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Organisation: Verzeichnisregeln

Anforderung

Zeitaufwand

Wie schnell Sie auf Ihrer Platte unterwegs sind, hängt längst nicht allein von der physikalischen Zugriffsgeschwindigkeit oder der Cache-Leistung ab. Viel Zeit geht dadurch verloren, daß Sie sich mühsam durch die Ordner klicken müssen und ständig auf der Suche nach bestimmtenDateien oder Programmen sind. Für die Organisation einer Festplatte gibt es zumindest drei generelle Grundregeln: Die Verzeichnisstruktur sollte erstens übersichtlich, zweitens weitgehend konstant und drittens logisch gegliedert sein.

1. Übersichtlichkeit beginnt im Hauptverzeichnis: Ein aufgeräumtes DOS und Windows 3.1x wird im Hauptverzeichnis neben Unterverzeichnissen nur die Startdateien AUTOEXEC.BAT/CONFIG.SYS und die beiden Kernel-Dateien IO.SYS und MSDOS.SYS enthalten (eventuell auch noch Drivespace-Dateien). Gegen die Unsitte von Windows 95, im Root-Verzeichnis zusätzlich diverse Sicherungsdateien abzulegen, ist allerdings wenig zu machen. Unterverzeichnisse sollten stets das enthalten, was der Verzeichnisname verspricht, und nichts anderes. Es ist verwirrend, Benutzerdateien in Programmverzeichnissen abzulegen -und die Suche nach den richtigen Daten wird dadurch sehr zeitaufwendig. So haben etwa Ihre Excel-Tabellen im Excel-Programmverzeichnis schlicht nichts verloren. Die strikte Trennung von Programmen und Daten fördert nicht nur die Übersicht, sondern ebenfalls die Sicherheit bei Lösch-oder Verschiebeaktionen. Nebenbei fällt auch die Sicherung der Benutzerdaten wesentlich leichter.2. Konstanz: Verzeichnisse sind schnell erstellt oder gelöscht. Richtig zu Hause sind Sie aber nur auf einer Festplatte, die ein relativ konstantes Bild bietet.3. Logische Ordnung erhalten Sie nur, wenn Sie bei Installationen auf einer selbstdefinierten Pfadangabe bestehen. Die meisten Programme möchten sich im Hauptverzeichnis eintragen, was bei einer umfangreichen Software-Ausstattung schnell zu einem unübersichtlichen Chaos führt. Verbindliche Regeln kann es hier zwar nicht geben, aber wir meinen, daß etwa auf einem kleinen Notebook die vier Hauptverzeichniseinträge "DOS", "Windows", "Progs" und "Daten" durchaus reichen. Utilities wie Norton Commander oder Packer hätten dort ihren logischen Platz unter "DOS", Anwendungen unter "Progs". Auf einem großen PC könnten etwa "Tools" und "Online" hinzukommen -je nach den Bedürfnissen des Benutzers.

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