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Die besten kostenlosen Cloud-Speicher in Deutschland (Schweiz)

15.05.2018 | 14:02 Uhr |

E-Post Cloud: Bis zu 30 GB gratis

Die Deutsche Post bietet einen kostenlosen Cloud-Speicher mit Servern in Deutschland an: die E-Post Cloud. Dieser Online-Speicher versteht sich aber eher als Zusatzangebot zur E-Post, der digitalen Variante zur klassischen Briefpost. Bei der E-Post geht es vereinfacht gesagt darum, dass Sie am PC einen Brief schreiben, diesen digital an die Post schicken und diese ihn dann zu Papier bringt und konventionell per Briefträger dem Empfänger zustellt. Für diesen Service müssen Sie natürlich bezahlen.

E-Post Cloud: Bis zum 30 GB gratis
Vergrößern E-Post Cloud: Bis zum 30 GB gratis

Trotzdem ist das mit dem E-Postbrief verbundene Online-Speicher-Angebot interessant, denn der Online-Cloud-Speicher selbst ist kostenlos und riesengroß: Ihnen stehen zunächst einmal 5 GB Online-Speicher zur Verfügung. Sofern Sie sich aber mit Ihrem Ausweis bei der POSTID kostenlos identifizieren, werden daraus 30 GB kostenloser Online-Speicher. Nutzen Sie außerdem die Zusatzfunktionen Fax und E-Mail, dann erhalten Sie 100 Megabyte Speicherplatz extra.

Das ist ungewöhnlich viel, wenn man es mit den anderen Anbietern vergleicht (siehe unten). Der Zugriff ist von PCs sowie dank der entsprechenden Apps auch von iOS- und Android-Geräten aus möglich. Einzelne Dateien dürfen aber nicht größer als 50 MB sein.

Magenta Cloud der Telekom - 10 GB gratis für jeden

Die Deutsche Telekom stellt mit der Magenta Cloud einen kostenlosen Online-Speicher in Deutschland für jeden interessierten Nutzer zur Verfügung (die technische Basis für die Magenta Cloud kommt von Strato). Sie müssen also nicht Telekom-Kunde sein, um die Telekom-Cloud gratis nutzen zu können. Unter "Jetzt kostenlos einsteigen" und dann "Noch nicht registriert? Jetzt registrieren" legen Sie Ihr kostenloses Magenta-Cloud-Konto an.

Die Magenta Cloud lockt mit großzügigen 10 GB Onlinespeicherplatz. Einzige Voraussetzung: Sie müssen sich für eine kostenlose Mailadresse registrieren. Gegen eine monatliche Gebühr können Sie den Speicherplatz deutlich erweitern und zusätzliche Funktionen dazu kaufen.

MagentaCloud
Vergrößern MagentaCloud

Die Telekom wirbt mit Serverstandort Deutschland und deutschen Datenschutzgesetzen. Zudem erfolgen die Uploads und Downloads sowie der Mailversand per AES-128-Bit-SSL-Verschlüsselung, nicht aber mit 256 Bit. Passende Apps gibt es für iOS und Android, außerdem stellt die Deutsche Telekom einen Basis Spam- und Virenschutz für das Mailpostfach zur Verfügung.

Für Telekom-Festnetz- oder Telekom-Mobilfunk-Kunden, also beispielsweise Benutzer eines DSL-Zugangs der Telekom, steht die Magenta Cloud sogar mit 25 GB kostenlosem Online-Speicher zur Verfügung..

Web.de (und GMX) - zwischen 2 GB und 10 GB gratis

Wer eine web.de-Mailadresse besitzt, kann auch den damit verbundenen Online-Speicher kostenlos verwenden. 2 GB stehen jedem Freemail-Nutzer automatisch gratis in der Cloud zur Verfügung.

Der Zugriff für Upload und Download erfolgt per Webfrontend – das man für den Freemaildienst ja vermutlich ohnehin nutzt.

Es lassen sich Bilder, Videos, Musikdateien und Dokumente in den Cloudspeicher hochladen und mit Freunden teilen. Für Windows-PCs und Android-Smartphones, iPhones und Windows Phone gibt es Apps.

Die mageren 2 GB Onlinespeicherplatz können Sie flugs um 4 GB erweitern, wenn Sie den Windows-Client installieren. Die Anwendung integriert den Web.de-Online-Speicher in den Windows-Explorer. Dateien, die Sie auf dieses Laufwerk schieben, werden automatisch mit dem Onlinespeicher synchronisiert. Noch mal 4 GB Gratis-Speicher bekommen Sie, wenn Sie auch noch eine der Apps für Android, iPhone und iPad für den Web.de-Speicher verwenden.

