installations-Assistenten. Anders als bei den Vorgängerversionen ist bei Windows 8 auch die nachträgliche Installation eines älteren Windows-Systems möglich. Zumindest mit Windows 7 funktioniert das reibungslos. Nach der Installation sehen Sie das Windows-7-Bootmenü, über das Sie auch Windows 8 starten können.

7. Umzug: Daten mit PC-WELT-Tool übernehmen
Bisherige Windows XP- und Vista-Anwender werden von Microsoft beim Upgrade auf Windows 8 stiefmütterlich behandelt. Hier ist es nur möglich, die persönlichen Daten zu übernehmen. Dabei hat Microsoft mit dem User State Migration Tool (USMT) ein Programm im Portfolio, mit dem sich deutlich mehr Einstellungen übernehmen lassen. Dabei handelt es sich jedoch um ein Kommandozeilen-Tool für Administratoren, die viele PCs auf Windows 8 umstellen müssen. Der Vorteil: Per USMT lassen sich nicht nur persönliche Einstellungen, sondern auch die Daten von Programmen aus Verzeichnissen wie %appdata% und der Windows-Registry übernehmen. Die Programme selbst kopiert aber auch USMT nicht.

Alle Details zur Windows 8 Aktivierung

Das PC-WELT Windows Upgrade Center 2013 erleichtert den Umstieg von Windows XP oder Vista auf Windows 8. Damit übertragen Sie mehr Daten und Einstellungen als mit Easy Transfer.
Vergrößern Das PC-WELT Windows Upgrade Center 2013 erleichtert den Umstieg von Windows XP oder Vista auf Windows 8. Damit übertragen Sie mehr Daten und Einstellungen als mit Easy Transfer.

Diese müssen in jedem Fall neu installiert werden. USMT berücksichtigt außerdem nicht alle Programme. Das Tool sichert aber die Daten von vielen wichtigen Anwendungen wie Office 2003 bis 2010, Windows Live, Skype, Google Picasa, Firefox oder Photoshop. Die Informationen darüber liest USMT aus einer XML-Datei, die der Nutzer selbst erweitern kann. Das setzt jedoch genaue Kenntnisse der erforderlichen Daten voraus, und der Aufwand lohnt sich für einen typischen Heimanwender-PC meist nicht.
Im Vergleich zu Windows Easy Transfer (➞ Punkt 2) bietet USMT jedoch so viele Vorteile, dass wir USMT mit einer bequem bedienbaren Oberfläche versehen haben. Das PC-WELT Windows Upgrade Center 2013 ermöglicht den Umzug der Daten von Windows XP oder Vista auf Windows 7 oder 8.

Schritt 1: Entpacken Sie das PC-WELT Windows Upgrade Center 2013 in ein beliebiges Verzeichnis. Installieren Sie das Microsoft .Net-Framework 3.5 und 4.0. Sie finden die Setup-Dateien im Unterordner „Tools“. Sie benötigen außerdem das User State Migration Tool aus dem Windows Assessment and Deployment Kit (ADK) für Windows 8. Klicken Sie im PC-WELT Windows Upgrade Center 2013 auf „Herunterladen“. Der Pfad zum Download-Ordner steht anschließend im Eingabefeld links neben der Schaltfläche.

Schritt 2: Als Nächstes benötigen Sie einen USB-Stick. Darauf müssen etwa 100 MB freier Speicherplatz vorhanden sein. Klicken Sie auf „USB-Stick anlegen“, und wählen Sie dann den USB-Stick aus. Das PC-WELT-Tool kopiert die nötigen Dateien auf den USB-Stick.

Schritt 3: Nun starten Sie Ihren PC mit der Windows-8-DVD. Wählen Sie bei der Installationsart „Benutzerdefiniert (erweitert)“ aus. Einige Dialoge weiter wählen Sie das Installationslaufwerk aus, auf dem Ihr altes System eingerichtet war. Außerdem sollten Sie keines der Laufwerke partitionieren oder formatieren, sonst ist kein Upgrade möglich – und Ihre Daten sind weg. Eine Meldung informiert Sie darüber, dass Dateien aus früheren Versionen in einem Ordner Windows.old gesichert werden. Bestätigen Sie das mit „OK“. Nach der Installation legen Sie im neuen System die gleichen Benutzerkonten an, die schon vorher vorhanden waren.

Schritt 4: Nach Abschluss der Installation starten Sie PC-WELT Windows Upgrade Center 2013 erneut und gehen zur Registerkarte „2. Upgrade durchführen“. Falls das Tool nicht den richtigen Pfad zum Ordner Windows.old ermittelt hat, klicken Sie auf „Durchsuchen“, um ihn selbst anzugeben.

Schritt 5: Jetzt klicken Sie auf „Upgrade starten“. Das Umzugs-Tool verschiebt, falls nötig, zunächst die alten Profil- und Benutzerordner nach „Windows.old“. Dann führt USMT mit Scanstate.exe eine Inventur von „Windows.old“ durch. Im nächsten Schritt setzt USMT via Loadstate.exe Hardlinks zu den ermittelten Dateien in die Ordner des neuen Systems. Im letzten Schritt fragt Sie das Tool, ob auch die Benutzerprofile umgezogen werden sollen. Wenn Sie das bejahen, werden zusätzlich Dateien und Einstellungen übertragen. Das bedeutet aber in der Regel einige Nachbearbeitung – unter anderem der NTFS-Rechte.

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Was ist Windows 8?

Das neue Microsoft-Betriebssystem ist der Nachfolger von Windows 7 und erschien am 26. Oktober 2012. Windows 8 baut auf seinen sehr erfolgreichen Vorgänger auf und enthält den neuen Kachel-Startbildschirm, der sich an der Oberfläche mit rechteckigen Kästen orientiert, die Microsoft mit Windows Phone 7 eingeführt und später auch bei der Xbox 360 integriert hat. Der zunächst eingeführte Begriff der "Metro-Oberfläche" wurde kurz vor dem Start aus rechtlichen Gründen zurückgezogen. Inzwischen spricht Microsoft von "Windows-Live-Tiles".

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