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PWL-Dateien: Probleme mit 8+ 3-Format

Anforderung

Zeitaufwand

Gibt es eigentlich, einmal abgesehen von der Gefahr der Entschlüsselung,noch weitere Einschränkungen im Zusammenhang mit Paßwörtern, die der Anwender berücksichtigen sollte?

In seltenen Fällen: ja. Wenn Sie sich zum ersten Mal am System anmelden, legt Windows eine neue Paßwortliste an. Diese Datei besteht aus Ihrem Anmeldenamen und der Erweiterung PWL. Melden Sie sich also mit dem Namen "Anton" an, entsteht im Windows-Verzeichnis eine Datei ANTON.PWL. Die PWL-Dateien unterliegen allerdings der 8+ 3-Namenskonvention, das heißt: Der erste Teil des Dateinamens darf nicht mehr als acht Stellen haben.Melden Sie sich etwa mit dem Namen "HermannBurger" am System an, erstellt Windows eine PWL-Datei mit dem Namen HERMANNB.PWL. Meldet sich nun ein weiterer Benutzer mit "HermannBauer" an, wird die bereits existierende Datei HERMANNB.PWL überschrieben -mit der Folge, daß sich Herr Burger nicht mehr anmelden kann, da die Paßwortliste dann die Kennwörter von Herrn Bauer enthält.Die Lösung ist wie im vorherigen Fall das Abschalten des Password-Cachings.

Ein kleines Restrisiko bleibt allerdings auch nach dem Deaktivieren des Password-Cachings. Da sich die Kennwörter in jedem Fall im Speicher befinden, können sie theoretisch auch ausgelagert werden. Sobald sich die Kennwörter also in der Auslagerungsdatei (normalerweise WIN386.SWP) befinden, besteht wieder die Gefahr, daß ein Bösewicht sie findet und entschlüsselt. Dagegen hilft wiederum das Setzen der Minimalgröße "0" bei der Auslagerungsdatei.

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