Web.de stellt also insgesamt 10 GB kostenlosen Onlinespeicherplatz zur Verfügung: 2 GB + 4 GB für den Windows-Client + 4 GB für eine Mobile-App.

Das reicht immer noch nicht? Für 1,99 Euro pro Monat kann man 20 GB Speicherplatz dazu kaufen, 100 GB pro Monat gibt es für 6,99 Euro.

Die Server von Web.de befinden sich im Rechenzentrum des Mutterkonzerns 1und1. Sie stehen in Deutschland und unterliegen der deutschen Datenschutzgesetzgebung.

Übrigens: GMX gehört ebenso wie Web.de/Freemail zum 1und1-Konzern. Somit gilt auch für den Online-Speicher von GMX, der Mediacenter heißt, die Formel „2 GB + 4 GB + 4 GB = 10 GB“. Also 2 GB gratis für alle Nutzer und jeweils 4 GB gibt es zusätzlich, wenn man einen Desktop-Client und eine App installiert. Natürlich ist auch GMX ein Onlinespeicher aus Deutschland mit deutschen Datenschutzbestimmungen.

MyTuxedo - Linuxspezialist lockt mit 10 GB gratis

Tuxedo ist ein Unternehmen aus Königsbrunn bei Augsburg, das vor allem PCs und Notebooks mit vorinstalliertem Linux-Distributionen anbietet. Auch Dual-Boot-fähige Rechner mit Linux und Windows kann man bei Tuxedo erwerben.

Der Clou der Tuxedo-Maschinen: Damit das Linux auf den Rechnern optimal läuft und sich auch alle Funktionstasten verwenden lassen, passt Tuxedo die verwendeten Linux-Distributionen mit eigenen Skripten an die vorhandene Hardware an. Dadurch spielen Hardware und Linux-OS sofort nach dem Einschalten des Gerätes einwandfrei zusammen und man kann vom Stand weg produktiv arbeiten, wie unser Langzeitpraxistest mit zwei Tuxedo-Notebooks zeigt. Dass sich diese vielen Optimierungsmaßnahmen für den Anwender lohnen, zeigen auch unsere Hardware-Tests von Tuxedo-Geräten.

Mit WebFAI von Tuxedo können Sie das Tuxedo-Notebook wieder exakt auf den Auslieferungszustand zurücksetzen und alle Voreinstellungen und Anpassungen beziehungsweise Optimierungsmaßnahmen von Tuxedo mitübernehmen. Dabei werden alle Daten auf dem Notebook oder PC gelöscht – Sie müssen also vorher alle Ihre Daten setzen.

Einsatzzweck von WebFAI:
a) Ein softwareseitig beschädigtes und nicht mehr reparierbares Tuxedo-Rechner wieder funktionsfähig auf den Werkszustand zurücksetzen.
b) Eine andere Linux-Distribution ausprobieren und dabei die ganzen Anpassungsskripte und Konfigurationshilfen von Tuxedo mitübernehmen

Eine genaue Beschreibung finden Sie hier. WebFAI ist kostenlos.

Hochgeladene Fotos.
Vergrößern Hochgeladene Fotos.

Cloud-Dienst mit Servern in Königsbrunn und Falkenstein

Als zusätzlichen Mehrwert für alle Käufer eines Tuxedo-PCs oder -Notebooks hat das Ottobrunner Unternehmen einen eigenen Cloud-Speicher-Dienst namens MyTuxedo auf die Beine gestellt. Er ist seit dem 19. Oktober 2015 frei geschaltet und steht allen Tuxedo-Kunden zur Verfügung. 10 GB Online-Speicherplatz gibt es kostenlos für Tuxedo-Kunden. MyTuxedo nutzt bis Mitte Juni 2018 als technische Basis die bekannte Private-Cloud-Lösung Owncloud. Ab dem 15. Juni 2018 kommt jedoch Nextcloud als Software für Mytuxedo zum Einsatz.

Die Server von MyTuxedo stehen bei dem bekannten Hoster Hetzner im pfälzischen Falkenstein. Außerdem gibt es einen Backupserver in Königsbrunn (bei Augsburg) in der Firmenzentrale von Tuxedo. Tuxedo wirbt ausdrücklich mit dem Serverstandort Deutschland und den damit verbundenen Datenschutzbestimmungen der Bundesrepublik Deutschland.

