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Online-Banking und Notebook-Diebstahl

29.03.2013 | 08:34 Uhr | Arne Arnold

3. Wie geht sicheres Online-Banking?

Frage: Obwohl ich mich am PC ganz gut auskenne, habe ich beim Online-Banking immer wieder mal ein schlechtes Gefühl. Was muss ich für sicheres Online-Banking beachten?

Antwort: Beim Online-Banking am PC droht die Gefahr, von Banking-Trojanern bestohlen zu werden. Diese speziell aufs Banking gemünzten Viren gibt es in unzähligen Variationen. Manche versuchen die Log-in-Daten sowie ein paar TAN-Nummern zu stehlen, andere klinken sich extrem raffiniert in den Browser ein und manipulieren im Hintergrund eine Überweisung so, dass ein möglichst hoher Betrag auf das Konto der Kriminellen umgeleitet wird. Das Opfer bekommt im Browser davon nichts mit.

Zum Glück können Sie sich schützen: Im Wesentlichen sind vier Punkte für das sichere Online-Banking am PC nötig:

1. Installieren Sie auf Ihrem PC eine Antiviren-Software und halten Sie sie per automatischem Update aktuell. Empfehlenswert sind etwa Avira Free Antivirus und AVG Free Anti-Virus . Zudem muss eine Firewall, etwa die Windows-Firewall aktiv sein. Mit diesen Sicherheitsmaßnahmen sollen zum einen Banking-Trojaner blockiert werden, zum anderen sind sie aber auch nötig, da die meisten Banken in Ihren Geschäftsbedingungen einen solchen Schutz vorschreiben. Fehlt er, kann die Bank bei einem Schadensfall jede Verantwortung ablehnen.

2. Das System, von dem aus Sie Online-Banking aus betreiben, muss vertrauenswürdig sein. Das heißt, es dürfen sich darauf keine Viren, etwa Banking-Trojaner, befinden. Das haben Sie im Grunde durch die Installation der Antiviren-Software (siehe Punkt 1) schon sichergestellt. Sollten Sie dennoch ein ungutes Gefühl beim Banking haben, dann empfehlen wir den Einsatz eines Zweit-Systems, das Sie nur zum Online-Banking nutzen. Sie müssen dafür nicht gleich einen neuen PC kaufen. Ein virtuelles System genügt. Empfehlenswert ist das Programm Bitbox. Sie installieren die Software wie ein gewöhnliches Windows-Programm und starten es auch so. Sie erhalten einen Internet-Browser, mit dem Sie sicher Online-Banking betreiben können. Er läuft unter Linux, das in einem virtuellen PC startet. Das funktioniert alles automatisch, Sie können den Browser einfach wie gewohnt nutzen.

Weitere Infoszur Bitbox finden Sie hier.

3. Nutzen Sie die sicheren TAN-Verfahren. Als sicher gilt die Zwei-Wege-Authentifizierung. Dabei führen Sie das Online-Banking wie gewohnt im Browser am PC durch. Die TAN, mit der Sie eine Überweisung bestätigen, erhalten Sie über ein anderes Gerät (also über einen zweiten Weg) zusammen mit den Details zur Überweisung. So können Sie kontrollieren, ob Betrag und Empfänger stimmen. Den besten Schutz liefern sogenannte TAN-Generatoren, die es für 10 bis 20 Euro zu kaufen gibt. Bislang gibt es nur einen bekannten Schädling, der die Nutzer solcher Geräte unter Umständen austricksen kann. Verbreiteter und bequemer ist das mTAN-Verfahren, bei dem die TAN und die Überweisungsinfos per SMS aufs Handy kommen. Auch dieses Verfahren ist sicher. Allerdings sind bereits Handy-Viren aufgetaucht, die die mTAN stehlen. Diese Schädlinge sind bisher aber extrem selten. Eine große Gefahr stellen sie bisher nicht dar.

4. Legen Sie schließlich ein gesundes Misstrauen an den Tag. Auf eine Mail, die von Ihnen Ihre Log-in-Daten fürs Banking und einige iTANs fordert, sollten Sie natürlich nicht reagieren.

 

4. Wo werden Notebooks am häufigsten gestohlen?

Frage: Ich reise viel mit meinem Notebook, bin auf Flughäfen, in Hotels und besuche auch viele Konferenzen. Wo werden Notebooks eigentlich am häufigsten gestohlen?

Antwort: Laut einer Umfrage des ForschungsinstitutsIDC unter 200 Betroffenen häufen sich die Diebstähle an Flughäfen und Bushaltestellen. Mit 32 Prozent wurden Notebooks an diesen Orten am Häufigsten gestohlen.

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