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PGP: Dateien auf der Festplatte verschlüsseln

04.05.2000 | 13:00 Uhr |

So geht's: Klicken Sie eine Datei im Windows-Explorer mit der rechten Maustaste an, und wählen Sie im Kontextmenü "PGP, Verschlüsseln". In der folgenden Dialogbox aktivieren Sie zunächst die Option "Original löschen". Dadurch überschreibt PGP die Originaldatei nach dem Codieren mehrfach und löscht sie so unwiederbringlich. Denn die beste Verschlüsselung nützt nichts, wenn die Quelldatei entweder für jedermann zugänglich im Windows-Papierkorb liegt oder sich mit Undelete-Tools wiederherstellen lässt.

Da Sie die Datei für sich selbst verschlüsseln, ist das Public-Key-Verfahren (siehe Kasten "PGP: Die Grundlagen") hier überflüssig. Aktivieren Sie daher den Punkt "Konventionelle Verschlüsselung". PGP verwendet jetzt für die Dateiverschlüsselung eine andere, schnellere Prozedur. Nachdem Sie mit "OK" bestätigt haben, müssen Sie eine Passphrase eingeben. Es muss nicht die gleiche sein, wie die, die Sie in Punkt 2 festgelegt haben. Beachten Sie auch hier: Je länger und ausgefallener das Kennwort ist, desto schwerer lässt es sich knacken. Nach wenigen Sekunden ist der Vorgang erledigt: Das Programm hat Ihre Originaldatei durch eine gleichnamige Datei mit der Endung PGP ersetzt.

Zum Entschlüsseln doppelklicken Sie auf die Datei. Nachdem Sie Ihr Kennwort eingegeben haben, liegt sie wieder im Klartext auf der Festplatte. Falls Sie nur kurz einen Blick drauf werfen wollen, müssen Sie die Datei anschließend nicht erneut verschlüsseln, sondern nur über den Kontextmenü-Befehl "PGP, Löschen" sicher von der Platte entfernen. Denn das codierte Pendant bleibt auch nach dem Entschlüsseln bestehen.

Wollen Sie eine so verschlüsselte Datei per Mail versenden, müssen Sie anders vorgehen. Besitzt der Empfänger kein PGP, aktivieren Sie zusätzlich zur Option "Konventionelle Verschlüsselung" den Punkt "Selbstentschlüsselndes Archiv". Da Sie hier das Public-Key-Verfahren nicht nutzen, müssen Sie Ihrem Bekannten das Kennwort für diese Datei mitteilen, etwa per Telefon. Hat der Empfänger auch PGP installiert, aktivieren Sie die Option "Konventionelle Verschlüsselung" nicht, sondern doppelklicken im oberen Teil desselben Dialogfensters auf seinen öffentlichen Schlüssel.

Übrigens: In der kommerziellen Version von Pretty Good Privacy ist das Utility PGP Disk enthalten. Damit können Sie Dateien und Verzeichnisse auf der Festplatte noch komfortabler verschlüsseln.

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