Jeder Käufer eines Tuxedo-PCs oder -Notebooks bekommt 10 GB kostenlosen Speicherplatz auf MyTuxedo. Die Weitergabe der Zugangscodes ist jederzeit gestattet, es können also auch nicht Tuxedo-Kunden Speicherplatz auf MyTuxedo erwerben, wenn sie von einem Tuxedo-Kunden den Code bekommen. Für die Anmeldung bei MyTuxedo legt Tuxedo ein Kärtchen mit einer Registrierungsnummer jedem Tuxedo-Gerät bei. Mit dieser Nummer können Sie sich auf https://www.mytuxedo.de/ registrieren und ein Konto anlegen. Die Registrierung und die Nutzung der 10 GB ist dauerhaft kostenlos.

Wer mehrere Tuxedo-Geräte wie beispielsweise ein Infinitybook besitzt, kann die 10 GB pro Gerät zu einem Account zusammenfassen können. Und kommt also zum Beispiel mit einem Tuxedo-PC und einem Tuxedo-Notebook auf zusammen 20 GB Gratis-Onlinespeicher.

So geht das Speicherplatz-Upgrade
 
Loggen Sie sich im Browser einmal aus und klicken Sie dann rechts oben auf "Hier registrieren" klicken. Hier finden Sie nun eine Upgrade-Box. Der Rest ist selbsterklärend.

Tipp: Tuxedo-Bestandskunden können noch bis zu drei Jahre nach dem Kauf einen Key von Tuxedo anfordern. Wenn man sich also vor 36 Monaten einen Tuxedo gekauft hat, genügt eine Mail mit der Bestellnummer und Tuxedo übersendet einen entsprechenden Zugangscode.

So funktioniert MyTuxedo

Der Zugriff auf MyTuxedo erfolgt zunächst einmal via Webfrontend. Das Browser-Theme der MyTuxedo-Cloud ist so angelegt, dass man es auch auf mobilen Geräten betrachten kann. Tuxedo stellt aber auch ownCloud-Clients für Windows, MacOS und natürlich Linux sowie Apps für Android und iOS zum Download bereit.

Der integrierte Video-Player spielt hochgeladene Videos ab.
Vergrößern Der integrierte Video-Player spielt hochgeladene Videos ab.

Anfangs galt für den Browser-Upload von Dateien eine zweifache Obergrenze: Für die Gesamtgröße eines Uploads und für die darin enthaltene Dateienanzahl. So konnten anfangs nur maximal 10 GB in einem gesammelten Uploadvorgang hochgeladen werden. Wenn man zum Beispiel vier jeweils 3 GB große Dateien in den Browser zum Upload zog, brach der Upload nach 10 GB ab. Drei der 4 Dateien erschienen dann im Cloudspeicher von MyTuxedo, für die vierte Datei musste man aber einen neuen Upload-Vorgang starten.
 
Tuxedo hat diese 10-GB-Obergrenze für den Browser-Upload aber im März 2017 auf 999 GB erhöht (für die Apps galt diese Obergrenze ohnehin nicht).
 
Außerdem konnten Sie bis März 2017 nur maximal 20 Dateien auf einmal im Browser hochladen. Wählte man aber mindestens 21 Dateien für einen Upload aus, so scheiterte der Upload ab. Auch diese Obergrenze, also die Anzahl der mit einem Rutsch hochladbaren Dateien, erhöhte Tuxedo im März 2017 auf 999. In den Apps für Windows, MacOS und Linux sowie für Android und iOS gab es diese Obergrenze laut Tuxedo ohnehin nie.
 
Für den Upload gibt es Tuxedo zufolge keine Einschränkungen bei den verwendbaren Dateiformaten.

Eine öffentliche Freigabe von Dateien und Ordnern ist grundsätzlich nicht gestattet und wird es auch nicht geben. Tuxedo möchte verhindern, dass mit seinem Dienst Filesharing betrieben wird. Es wird also keine Möglichkeit geben eine Datei hochzuladen und dann einen öffentlichen Link irgendwo hin zu posten. Die Möglichkeit Dateien für andere MyTuxedo-Nutzer frei zu geben ist aber vorhanden.

