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Online-Shopping: Alles zu Versand und Zahlung

25.06.2020 | 08:03 Uhr | Verena Ottmann

Was sind die Vor- und Nachteile moderner Zahlungsarten? Was bedeutet Cashback? Wir klären diese und weitere Fragen.

Rückerstattung mit Cashback-Systemen

Cashback bedeutet „Geld zurück nach Kauf“. Die Rückerstattung eines Teils des Kaufpreises bieten Cashback-Portale und Hersteller selbst an. Cashback steht für eine teilweise Geldrückerstattung für Einkäufe. Das für Sie als Käufer spannende Verfahren gibt es in zwei Varianten.

Beim Hersteller-Cashback verspricht Ihnen der Hersteller eines Produkts eine Geldprämie. An diese sind bestimmte Bedingungen geknüpft, etwa Kauf innerhalb des Aktionszeitraums, Privatkauf, Kauf bei bestimmten Händlern und/oder Vorlage des Kaufbelegs. Meist müssen Sie ein vom Hersteller angebotenes Formular ausfüllen und zusammen mit dem Kaufbeleg einschicken.

Cashback-Portale erhalten vom Onlineshop, in dem Sie Ihren Einkauf machen, eine Provision als Partnerprämie (Affiliate-Prämie). Sobald der Verkauf durch den Shop bestätigt wurde, erhält das Cashback-Portal die Partnerprovision. Einen Teil der Provision behält das Portal für sich, den anderen Teil zahlt es an Sie als Käufer aus. So bekommen Sie ein Stück des Kuchens ab.

Die bekanntesten Cashback-Portale sind shoop.de und aklamio.com/de/ . Voraussetzung ist eine Gratisregistrierung beim Portal Ihrer Wahl und der Aufruf des Shops über das Portal. Dabei wird der Link um eine Partner-Kennung erweitert, über die der Shop Ihren Kauf dem Portal und letztlich Ihnen zuordnen kann.

Wichtig: Werbeblocker und Surfschutztools sollten Sie deaktivieren, andernfalls lässt sich die Partnerkennung nicht richtig an den Shop übermitteln.

Bei beiden Varianten werden Ihre Einkäufe geprüft. Nach meist mehreren Wochen erhalten Sie das Cashback auf Ihrem Bankkonto gutgeschrieben. 

Lesetipp: Immer das beste Angebot finden

Rechnungsadresse als Cashback-Falle! 

Rechnungsadresse als Cashback-Falle!
Vergrößern Rechnungsadresse als Cashback-Falle!

Wenn Sie für sich etwas privat bestellen, sollten Sie unbedingt die Privatadresse als Rechnungsadresse angeben. Im Rahmen von Cashback-Aktionen sollten Sie die Ware auch an Ihre Privatadresse liefern lassen und nicht, weil’s praktischer ist, an die Adresse Ihres Arbeitgebers. 

In schöner Regelmäßigkeit gibt es bei Händlern oder Herstellern Cashback-Aktionen zu bestimmten Anlässen wie Firmenjubiläen oder um Produkte wie Fernseher, Kameras und Smartphones umsatzmäßig zu pushen. Der Kunde kann dann eine Rückvergütung für einen zuvor ausgelobten Betrag einfordern. Dazu sind in der Regel eine Registrierung und das Hochladen der Rechnung als PDF oder Grafik notwendig. Und genau hier lauert die Gefahr. 

Vor allem Samsung veranstaltet regelmäßig Cashback-Aktionen und verspricht Käufern nach dem Einsenden der Originalrechnung einen zuvor festgelegten Betrag als Überweisung auf ein Bankkonto. Was zunächst gut klingt, muss aber nicht wirklich funktionieren, wie wir aus eigener Erfahrung wissen: In dem uns bekannten Fall war auf der Rechnung einer Privatperson nur als Lieferanschrift eine Firma genannt. Das nahm Samsung als Anlass, die Zahlung der Gutschrift beharrlich zu verweigern und sich auf die Teilnahmebedingungen zu berufen, da die Aktion ausschließlich für private Endkunden bestimmt war. Entsprechende Hinweise, dass das Smartphone von einer Privatperson bestellt und von einem privaten Konto bezahlt wurde, ließ Samsung auch auf mehrfache Nachfrage nicht gelten. Der Hinweis, dass es sich bei der Lieferadresse um den Arbeitgeber handelt, wird ebenso ignoriert wie der vorangestellte Zusatz „c/o“, der im geschäftlichen Schriftverkehr eine private Sendung an den Empfänger deklariert. Die fest eingeplante Gutschrift hat der Galaxy-Käufer nicht erhalten.

