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Versteckte PCs im Netzwerk und Router-Ausfälle

25.04.2013 | 10:09 Uhr |

Alternative Server bei DNS-Ausfall
Probleme mit DNS-Servern sind eine Fehlerquelle, die Verbindungen im Webbrowser über Server-Namen unmöglich macht. Den DNS-Server übernimmt der Router automatisch vom Provider und gibt daraufhin die Einstellungen mittels DHCP an die Netzwerkteilnehmer weiter. Um den aktuell eingerichteten DNS-Server zu testen, geben Sie in der Eingabeaufforderung den Befehl
nslookup pcwelt.de ein. Wenn die Adresse nicht korrekt aufgelöst werden sollte, dann kontrollieren Sie die DNS-Einstellungen in den Eigenschaften der Netzwerkverbindung. Diese finden Sie in der Systemsteuerung über „Netzwerk- und Freigabecenter ➞ Adaptereinstellungen ändern“.

DNS-Server testen: Namebench ist ein Programm von Google, um die DNS-Einstellungen systematisch zu überprüfen. Nach dem Test schlägt das Tool mögliche Alternativen vor.
Vergrößern DNS-Server testen: Namebench ist ein Programm von Google, um die DNS-Einstellungen systematisch zu überprüfen. Nach dem Test schlägt das Tool mögliche Alternativen vor.

Wählen Sie mithilfe eines Rechtsklicks den aktiven Adapter aus und gehen Sie im Anschluss daran auf „Eigenschaften ➞ Internetprotokoll Version 4 ➞ Eigenschaften ➞ Allgemein“. Unter „Folgende DNS-Serveradressen verwenden“ können Sie einen anderen DNS-Server eintragen. Um bei Problemen einen besseren DNS-Server zu finden, hilft ein Open-Source-Programm von Google weiter: Namebench überprüft die eingerichteten DNS-Server und schlägt, falls vorhanden, schnellere Alternativen vor. Diese Tests können allerdings mehrere Minuten dauern.

Die wichtigsten CMD-Befehle fürs Netzwerk

Windows-Netz: Kein Zugriff auf Freigaben
Ist ein anderer Windows-PC mit seinen Freigaben in der Netzwerkumgebung des Windows-Explorer nicht zu finden, bedeutet dies noch nicht, dass der Rechner wirklich nicht erreichbar ist. Mit dem Befehl ping <Computername> stellen Sie in der Eingabeaufforderung fest, ob der andere Windows-PC im Netzwerk antwortet. Wenn der Computername nicht erkannt wird, wenden Sie den Befehl stattdessen auf die IP-Adresse an, die Sie am anderen Rechner mit ipconfig herausfinden. Mithilfe des Kommandos net view \\<IP-Nummer> lassen Sie sich jene Freigaben auf dem anderen PC auflisten, auf die Sie Zugriff haben.

Der Befehl gibt zudem bei Problemen eindeutige Fehlercodes zurück, die eine Diagnose einfacher machen. Wenn Sie den gewünschten Windows-PC nicht finden, weil dessen IP-Adresse nicht bekannt ist, hilft Angry IP Scanner (benötigt die Java-Runtime-Bibliothek. Das Open-Source-Programm sucht im angegebenen IP-Bereich systematisch nach Teilnehmern, zeigt deren Computernamen im Windows-Netzwerk und per Rechtsklick auch die Freigaben, sofern der Zugriff darauf erlaubt ist.

So erweitern Sie Ihr WLAN-Netzwerk

Unzuverlässige Router Überhitzung und Alterserscheinungen Es muss sich nicht um Einbildung handeln, wenn der WLAN- oder DSL-Router mit der Zeit immer langsamer oder unzuverlässiger erscheint. Gerade preisgünstige Geräte altern schlecht und leiden nicht selten an Überhitzung sowie an schlechten Netzteilen oder an der berüchtigten „Kondensatorpest“. Diese Altersgebrechen führen zu unberechenbaren Fehlern, die noch dazu nicht eindeutig reproduzierbar sind.

Hitzeprobleme: Die CPU eines Routers wird unter Last heiß, muss sich aber mit einer bescheidenen, passiven Kühlung begnügen. Zudem sollen Router auch noch gut aussehen und das Design ist einer guten Kühlung nicht immer zuträglich. Wenn Sie den Router berühren, sollte das Gehäuse nur handwarm sein. Sorgen Sie ansonsten für günstigere Belüftung und stellen Sie das Gehäuse auf improvisierte Abstandshalter.

Kondensatorpest: Der mittlere Kondensator auf dieser Router-Platine zeigt mit aufgeblähtem und ausgelaufenem Elektrolyt die typischen Symptome.
Vergrößern Kondensatorpest: Der mittlere Kondensator auf dieser Router-Platine zeigt mit aufgeblähtem und ausgelaufenem Elektrolyt die typischen Symptome.

Schlechte Kondensatoren: Das Phänomen platzender oder auslaufender Aluminium-Elektrolyt-Kondensatoren wird mittlerweile bereits seit zehn Jahren beobachtet. Besonders betroffen waren dabei Hauptplatinen nahezu aller Hersteller. Die Ursache sind fehlerhafte oder auch unterdimensionierte Kondensatoren aus taiwanischer Produktion, die in den Jahren zwischen 1999 und etwa 2003 millionenfach hergestellt wurden. Die betroffenen Kondensatoren haben lediglich eine Lebensdauer von wenigen Jahren, blähen sich deutlich auf und können sogar spektakulär platzen. Klarheit über den Zustand der Kondensatoren schafft nur ein Blick auf die Platine des geöffneten Routers. Wer mit Lötkolben gut umzugehen weiß, der kann die Kondensatoren austauschen. Diese Investition von wenigen Euro lohnt sich für versierte Elektronikbastler in jedem Fall. Eine Bezugsquelle für Kondensatoren bietet beispielsweise der Online-Shop reichel .

Netzteile: Billige WLAN-Router haben häufig unzuverlässige Netzteile. Mit einem Multimeter können Sie die Spannung am Stecker für den Router nachmessen. Eine Abweichung von 0,5 bis 1 Volt von der Nennspannung ist noch in Ordnung. Liegt die Abweichung darüber, dann sollte das Netzteil besser ausgetauscht werden.

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