Ein Kalender, eine Kontaktverwaltung und eine Bilddatenbank gehören mit zur Ausstattung, ein vorhandenes Mailkonto kann ebenfalls mit MyTuxedo verknüpft und dann via Webfrontend abgefragt werden. Außerdem gibt es eine Übersicht über alle Aktivitäten des Benutzers. Ein Aufgabenplaner und ein Passwortspeicher samt Passwortgenerator runden das Angebot ab. Tuxedo hat außerdem noch einen MP3-Player integriert, um neben Videos und Bildern auch MP3s direkt über den Browser streamen zu können.

Alle Aktivitäten werden aufgezeichnet.
Vergrößern Alle Aktivitäten werden aufgezeichnet.

Eine einfache Online-Textverarbeitung, die Dateien im plattformübergreifenden ODT-Format erzeugt, steht ebenfalls zur Verfügung. Sie können also direkt auf MyTuxedo Textdateien schreiben und abspeichern. Dokumente lassen sich teilen.

Gelöschte Dateien landen in einem Mülleimer. Von dort kann man sie wiederherstellen. Die Dateien verbleiben 30 Tage im Papierkorb. Der Mülleimer kann maximal 50 Prozent des verfügbaren Speicherplates belegen. Alles was darüber hinausgeht wird dem Alter nach gelöscht.

Die Einbindung von MyTuxedo über Webdav ist ebenfalls möglich. Die Backups sind GPG-verschlüsselt, die Datenübertragung erfolgt via SSL. Verschlüsselte Festplatten (LUKS1, 256bit Keysize) sollen die Sicherheit vor Hackern gewährleisten.

Der Virenscanner ClamAV scannt automatisch die Dateien sowohl beim Upload als auch beim Download und unterbindet im Falle eines Fundes automatisch den Upload. Das ist vor allem dann wichtig, wenn man den Dienst auch mit einem Windows-Rechner mit automatischer Synchronisierung verbunden hat. So unterbindet man das Verteilen von Malware.

Außerdem scannt ClamAV jede Nacht alle Dateien nach Viren. Wenn ein Virus gefunden wird, erhält Tuxedo automatisch eine Meldung, dass im Benutzeraccount XY ein Virus gefunden wurde.

Tuxedo kontaktiert dann den Benutzer und teilt ihm mit, dass er seine Dateien prüfen soll. Für die Zukunft soll eine automatisch generierte Mail den User warnen, wobei in der Mail der Name der infizierten Datei genannt wird.

Kurzer Test von MyTuxedo

Wir konnten bei unserem Test im Winter 2016/2017 Dutzende Bilder und einige Textdokumente problemlos von unseren PCs, Tablets und Smartphones auf die Server von MyTuxedo hochladen. Allerdings brach der Upload mitunter ab, wenn wir sehr viele Bilder auf einmal hochladen wollten - das war die oben erwähnte Obergrenze, die aber seit März 2017 nicht mehr gilt.
 
Die Bilder lassen sich auf dem Online-Speicher problemlos betrachten und durchklicken. Ebenso zuverlässig klappt der Download der Dateien vom Server. Alle unsere Upload- und Lösch-Aktivitäten zeichnete der Server auf und zeigt sie uns unter „Aktivität“ an.

Die gelöschten Dateien landen für 30 Tage im Mülleimer und lassen sich von dort aus wiederherstellen.

myTUXEDO.de App für Android-Smartphones

Nutzer von MyTuxedo können von einem Android-Smartphone aus bequem per App auf ihren Cloudspeicher zugreifen. Über die kostenlose myTUXEDO.de App. Der Download ist 4,2 MB groß, die App setzt mindestens Android 4.0 voraus.

Free Hidrive von Strato - 5 GB gratis

Strato gehörte lange Zeit zur Deutschen Telekom, 2017 übernahm aber United Internet das Hosting-Unternehmen Strato von der Telekom. Das Berliner Unternehmen versteht sich als Hosting-Anbieter (mit Domain-Registrierung) für Webseiten inklusive Homepage-Baukasten, vermietet Server und bietet die Möglichkeit einen Online-Shop aufzusetzen. Wer aber weder Webseiten hosten möchte, noch Server oder Online-Shops benötigt, kann Strato auch nur als Online-Speicher verwenden.