Die Versandbenachrichtigung einschalten 

Bei Amazon können Sie sich für SMS-Benachrichtigungen anmelden, um bei Versand- oder Zustellproblemen per SMS darüber informiert zu werden. 

Zum Aktivieren der SMS-Benachrichtigungen für Ihr Kundenkonto gehen Sie auf der Amazon-Webseite zu „Mein Konto“ und klicken unter „E-Mail-Benachrichtigungen, Mitteilungen und Werbung“ auf „SMS-Benachrichtigungen“. Die hinterlegte Mobilfunknummer wird von Amazon ausschließlich dazu verwendet, Ihnen in besonderen Fällen wichtige Benachrichtigungen zu Ihren Sendungen zu übermitteln.

Alternativ installieren Sie die Amazon-App auf dem Smartphone und melden sich mit Ihrem Kundenkonto an. Sie erhalten dann ebenfalls Hinweise zur Lieferung. Die Infos erscheinen direkt auf dem Homescreen. 

Liefertermin: Kommt die Ware rechtzeitig an? 

Liefertermin: Kommt die Ware rechtzeitig an?
Vergrößern Liefertermin: Kommt die Ware rechtzeitig an?

Sie benötigen etwa ein Werkzeug, ein Küchenutensil oder ein Geschenk zu einem bestimmten Termin? Dann sollten Sie im Vorfeld prüfen, ob der vom Onlinehändler angegebene Liefertermin für Sie passt. Das Thema „Lieferzeit“ beschäftigt Gerichte und Verbraucherzentralen seit Jahren. Bieten Onlineshops Waren an, müssen sie auch den Liefertermin nennen. Ist ein Produkt also zum Beispiel als „Sofort lieferbar“ im Shop gelistet, muss das Produkt auch tatsächlich sofort zum angegebenen Preis ausgeliefert werden können. Doch was tun, wenn dann tagelang nichts passiert? In einem solchen Fall sollten Sie dem Verkäufer eine angemessene Frist setzen, um die Lieferung nachzuholen. Sie können sich dabei grundsätzlich an der ursprünglichen Lieferfrist orientieren.

Liefert der Händler auch innerhalb der Nachfrist nicht, dürfen Sie vom Vertrag zurücktreten. Das gilt selbst dann, wenn der Paketdienst und nicht der Händler für die Verspätung verantwortlich ist. 

Beachten Sie: Haben Sie mehrere Produkte mit unterschiedlichen Lieferzeiten bestellt? Dann gilt bei vielen Onlinehändlern für die gesamte Bestellung die längste Lieferzeitangabe. Dadurch werden zusätzliche Versandkosten eingespart. Auf Kundenwunsch lassen sich Artikel auch sofort versenden, sobald sie verfügbar sind. Für mehrere Lieferpakete fallen jedoch zusätzliche Versandkosten an, sofern es keine versandkostenfreie Lieferung gibt. 

Tipp: Nach dem seit dem 13. April 2014 geltenden Artikel 246a §1 Nr. 7 EGBGB hat der Händler dem Verbraucher den Termin, bis zu dem er die Waren liefern muss, mitzuteilen oder zugänglich zu machen. Da gilt gleichermaßen für Lieferungen ins In- und Ausland. 

Treuhandkäufe sorgen für Sicherheit

Treuhandkäufe sorgen für Sicherheit
Vergrößern Treuhandkäufe sorgen für Sicherheit
© Breitling

Einige Verkaufsplattformen im Internet bieten einen Treuhandservice an. So sind Sie beim Kauf von teuren Uhren und Schmuck auf der sicheren Seite. 

