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PC vom Kompatibilitätsbetrieb in den Uefi-Modus umstellen

01.12.2020 | 09:02 Uhr | Peter Stelzel-Morawietz

Ihr Rechner mit Windows 10 läuft noch im CSM-Kompatibilitätsmodus und nicht im echten Uefi-Betrieb. Zeit den PC umzustellen, denn das bringt nur Vorteile.

Seit genau 40 Jahren sorgt das in allen PC-Mainboards integrierte Bios (Basic Input Output System) unter anderem dafür, die Hardwarekomponenten zu adressieren und das Betriebssystem zu booten. Dass ein solch altes System angesichts der technischen Weiterentwicklung für allerlei Einschränkungen sorgt, ist wenig verwunderlich. Erstaunlicher ist da, dass es nach wie vor auf vielen Rechnern läuft, obwohl mit Uefi (Unified Extensible Firmware Interface) längst ein modernerer Nachfolger bereitsteht.

Dass nicht alle Rechner im Uefi-Betrieb laufen, liegt daran, dass viele Hersteller ihre Computer vor Jahren im sogenannten Legacy- oder CSM-Kompatibilitätsmodus (Compatibility Support Module) auslieferten. Dieser emuliert das frühere Bios und beseitigte so zunächst bestehenden Inkompatibilitäten mit älteren Windows-Versionen und PC-Bauteilen. Inzwischen aber überwiegen die Nachteile deutlich die Vorteile von echtem Uefi: Dazu zählen der Betrieb von Systemdatenträgern mit mehr als zwei TByte, Secure Boot, die Verwendung von mehr als vier primären Partitionen, der Parallelbetrieb mehrerer Betriebssysteme, einfachere Firmware-Updates sowie zusätzliche Funktionen und Einstellungen. Vor allem auf PCs, auf denen ursprünglich Windows 7 installiert war, läuft Windows 10 nach dem Upgrade im CSM-Modus weiter. Der Wechsel in den echten Uefi-Betrieb ist jedoch einfach und deshalb zu empfehlen.

Bevor Sie den Systemdatenträger in den GPT-Partitionsstil konvertieren, prüfen Sie die Möglichkeit per Windows-Befehl: Bei „Validation completed successfully“ ist alles okay.
Vergrößern Bevor Sie den Systemdatenträger in den GPT-Partitionsstil konvertieren, prüfen Sie die Möglichkeit per Windows-Befehl: Bei „Validation completed successfully“ ist alles okay.

So geht’s: Rufen Sie wie auf der vorigen Seite beschrieben die „Systeminformationen“ auf, und kontrollieren Sie in der Systemübersicht den „BIOS-Modus“-Eintrag: „UEFI“ steht bereits für echten Uefi-Betrieb, aktiv werden müssen Sie nur bei „Vorgängerversion“.

Vor dem Wechsel vom Bios- auf den Uefi-Betrieb konvertieren Sie den Systemdatenträger vom MBR- in den GPT-Partitionsstil mit dem ins Betriebssystem integrierten Tool MBR2GPT. Dazu booten Sie den PC mit erweiterten Startoptionen neu, indem Sie die Shift-Taste gedrückt halten und links unten auf „Windows –› Ein/Aus –› „Neu starten“ klicken. Nach dem Neustart fahren Sie mit „Problembehandlung –› Erweiterte Optionen –› Eingabeaufforderung“ fort, bestätigen Ihre Windows-Installation und tippen in der Eingabeaufforderung 

mbr2gpt /validate 

ein. Das Bestätigen mit der Enter-Taste startet die Konvertierungsprüfung.
Erscheint als Resultat hier „Validation completed successfully“, fahren Sie mit dem Befehl 

mbr2gpt /convert /allowfullos 

für die eigentliche Konvertierung und Drücken der Enter-Taste fort.

Abschließend stellen Sie den Startmodus im Bios/Uefi von „CSM/Legacy“ auf echtes „UEFI“ um, indem Sie den Computer nochmals neu starten und dabei die während des Bootens meist auf dem Bildschirm eingeblendete Taste zum Aufrufen des Bios/Uefi drücken.

An welcher Stelle im Bios/Uefi die eigentliche Umstelloption zu finden ist, probieren Sie bitte aus oder sehen dies beim Mainboardhersteller nach. Das ist nämlich hersteller- und gerätespezifisch. 

Abschließend drücken Sie die Taste F10 und die Schaltfläche „Ja/Yes“, um die Änderungen zu speichern und den PC neu zu starten. Nun stehen die eingangs genannten Funktionen und Möglichkeiten des echten Uefi-Betriebs zur Verfügung.

Lesetipp: 35 Jahre Windows - 35 Tools und Tipps

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