Free Hidrive von Strato
Vergrößern Free Hidrive von Strato

Mit Free Hidrive hat Strato eine komplett kostenlose Cloudspeicherlösung parat. Free Hidrive stellt 5 GB Speicherplatz zur Verfügung. Dateien lassen sich per Share-Link teilen. Freunde können sogar ihre Dateien auf das Hidrive eines anderen Nutzers hochladen, wenn er dies erlaubt. Automatische Backups des Cloudspeicherinhalts erstellt Hidrive automatisch. Damit lassen sich versehentlich gelöschte Dateien wiederherstellen. Das soll bis zu sechs Wochen zurück funktionieren.

Der Zugriff auf Free Hidrive erfolgt via Webfrontend und Webdav. Wer mehr Speicherplatz benötigt, kann kostenpflichtig GB dazu kaufen. 100 GB extra kosten 5,80 Euro pro Monat. Die kostenpflichtigen Versionen bieten dann auch SMB, FTP und rsync. Damit lässt sich der Onlinespeicher wie eine Festplatte in das Laufwerkverzeichnis des PCs einhängen. Für iOS, Android und Windows Phone 7 stehen zudem Apps zur Verfügung. Dateien lassen sich verschlüsselt hochladen.

Sowohl HiDrive (siehe weiter unten) als auch Free Hidrive nutzen Server, die in Deutschland stehen und nach ISO 27001 zertifiziert sind.

Driveonweb - 5 GB gratis

Driveonweb bietet verschiedene Cloud-Speicherpakete an. Mit DriveOnWeb Free gibt es auch eine kostenlose Lösung. Wer mit 5 GB und zwei Nutzern zufrieden ist und keine Einbindung in die eigene Webseite benötigt, kann hier zugreifen. Hier sind die Server nach ISO 27001 zertifiziert und das Rechenzentrum steht in Deutschland. Die Dateiübertragung von und zum Speicherplatz ist bei allen Clients mit einer AES-256-Bit-SSL-Verschlüsselung gesichert.

Driveonweb
Vergrößern Driveonweb

Shared Folder zum Teilen von Inhalten mit anderen Nutzern gibt es. Der DriveOnWeb-Account lässt sich als zusätzliches Laufwerk im Windows-Explorer einbinden. Clients für Mac OS oder Linux fehlen jedoch. Der Windows-Client läuft auf Windows Vista, 7 und 8 jeweils auf 32- und 64-Bit-Systemen. Außerdem gibt es eine iOS-App. Ein Webfrontend gibt es ebenfalls. Bei der Gratis-Variante gibt es keinen Support.

Mydrive - nur wenig Speicherplatz für lau

Das Schweizer Unternehmen Softronics Communication AG betreibt den Onlinespeicher Mydrive. Dessen Server stehen laut Unternehmen in der Schweiz. Per Webfrontend greifen Sie vom Browser auf Mydrive zu. Bilder, Audio- und Videodateien lassen sich direkt in Im Browser anzeigen. Mit WebDAV können Sie Ihren MyDrive-Speicher auch als lokale Festplatte verbinden. Für Mydrive gibt es zudem Apps für iOS und Android.

Mydrive ist in der Grundversion kostenlos und werbefinanziert, die Macher freuen sich aber über Spenden. Allerdings fällt der Speicherplatz in der Grundversion sehr knapp aus, gerade einmal 100 MB gibt es für lau. Zudem ist mit der Gratisversion von Mydrive nur ein Gastnutzer möglich.

Wer mehr als 100 GB Speicherplatz benötigt und keine Werbung sehen möchte, kann zu Mydrive Pro greifen; die Preise beginnen bei 8 Cent für 1 GB pro Monat. Dann gibt es auch ein komplettes Zugriffsprotokoll aller Aktionen der letzten 3 Monate. Zudem kann man gegen Aufpreis mehr Gastnutzer ermöglichen.

Mydrive sichert laut eigenen Angaben die Dateien der Nutzer mehrmals täglich. Die Datenübertragung geht durch eine AES-256-Bit SSL-Verschlüsselung. Ein FTP-Zugriff ist nicht möglich. Support gibt es für die Gratis-Version nicht.

Zum Schluss noch einige kostenpflichtige Anbieter

Hidrive von Strato: Kostenpflichtige Alternative

Strato hat aber auch ein  kostenpflichtiges Hidrive-Angebot, dessen Preise bei 2 Euro pro Monat für 100 GB Onlinespeicher bei einer Vertragslaufzeit von einem Jahr beginnen. Zuzüglich zehn Euro Einrichtungsgebühr. 2 TB Online-Speicher kosten sechs Monate lang 5 Euro pro Monat und danach 15 Euro im Monat. Die Einrichtungsgebühr beträgt hier ebenfalls zehn Euro, die Mindestvertragslaufzeit beträgt 12 Monate.