Eine Uhr für 6000 Euro, ein Cartier-Anhänger für 3000 Euro – im Internet können Sie natürlich auch hochwertige und teure Waren kaufen. Bei einer Vorauszahlung an einen unbekannten Verkäufer bleibt aber immer ein gewisses Risiko. Verschickt er die Ware wirklich, ist das Gelieferte identisch mit dem Bestellten? Mehr Sicherheit bietet die Abwicklung über einen Treuhandservice beziehungsweise ein Treuhandkonto.

Wie das funktioniert, zeigen wir Ihnen am Beispiel von Chrono24 – einem renommierten Internetmarktplatz für Luxusuhren. Auf der Plattform bieten gewerbliche Vermittler und Juweliere, aber auch Privatpersonen neue und gebrauchte Uhren weltweit zum Kauf an. Es besteht also ein gewisses Risiko, Geld zu verlieren.

Die Anbieter nutzen daher in der Regel den Chrono24- Treuhandservice für die Zahlungsabwicklung. Der Käufer überweist nach der verbindlichen Bestellung den Kaufpreis auf ein Treuhandkonto. Nach dem Zahlungseingang wird der Verkäufer von Chrono24 aufgefordert, die Uhr an den Käufer zu versenden. Trifft die Uhr beim Verkäufer ein, bestätigt er das bei Chrono24. Erst jetzt erhält der Verkäufer sein Geld. Diese Abwicklung sorgt für maximale Sicherheit bei allen Beteiligten. Betrugsversuche, sowohl auf Käufer- als auch auf Verkäuferseite, haben somit keine Chance. 

Online-Shopping:   Bestellen ohne Ärger

Auf SSL-verschlüsselte Shopseiten achten, öffentliche WLANs meiden 

Das Netzwerkprotokoll Secure Sockets Layer, kurz SSL, sichert den Datenverkehr im Internet. Gibt ein Kunde etwa seine Zahlungsinformationen an einen Onlineshop weiter, wird mittels SSL-Verschlüsselung sichergestellt, dass auch wirklich nur der Shop-Server Zugriff auf die sensiblen Daten erhält. Sie erkennen SSL an dem der Adresse vorangestellten https://.

Öffentliche WLANs oder Hotspots sind bequem. Sie sind etwa in Cafés, in Hotels, an Flughäfen und in der Bahn verfügbar. Aber sollten Sie sie auch wirklich benutzen? Für vertrauliche Bankgeschäfte oder das Onlineshopping sollten Sie öffentliche WLANs nicht nutzen. Denn böswillige Hacker haben einfacher Zugriff auf Ihre Daten, als Sie denken.

Vor- und Nachteile von Online-Zahlungsarten

Vor- und Nachteile von Online-Zahlungsarten
Vergrößern Vor- und Nachteile von Online-Zahlungsarten

Onlineshops bieten oft viele bargeldlose Zahlungsmittel an. Diese Checkliste hilft bei der Auswahl des optimalen Bezahlsystems.

Amazon Pay 

Amazon genießt als populärer Onlinehändler mit gutem Kundenservice großes Vertrauen. Amazon Pay ist einfach zu nutzen, und die Zahlung erfolgt über das gewohnte Kundenkonto bei Amazon.

  • + Schnelle Zahlung für kurze Lieferzeit 

  • + Sicherheit durch Käuferschutz 

  • + Übergabe der Lieferanschrift an Shop 

  • – Amazon kann Kaufverhalten auswerten 

  • – Hohe Gebühren für den Händler 

Klarna 

Über den Payment-Provider bieten Onlineshops Zahlungsmethoden wie Sofortüberweisung, Lastschrift oder Rechnungskauf an. Klarna ist Mittelsmann zwischen Kunden und Shop und checkt Ihre Bonität.

