PC-Cillin von Trend Micro ist nicht unbegrenzt kostenlos. Die Download-Version lässt sich nach einer Zwangsregistrierung für 180 Tage kostenlos und mit allen Funktionen nutzen. Dafür muss man bei jedem Rechnerneustart einen "Nag-Screen" wegklicken, der einen an die Registrierung erinnert. Will man dass Programm nach Ablauf von 180 Tagen noch nutzen, so werden 59 Mark fällig. Der Download fällt mit 8,5 MB für das Programm und 4,6 MB für ein aktuelles Update allerdings nicht gerade klein aus.

Das Programm besitzt eine Outlook-ähnliche Oberfläche. Der Hersteller hat aber nicht alle Funktionen in den auswählbaren Icons untergebracht. Vielmehr muss man sich des öfteren durch Menüs hangeln, um bestimmte Einstellungen vorzunehmen. Um die Suche nach Schädlingen zu erleichtern, ist ein Suchassistent vorhanden, der vor dem Scannerlauf alle wichtigen Daten abfragt. Das Programm bindet sich außerdem automatisch im Kontext-Menu des Explorers ein.

PC-Cillin verfügt über einige interessante Funktionen, die teilweise über reine Scanner-Eigenschaften hinausgehen. So kann man etwa im Webfilter eine Liste "verbotener Seiten" anlegen, auf die der Zugriff gesperrt wird. Eine Virenquarantäne-Funktion ist vorhanden, die Viren in einem speziellen Ordner sammelt. Auf einfache Weise können hier zusätzliche Dateien eingefügt werden, die dann automatisch ins Virenlabor von Trend verschickt werden. Weiterhin verfügt PC-Cillin auch über eine POP3-Virensuche (siehe Glossar), die alle eingehenden Mails unabhängig vom Programm auf Viren hin untersucht.

Das Programm enthält auch einen Assistenten, der beim Support Fragen stellen kann, und eine Chat-Funktion, die im Problemfall Kontakt mit dem Virensupport des Herstellers aufnehmen kann. Ein englisches, nicht sehr umfangreiches Virenlexikon ist vorhanden. Störend fiel auf, dass das Programm einige offensichtliche Fehler enthält: An einigen Stellen ist beispielsweise die Online-Hilfe nicht korrekt verlinkt.

Der Scanner konnte alle ITW-Viren mühelos finden. Der Wächter jedoch nicht: Da er VBS-, JS- und PPT-Dateien nicht per Default prüft, übersah er 52 Viren. Daher sollte man den Wächter so einstellen, dass er alle Dateien überprüft - und schon hat er keine Probleme mehr damit. Der Hersteller hat ebenfalls versprochen, hier schnell nachzubessern.

Weiterhin konnte der Scanner alle gefährlichen acht ActiveX-Controls aufspüren, sowie 690 der 788 Backdoors und 640 der 813 Trojanischen Pferde finden. Dies entspricht exakt den Ergebnissen der Vollversion von PC-Cillin und anderen Programmen von Trend Micro.

Der Scanner und der Wächter konnten unter Windows 98 und ME mühelos alle weit verbreiteten ITW-Viren ((Glossar)) erkennen. Es wurden alle gefährlichen Active-X-Controls erkannt, aber nur 542 von 788 Backdoors (siehe Glossar), sowie 526 von 813 Trojanischen Pferden (siehe Glossar). Dies entspricht exakt den Ergebnissen der Vollversion von PC-Cillin und anderen Programmen von Trend Micro.

PC-Cillin unterstützt neben Esafe die meisten Archivformate im Test: ARJ, LHA, RAR, ZIP, sowie die Unix-Formate GZ, TAR und TGZ.

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