Wer Hidrive mit dem Smartphone oder Tablet nutzen möchte, kann sich die Hidrive-App für iOS, Android, Windows Phone sowie die Windows Store App für Tablets und Rechner ab Windows 8 herunterladen. Für Windows gibt es zudem einen Desktop-Client. Für Netzwerkfestplatten, zum Beispiel von Synology, sind ebenfalls Apps im App Store vorhanden.

Hornetdrive

Ein weiterer Cloudspeicher-Anbieter aus Deutschland ist zum Beispiel Hornetdrive (Hornet ist das englische Wort für Hornisse) von der Hornetsecurity GmbH aus Hannover. Neben der Speicherung in gesicherten Rechenzentren in Deutschland bietet dieser Dienst auch eine automatische AES-256-Bit-Verschlüsselung und dürfte damit als ziemlich sicher gelten. Die Preise beginnen bei 2,38 Euro pro Monat für 10 GB Onlinespeicher.

Download: Client für Hornetdrive

Sie können den Cloud-Speicher von Hornetsecurity mit der Clientsoftware Hornetdrive nutzen. Damit verwalten Sie Ihre Dateien im Online-Speicher, konfigurieren die Ordnerstruktur und die Zugangsrechte Ihrer gespeicherten Dateien. Falls Sie eine Datei mit mehreren Endgeräten und Nutzern teilen, so synchronisiert Hornetdrive diese Datei immer so, dass alle Nutzer die aktuelle Version besitzen. Die Dateien werden sowohl lokal auf Ihrem Endgerät als auch online verschlüsselt gespeichert. Die Übertragung ist durch eine 256-Bit-AES-Verschlüsselung geschützt.

Sie können Hornetdrive mit GB Online-Speicher kostenlos 30 Tage lang testen.

1blu: Gutes Preis-Leistungsverhältnis, aber böse Sicherheits-Panne

Das Berliner Unternehmen 1blu bietet ebenfalls einen Online-Speicher an. Das 1blu Drive. Die Daten werden bei 1blu Drive in einem Rechenzentrum in Frankfurt am Main gespeichert und unterliegen somit den deutschen Datenschutz-Richtlinien.

Die regulären Preise für den Online-Speicher bei 1blu (ohne spezielle Aktionspreise) beginnen bei 1,90 Euro pro Monat. Der Leistungsumfang von 1blu kann sich sehen lassen: 25 GB, Webdav, Web-Frontend, SSL, FTP, Apps für iOS und Android und vieles mehr gibt es bereits für 1,90 Euro. Von Zeit zu Zeit bietet 1blu seine Online-Speicher noch günstiger an.

1blu wurde aber im Sommer 2015 Opfer eines Hackerangriffs , bei dem die Zugangsdaten für das Kundenlogin, für Mail-Konten, FTP, MySQL, 1blu-Drive sowie die persönlichen Kundendaten von vielen Kunden gestohlen wurden. PC-WELT betreibt ein 1blu-Konto zu Testzwecken. Nur wenige Tage nach diesem Hack bekamen wir an unsere bei 1blu hinterlegte private Mailadresse täglich mehrere Spammails, zeitweise waren es über zehn Spammails pro Tag. Bis kurz nach dem 1blu-Hack bekamen wir überhaupt keine Spammails an diese Mailadresse. Auch wenn sich der Kausalzusammenhang nicht beweisen lässt, liegt der Verdacht nahe, dass unsere Mailadresse bei dem 1blu-Hack erbeutet und weiter verkauft wurde. Mittlerweile ist die Zahl der Spammails aber wieder deutlich zurückgegangen.

Tipp: Für Technik-Begeisterte ist die Private Cloud eine spannende Alternative. Zum Beispiel mit Owncloud oder Fritzbox. Nachteil: Sie müssen sich selbst um Sicherheitsupdates kümmern.

Extra-Tipp: Der durch seine NSA-Enthüllungen weltberühmt gewordene Whistleblower Edward Snowden empfiehlt kurioserweise ausgerechnet einen US-amerikanischen Speicherdienst, nämlich SpiderOak. Dieser Dienst verschlüsselt alle Daten vor dem Upload durch den Client und legt das Passwort zum Entschlüsseln nicht im Klartext auf den Servern ab. SpiderOak kann 60 Tage lang gratis getestet werden.


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