  • + Keine Vorleistung bei Rechnungskauf 

  • + Kurze Lieferzeit bei Sofortüberweisung 

  • + Sicherheit durch Käuferschutz 

  • – Klarna kann Kaufverhalten auswerten

  • – Hohe Gebühren für den Händler

Lastschrift 

Für Käufer ist das Shoppen per Lastschrift durch Eingabe der Bankverbindung (Kontoinhaber, IBAN, BIC und Bank) einfach, sicher und zuverlässig. Sie brauchen nicht an eine pünktliche Zahlung zu denken, und die Ware wird schnell versandt. Zahlungen lassen sich bei Ärger mit dem Händler einfach wieder rückgängig machen.

  • + Abwicklung über gewohntes Bankkonto 

  • + Keine Transaktionskosten

  • + Rückabwicklung per Rücklastschrift 

Nachnahme

Für den Kunden ist der Nachnahme-Zahlungsprozess vergleichsweise teuer und unkomfortabel. Beim Kauf per Nachnahme erfolgt ein schneller Versand, da nicht auf einen Zahlungseingang gewartet werden muss.

  • + Kurze Lieferzeit 

  • – Hohe Kosten für den Käufer

  • – Umständliche Zahlung beim Zusteller 

  • – Käufer muss Bargeld im Haus haben 

  • – Hohes Risiko für den Käufer 

Paypal 

Bei Paypal erhält der Händler eine sofortige Zahlungsbestätigung und kann die Ware direkt für den Versand vorbereiten. Vergleichsweise sichere Zahlungsart, da Kunden über den Käuferschutz abgesichert sind.

  • + Schnelle Zahlung für kurze Lieferzeit 

  • + Übergabe der Lieferanschrift an Shop 

  • + Sicherheit durch Käuferschutz 

  • – Zusätzliches Paypal-Konto nötig 

  • - Hohe Gebühren für den Händler 

Rechnungskauf 

Beliebteste Online-Zahlungsmethode. Der Käufer muss nicht in Vorlage gehen, sondern bekommt erst die Ware, und dann steht zeitlich verzögert die Zahlung an. Ausbleibende Lieferungen führen nicht zu finanziellem Schaden.

  • + Sicherheit vor dubiosen Händlern 

  • + Schnelle Zahlung für kurze Lieferzeit 

  • + Abwicklung über gewohntes Bankkonto

  • – Zahlung kann leicht vergessen werden 

Vorkasse 

Bei Vorkasse oder Überweisung begleicht der Käufer den Rechnungsbetrag vor Erhalt der Ware durch Überweisung. Der Versand erfolgt erst nach Geldeingang. Nur empfehlenswert, wenn Sie als Käufer bereit sind, länger auf die Ware zu warten.

  • + Abwicklung über gewohntes Bankkonto 

  • – Käufer geht in die Vorleistung 

  • – Mehraufwand für Überweisung 

  • – Längere Bearbeitungs- und Lieferzeit 

Ratenkauf 

Ratenkauf – die Bezahlung von Waren in mehreren Häppchen – ist eine sehr beliebte Zahlungsart bei hochpreisigen Produkten. Ratenzahlung wird von vielen Händlern angeboten, allerdings in der Regel nicht vom betreffenden Shop selbst, sondern von einem Payment-Dienstleister wie Klarna oder einem Kreditdienstleister wie einer Finanzierungsbank. Beim Ratenkauf wird automatisch Ihre Kreditwürdigkeit überprüft. Sie wählen beim Check-out die gewünschte Laufzeit zwischen 3 und 24 Monaten aus. Damit wird die monatliche Rate errechnet. Achten Sie auf den effektiven Zinssatz, die Gesamtkosten inklusive aller Nebenkosten und etwaiger Versicherungen, die Ihnen teils als versteckte Option zur Ratenzahlung angeboten werden.

Wenn Ihr zum ersten Mal einen PC zusammenbaut, gibt es einige Dinge, die ihr beachten solltet. Damit ihr mit eurem fertigen Gaming-Monster keine unangenehme Überraschung erlebt, hat Michi für euch 12 wichtige Tipps zusammengestellt.

►Zum Artikel und Gewinnspielformular: www.pcwelt.de/2504413

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